„Die Teufelskrone“ ist der sechste, aber eigentlich der erste Band der Waringham-Saga. Es geht um zwei Brüderpaare, Yvain und Guillaume (die Namensgebung lässt mich rätseln, auf welchem der beiden Äste eigentlich Robins Zweig ruht, immer noch) of Waringham auf der einen Seite und John und Richard Plantagenet auf der anderen. Im Jahr 1193 ist Richard noch der kraftvolle Kriegerkönig und John der kleine Bruder, der zu Hause die Stange hält. Die Waringham-Brüder folgen nicht dem gleichen König. Guillaume zieht mit Richard ins Morgenland und Yvain wird Ritter in Johns Haushalt. Aber sie schwören sich, dass die Konflikte der Plantagnets niemals zwischen Ihnen stehen werden. Ein Schwur, der nicht immer leicht zu halten ist.
Es war wie nach Hause kommen. Vieles kommt bekannt vor und genau das macht den Reiz dieser Romane aus. Die Burg befindet sich im Umbau, das Gestüt existiert noch nicht, aber viele Namen aus dem Dorf sind bekannt. Ganz vieles, was den späteren Generationen selbstverständlich erscheint, wird gerade erst angelegt, wie der Rosengarten. Bei vielen Dingen, die im Hause Waringham geplant und eingeführt werden, wissen wir, wie es endet und das macht einfach Spaß. Yvain hat die Gabe, weiß es aber noch nicht und mit seiner Frau kommt auch die Hellsichtigkeit in die Familie. Ich rechne immer noch nach, ob es ihre Tochter oder doch eher die Enkelin ist, zu der Robin später seine eigene Tochter schickt. Vieles bleibt auch offen, so gibt es am Ende dieses Romans immer noch kein eigenes Gestüt, was mich auf mindestens noch einen Roman für die Zwischenzeit hoffen lässt. Weiterlesen


Der zweite Band der Pest-Saga hat mir deutlich besser gefallen, als der erste. Vielleicht liegt es daran, dass der Krimi-Anteil hier höher ist. Im September 1348 klingt die Pestwelle in England langsam ab. Lady Anne of Develish ist es nach dem Tod ihres Mannes erfolgreich gelungen, die Krankheit aus ihrer Burg fernzuhalten, durch rigorose Abschottung und Hygiene. Jetzt gehen langsam die Vorräte aus und sie muss sich Gedanken machen, wie sie an neue kommt. Ihr Verwalter, gleichzeitig Vertrauter und alter Freund Thaddeus macht sich auf die Reise. Da er als Leibeigener nicht weit kommen würde, erfindet Lady Anne für ihn einen Titel und eine Abstammung. Diese Strategie erweist sich als noch gefährlicher als gedacht, denn der eifersüchtige Ex-Verwalter ihres Mannes hat nichts eiligeres zu tun, als Thaddeus zu verraten.




