Mein Name ist Peter Grant, und ich bin Mitglied einer mächtigen Armee der Gerechtigkeit, allgemein als Metropolitan Police bekannt, wenngleich bestimmte Kreise uns eher als miese Pisser bezeichnen … Genauer gesagt gehöre ich einer Abteilung innerhalb der Metropolitan Police an, die sich mit Magie und dem Übernatürlichem beschäftigt … der krasse Scheiss, wie manche meiner Kollegen meinen. Man nennt uns Falcon oder Folly. Wir sind die Sondereinheit für spezielle Fälle. Wenn es allerdings soweit ist, dass man uns ruft, ist die Kacke echt am Dampfen … Ein Polizist lebt bekanntermaßen von seinen Informanten. Ich habe in der Hinsicht Glück im Unglück. Meine Tippgeber gehören zumeist Spezies an, die dem gemeinen Bürger unbekannt sind. So was wie Flussgottheiten und ähnliche übernatürliche Wesen. Als mich also die Tochter der Themse anruft und etwas von einem BMW erzählt, der mit hilflosem Fahrer doch glatt ohne zu zögern in den Fluss gefahren ist, mache ich mich an meinen Job – sprich ich gehe meinen Kollegen und der Allgemeinheit mit meinen Fragen gehörig auf den Geist. Weiterlesen
Horror & Fantasy
Jennifer Estep: Elemental Assassin 10: Spinnenzeit
Mittlerweile kennen wir Gin Blanco, die unter dem Namen „die Spinne“ als Auftragskillerin gearbeitet hat, hinlänglich. Ihre Kämpfe, in denen sie sich immer aktiv auf die Seite der Unterdrückten stellt, ihre, nun nennen wir sie verzwickten emotionalen Achterbahnfahrten und ihre guten Freunde sind uns ans Herz gewachsen.
Wie aber kam es dazu, dass ein Mädchen zur Mörderin ausgebildet wurde? Diese Frage wurde uns von der Autorin bereits vor ein paar Bänden hinreichend detailliert erläutert. Die Folterung und Ermordung ihrer Familie durch die Feuermagierin Mab, ihre später aber entschlossene Rache für dieses Unrecht, das sie hilflos mit ansehen musste, war einer der Höhepunkte der Serie. Dennoch entschloss sich Estep vorliegend noch einmal in die Jugend von Gin zurückzukehren, und uns von ihrem ersten Auftragsmord zu berichten.
Auf der Bühne finden sich denn neben ihren Ziehbruder Finn auch ihre Adoptivvater Fletcher, der junge Owen taucht ebenso auf, wie die Vampirin Roslyn. Und es kommt, wie es kommen muss – die junge, naive Gin verliebt sich in den falschen Mann und muss schauen, wie sie ihr gebrochenes Herz überlebt, lässt ihr Lover doch ein marmorenes Mausoleum über ihr zusammenbrechen und hält auch sonst so einige unliebsame Überraschungen für sie parat … Weiterlesen
F. Paul Wilson – Handyman Jack 13: Ground Zero
Die Auseinandersetzungen der beiden kosmischen Entitäten, die auch auf der Erde quasi als Nebenschauplatz ihren Niederschlag finden, gehen in ihre entscheidende Phase. Schon einmal, vor Äonen, kam es auf der Erde zum örtlich begrenzten Show-Down,
der dafür sorgte, dass die damalige Hochzivilisation ausgelöscht wurde. Mittlerweile ist Repairman (Handyman) Jack ganz persönlich involviert. Seit einiger Zeit sind die fast beschaulich wirkenden Tage als er sich nur darum kümmerte, gegen Krügerrand Unrecht zu richten, passee. Die Andersheit hat ihn zu ihrem Kämpen erkoren, der Widersacher und dessen Agent Rasalom schicken sich an, die Erde und all ihre Bewohner der Folter, dem Untergang und der Vernichtung preiszugeben. Jacks ungeborenes Kind fiel der Auseinandersetzung bereits zum Opfer, die Frau mit dem Hund konnte nur seine Geliebte und deren Tochter retten.
Die Agenten des Widersachers starten ihren Plan B – und der hat es in sich. Schließlich geht es darum, der Menschheit selbst, einen Schlag zu versetzen, um das Interesse der Andersheit von der Erde abzulenken.
Alte Geheimlogen, uralte Kladden deren Text sich verändert, Visionen und Zauber setzen sich in Bewegung und Jack ahnt, dass er, obzwar er bereit ist all seine Kräfte einzusetzen, letztlich zu schwach sein wird, den Gegner aufzuhalten … Weiterlesen
Todd Lockwood: Die ewigen Gezeiten 01: Der Sommerdrache
Maia ist in einer Familie aufgewachsen, die einem sogenannten Aery Drachen hält und mit ihnen jährlich Junge heranzieht, die dann vom Kaiser jedes Jahr abgeholt werden, um sie für den Krieg anzulernen. Doch dieses Jahr haben Maia und ihr Bruder Darian Hoffnung, dass sie beide jeweils eins der Jungtiere behalten dürfen, um es aufzuziehen und später zur Zucht einzusetzen. Es zeichnet sich allerdings ab, dass in einem geburtenschwachen Jahr, in dem es auch Katastrophen für andere Aeries gab, alle Jungtiere an den Kaiser gehen. Als dann nur Darian einen Drachen behalten darf und Maia leer ausgeht, ist ihre Enttäuschung grenzenlos. Es muss doch einen Weg geben, einen Drachen zu bekommen!
Todd Lockwoods Romanhandlung in wenigen Sätzen gänzlich zu erfassen, ist schier unmöglich. Es geht um so viele verschiedene Themen und es passiert so viel, dass man sich da gar nicht kurzfassen kann. „Der Sommerdrache“ ist durchweg interessant und oft – auch mitten im Roman – sehr spannend. Weiterlesen
Alexey Pehov: Das Siegel von Rapgar
Till er’Cartya ist der Nachfahre einer altehrwürdigen Magierfamilie, genießt in seinen Kreisen aber zurzeit keinen allzu guten Ruf. Er lebt in der Stadt Rapgar, die davon geprägt ist, dass viele verschiedenste Kreaturen unterschiedlicher Gestalt gemeinsam dort existieren. Alles ist irgendwie magisch angehaucht, es gibt Feind- und Freundschaften zwischen den Wesen. Dann beobachtet Till im Zug, wie eine junge Frau von mehreren Männern bedroht wird. Am Ende ist einer von ihnen tot und die Frau spurlos verschwunden. Für Till steht fest, dass er sie wiedersehen muss. Doch das wird gar nicht so einfach, da man ihm wenig später versucht, die Schuld an einer Mordserie in die Schuhe zu schieben. Auf seiner Suche nach der Wahrheit begegnet er der schönen Erin erneut.
An sich begegnet man in diesem Roman einer Vielzahl verschiedenster Wesen, die in der großen Stadt Rapgar vereint sich. Sie hat einen bestimmten Kult, dem manche der Kreaturen anhängen, manche nicht. Es prallen verschiedene Ideale aufeinander und Streit ist unweigerlich vorprogrammiert. Die Mordserie erschüttert zudem alle Bewohner und versetzt sie in Angst. Wer wird das nächste Opfer sein? Magier, seltsame Wesen, Brieföffner und Spazierstöcke, die mit ihrem Besitzer sprechen können – los geht’s ins Fantasyuniversum! Weiterlesen
David Eddings: Belgariad 01: Die Gefährten
Es war die – erste – goldene Ära der Fantasy. Die Rede ist von den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Taschenbuchverlage entdeckten die Fantasy als neues Marktsegment, Reihen wurden gestartet, Serien verlegt. Was bei Heyne mit Howards „Conan“ und Normans „Gor“ seinen Anfang nahm, bei Goldman mit Feists „Midkemia“ die Bestsellerlisten erklomm, bei Pabel in der Terra Fantasy Reihe ihren Niederschlag fand und bei Bastei mit Piers Anthonys „Xanth“ überzeugte, das führte auch die Knaur Fantasy-Edition an: Serien mit einem zumeist jungen, entwicklungsfähigem Helden nebst bunt gemischter Unterstützertruppe inklusive Zauberer der sich aufmacht, seine Queste um die Rettung der Welt zu vollziehen.
In dieses Schema passten, zumindest auf den ersten Blick, die jeweils fünf-bändigen Zyklen des Ehepaars Eddings. Auch wenn nur David als Verfasser auf dem Titel steht, wurden die Werke, wie David später in einem Interview verriet, jeweils von Beiden zusammen geschrieben. Warum nur auf den ersten Blick fragen sie jetzt? Nun, anders als ihre Kollegen gingen die Eddings nicht ganz so bierernst an ihre Plots heran. Zwar steht auch hier ein epischer Konflikt zwischen zwei Göttern im Hintergrund, Wächter eines gefangen gesetzten, schlafenden Gottes greifen ein, doch statt uns Drama pur, Schlachtengetöse oder epische Herrschergeschlechter zu offerieren, verhalten sich ihre Protagonisten zutiefst menschlich. Weiterlesen
Benedict Jacka: Alex Verus 01: Das Labyrinth von London
Lasst Euch bloß nicht von dem Cover und dem Titel abschrecken, die beide leider den Eindruck machen, als wolle da jemand billig auf den Erfolgszug von Ben Aaronovitch aufspringen. Das Einzige, was die beiden Serien gemeinsam haben, ist, dass beide Urban-Fantasy sind und in London spielen. Wenn ich die Serie überhaupt mit einer anderen vergleichen würde (was keine Serie verdient hat), dann eher mit Malmquist.
Alex Verus betreibt einen Zauberartikelladen, allerdings bietet er keine Tricks – oder die nur zur Tarnung –, sondern echte Magie an. Alex ist Wahrsager und das hat nichts mit lila Frauen mit Tüchern zu tun. Er kann die verschiedenen Zukunftsstränge daraufhin untersuchen, welche Handlung die geringste Gefahr oder den größten Erfolg verspricht. Das kann einem Mann das Leben retten. In London gibt es den Rat der Weißmagier und unabhängige Schwarzmagier, die aber nicht grundsätzlich böse sind. Alex hält wenig von beiden Seiten und möchte eigentlich in Ruhe gelassen werden. Da taucht ein mächtiges Artefakt aus ganz alter Zeit auf, alle anderen Wahrsager haben es rechtzeitig geschafft zu verschwinden und beide Seiten wollen jetzt unbedingt Alex anheuern, denn es muss noch ein Schloss geknackt werden, das sich als ausgesprochen wehrhaft erweist. Weiterlesen
John Ajvide Lindqvist: Die Bewegung
Stockholm, 1985: Als John mit 19 Jahren in das Hinterhaus eines Gebäudekomplexes in der Hauptstadt zieht, weiß er nicht, dass dies sein Leben für immer verändern wird. Er verdient sein Geld mehr schlecht als recht mit Zauberei, kommt gerade eben so über die Runden und weiß nicht, was er sonst mit seinem Leben anfangen soll. Weil er sich immer wieder daran erinnern muss, schreibt er eine gruselige Begebenheit aus seiner Jugend auf. Doch schon bald muss er feststellen, dass diese nicht das einzige ist, was ihn das Fürchten lehren soll. Auch seine Nachbarn scheinen im gemeinsamen Duschraum seltsamen Dingen nachzugehen. Johns Interesse ist geweckt und er versucht alles, um mehr über die Machenschaften im Duschraum herauszufinden.
Mit Titeln wie „Menschenhafen“ und „So finster die Nacht“ begeistert John Ajvide Lindqvist seit Jahren nicht nur das schwedische Publikum. Er ist aufgewachsen im Stockholmer Vorort Blackeberg, genau dort, wo auch die Geschichte von „Die Bewegung“ spielt. Dies ist aber nicht die einzige Parallele zur Hauptfigur des vorliegenden Romans. Weiterlesen
Kevin Hearne: Die Chronik des Eisernen Druiden 08: Aufgespießt
Armageddon rückt immer näher. Da können unsere drei Druiden machen, was sie wollen, können sie Unterstützung von Göttern aller möglichen Religionen einfordern, die letzte Schlacht vor dem Untergang der Zivilisation scheint einfach nicht aufzuhalten. Damit nicht genug, hat Atticus auch noch ein finanzielles Problem. Dem Anführer der Vampire, der schon die Römischen Legionen und die Inquisitoren auf die Druiden losgelassen hat, ist es gelungen. Attikus´ Finanzberater zu töten. Alles, was sich unsere zweitausendjährige Druide als Spargroschen zurückgelegt hat ist futsch. Und damit kann er seinen Kriegszug gegen die Vampire nicht länger bezahlen. Währenddessen weiß Loki, ja der Gott, der den Weltuntergang herbeiführen will dank eines magischen Mals immer, wo die Druidin Granuaile sich aufhält. Das muss sich ändern, auch wenn unsere Nachwuchsdruidin dafür mit Odin selbst zusammenarbeiten muss. Doch auch Atticus´ Lehrvater Owen kann seine neu gewonnene Freiheit und das Glück mit einer Werwölfin nicht genießen – dafür sorgen einmal mehr die Vampire, die einen Überfall auf sein neues Heim verüben … Weiterlesen
J. R. Ward: Black Dagger Legacy 03: Zorn des Geliebten
Auch der schlagende Arm der Vampir-Bruderschaft, die Black Dagger brauchen Nachwuchs. Im Kampf gegen die Lesser in Diensten Omegas, sind sie zahlenmäßig unterlegen, die Auseinandersetzungen gegen ihre internen Gegner habe sie weiter geschwächt. Nachdem sich Vampire der Glymera eher weniger zu den Bluttaten der Dagger berufen fühlen, hat der König ein Schulungs- und Trainingsprogramm aufgelegt, das für alle Vampire offen steht. Selbst zwei Frauen haben den mehr als anspruchsvollen Eignungstest bestanden und trainieren mit ihren männlichen Kameraden.
Peyton kommt zwar aus adeliger Familie, ist aber als Tunichtgut und Taugenichts verschrien. Drogen und Sex, Anders hat er nicht im Sinn – bis er sich dem Programm anschließt. Dass seine Freundin Paradise ebenfalls im Programm ist und dort ihre wahre Liebe gefunden und sich gebunden hat, ist für ihn ein schwerer Schlag. Während sein Vater noch versucht ihn für eine gute Partie anzubieten, trifft er in der traumatisierten Novo im Programm sein Schicksal – doch kommen die Beiden, die so unterschiedlich sind, überhaupt zusammen und passen sie zueinander? Weiterlesen