Ceylon, 1895: Bisher war das Leben auf den Teeplantagen für die 16-jährige Maya von Langeweile geprägt. Doch in diesem Jahr hat nicht nur ihre Schwester Irene ein Geheimnis, auch der in der anderen Hälfte des Herrenhauses lebende Adrian taucht von seiner Schulausbildung im fernen London wieder auf. In der Zwischenzeit ist aus dem Lausbuben ein junger Mann geworden, der sofort Mayas Aufmerksamkeit in seinen Bann zieht. Und dann ist da noch das seltsame Kellerverlies, welches Maya mit Adrian gemeinsam entdeckt. Wer wurde dort gefangen gehalten? Und warum? Maya steht kurz davor, ein gut gehütetes Familiengeheimnis aufzudecken … Weiterlesen
Historische Romane
Iny Lorentz: Der weiße Stern
Gisela und Walther sind aus Preußen geflohen und wollten in Amerika ein neues Leben beginnen, wie so viele Auswanderer im 19. Jahrhundert. Doch ihr Schiff kenterte und statt in New Orleans strandeten sie in Mexiko, genauer gesagt in der Provinz Tejas.
Dort teilte der Alcalde von San Felipe de Guzman den Schiffbrüchigen Land zu.
Inzwischen haben die Einwanderer hart gearbeitet, um die Wildnis urbar zu machen und sich eine Existenz zu schaffen.
Das Dasein ist nicht einfach in diesem dünn besiedelten Teil Mexikos. Walther treibt Handel mit den Indianern, sogar mit Po’ha-bet’chy, der zum Stamm der gefürchteten Komantschen gehört. Seine vorurteilsfreie Haltung und seine Ehrlichkeit zahlen sich aus, als Gisela ihr Kind zur Welt bringt, und es nicht stillen kann. Weiterlesen
Lyndsay Faye: Der Teufel von New York
Es handelt sich hier zweifellos um einen historischen Roman, auch wenn er mit so ziemlich allen Konventionen bricht, die sich für den historischen Roman eingebürgert haben. Herausgekommen ist ein richtig spannendes Buch, das sich unglaublich flüssig wegliest.
Gebrochene Konvention Nummer 1: Handlungsort New York. Da spielen nicht unbedingt die klassischen historischen Romane, wenn schon Amerika dann aber doch bitte mit Cowboys oder doch wenigstens mit Bürgerkriegshelden und der Sklavereiproblematik. Nichts von alledem kommt in diesem Buch vor, dafür bekommt der Leser einen liebevollen und detailreichen Einblick in das New Yorker Leben des Jahres 1845. Schon im Klappentext steht, dass es um mehrfachen Kindermord geht und nach den ersten Seiten glaubt man durchaus, dass es in dieser Stadt zu dieser Zeit einen Serienkiller geben könnte, der es auf Kinder abgesehen hat. Weiterlesen
Jürgen Seidel: Der Krieg und das Mädchen
Das Deutsche Reich im Sommer 1914: Der Krieg liegt in der Luft und man bekommt ihn überall zu spüren. Sei es zwischen den halbstarken Jungs, die mit Gewehren üben und vom Schützengraben träumen, oder in den Parolen, die zwischen allen Menschen die Runde machen: Jeder Brit‘ ein Tritt. Jeder Russ‘ ein Schuss. Jeder Stoß ein Franzos‘. Auch die 16-jährige Mila und ihr Freund Fritz bekommen dies immer wieder zu spüren. Ihr Vater war Franzose, ist zwar seit mehr als zwölf Jahren tot, sorgt aber immer noch dafür, dass sie und ihre Mutter aufgrund ihres französischen Namens schief angesehen werden. Als Fritz‘ Klasse zu einem Wochenendausflug an den Müggelsee aufbricht, folgt Mila ihnen guter Dinge und lernt in Sheena auf dem Weg sogar noch eine Freundin kennen! Weiterlesen
Carla Montero: Das Mädchen mit den Smaragdaugen
Als die Kunsthistorikerin Ana von ihrem Partner einen Brief in die Hand gedrückt bekommt, der 1942 geschrieben wurde, kann sie noch nicht ahnen, dass dieser Brief ihr Leben und ihre Sichtweise verändern wird. Sie beginnt auf sein Drängen hin zu recherchieren, was sie über den SS-Sturmbannführer Georg von Bergheim finden kann. Ihre Suche führt sie schnell zu der Jüdin Sarah Bauer und einem Gemälde von unschätzbarem Wert. Sie trifft aber auch eine Liebe gegen jedes Gesetz des Reiches, die zwischen einer Jüdin und einem SS-Mann. Weiterlesen
Charlotte Roth: Als wir unsterblich waren
November 1989. Was unmöglich schien, geschieht. Die Mauer fällt. und in Berlin strömen Menschen aus Ost und West aufeinander zu, die ganze Stadt ist im Freudentaumel. Die Studentin Alex wird eher unfreiwillig von ihrer Freundin mitgeschleppt, sie verlieren sich im Gewühl und Alex, die Änstliche, die in Menschenmengen zu Panikattacken neigt, kippt um – direkt in die Arme eines jungen Mannes. Ist es ihr ungewöhnliches Kennenlernen oder Schicksal, aber sie können nicht voneinander lassen und schaffen sich einen Kokon der Stille in dieser turbulenten Zeit.
Alex, die bei ihrer Oma aufwächst, kann es kaum erwarten, Momi die Liebe ihres Lebens vorzustellen. Weiterlesen
David Safier: 28 Tage lang
Polen, 1942: Die Jüdin Mira schmuggelt Lebensmittel, um ihre kleine Familie zu ernähren. Immer wieder bringt sie sich in Gefahr, verhaftet zu werden – und entkommt. Doch dann beginnen so genannte „Umsiedelungen“ der Juden in den Osten und was erst nur Gerüchte sind, wird allmählich zur bitteren unumgänglichen Wahrheit: Diese Umsiedelungen sind der sichere Weg in den Tod. Mira schließt sich wild entschlossen dem jüdischen Widerstand an.
Was für ein Mensch willst du sein? Diese Frage stellt sich Mira im Laufe der Geschichte immer und immer wieder. Besonders wenn es brenzlig wird und sie nicht mehr weiß, wie sie handeln soll. Weiterlesen
Andrea Schacht: Triumph des Himmels
Frankreich, 1925: Von Paris bis Berlin, eine reizvolle Rallyestrecke ist ausgeschrieben und weckt das Interesse unterschiedlichster Persönlichkeiten. Mac und sein Gehilfe Hans wollen mit ihrem Ford T daran teilnehmen, denn Mac wittert im Anschluss an die Rallye einen Posten bei dem Autohersteller. Reporterin Emmalou glaubt durch Rallye endlich an ihren journalistischen Durchbruch. Nie wieder von Frauen hinterm Herd und Fleckentfernung schreiben! Sie setzt sich in den Kopf, die Rallye mit einem Flugzeug aus der Luft zu begleiten. Weiterlesen
Nicole Steyer: Das Pestkind
Rosenheim, zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges.
Marianne lebt als Ziehtochter bei der Witwe Hedwig Thaler, der Brauereiwirtin, und deren zurückgebliebenem Sohn Anderl. Die Thalerin hat Marianne als Kleinkind aufgenommen, als sie die einzige Überlebende einer Pestwelle im Dorf Aibling war. Doch eine gute Mutter ist die Wirtin nicht, sie hasst ihren Sohn und hat nie ein freundliches Wort für ihre Ziehtochter gehabt. Marianne, das Pestkind, wie sie in Rosenheim genannt wird, verachtet und gefürchtet, sie steht im Ruf, Unglück über alle zu bringen.
Marianne fügt sich in ihr Schicksal und erwartet nichts als harte Arbeit vom Leben, denn wer wird sie, die Geächtete, je zur Frau nehmen wollen? Weiterlesen
Sabine Weiß: Hansetochter
1375 ist Lübeck eine der mächtigsten Hansestädte. Geschäfte mit England und Norwegen aber auch im Orient haben findige Kaufleute sehr reich und einflussreich gemacht. Der Kaufmann Konrad Vresdorp gehört zu diesem elitären Kreis, so dass er anlässlich Königs Waldemar Besuch in der ersten Reihe steht. Nach dem Empfang stirbt er unter mysteriösen Umständen. Konrads Testament bestimmt sowohl seinen Bruder Hartwig als auch einen befreundeten Kaufmann zum Vormund seiner beiden Kinder. Als der Onkel mit der eigenen Familie in das Haus des verstorbenen Bruders zieht, ist das behütete Leben im Reichtum für die fünfzehnjährige Henrike und den zwölfjährigen Simon Geschichte. Weiterlesen