Derek B. Miller: Ein seltsamer Ort zum Sterben

ortMit 82 Jahren wagt der Jude Sheldon Horowitz noch einmal einen Umzug von den USA nach Oslo, um bei seiner Enkelin und deren Mann zu leben, denn die junge Frau bekommt ein Baby und er freut sich auf das Urenkelchen. Doch in Norwegen fühlt er sich nicht wohl und wehrt sich vor allem gegen das Schubladendenken seiner Angehörigen, die ihn für dement halten. Dement! Dass er nicht lacht! Die werden schon sehen … als eine Frau und ihr kleiner Junge unerwartet in der Wohnung landen, handelt Sheldon aus einer Kurzschlussreaktion heraus und taucht mit dem Kind unter. Wenig später ist die Frau tot und Sheldon mit dem Jungen verschwunden. Weiterlesen

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Angelika Klüssendorf: April

april„Das Mädchen“ aus dem gleichnamigen Roman von Angelika Klüssendorf, der 2011 erschien, ist erwachsen geworden. Im Roman „April“ erzählt die nun 55-jährige Autorin, die in der DDR aufgewachsen ist, die Fortsetzung der Geschichte dieses Mädchens, das in kargen, zerrütteten Verhältnissen in der DDR aufwuchs. Schon „Das Mädchen“ stand 2011 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis; mit April ist das Angelika Klüssendorf jetzt wieder geglückt.
April hat nun ein bisschen Glück im Leben. Das ehemalige Klau- und Heimkind kommt in eine Pflegefamilie, lernt endlich bessere Menschen als die zerrütteten Drogen- und Alkohol-Typen ihrer Jugend kennen. Und mit Hans als Ehemann scheint sie scheinbar im Glück zu sein und wird schwanger. Weiterlesen

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B.J. Novak: Cornflakes mit Johnny Depp

deppDer Amerikaner B.J. Novak, geboren 1979, scheint ein Alleskönner zu sein. Er hat nicht nur in den Hollywoodfilmen „Inglourious Basterds“, „Saving Mr. Banks“ und „The Amazing Spider-Man 2“ mitgespielt, sondern schreibt auch noch hervorragende Bücher. Die Geschichten in seiner Sammlung „Cornflakes mit Johnny Depp“ sind oft witzig, meist tiefsinnig, immer lesenswert.

In einer Geschichte wird Elvis Presley erst nach seinem vermeintlichen Tod glücklich. Statt wirklich zu sterben, verdingt er sich fortan als erfolgreiches Elvis-Double. Der Vorteil: Er ist den Druck los, der wirkliche Elvis sein zu müssen. Weiterlesen

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Johan Bargum: Septembernovelle

sepSeptembernovelle ist eine hintersinnige Geschichte, deren tiefere Bedeutung vielen Metaphern entspringt.
Der Autor John Bargum schildert darin die jeweilige Beziehung von Olof und Harald zu Elin, mit der beide einmal verheiratet waren. Von einer gemeinsamen Segeltörn der beiden Männer kehrt nur Olof allein zurück.

Im ersten Teil lesen wir die Schilderung des Bankers Olof gegenüber einem Kriminalbeamten über die Zeit, die er mit seiner Frau Elin verbracht hat und was sich zugetragen hat, als er mit Harald aufs Meer hinausfuhr. Weiterlesen

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Corina Bomann: Die Jasminschwestern

jasminAls ihr Freund nach einem Unfall ins Koma fällt, verkriecht sich Melanie bei ihrer Oma Marie und ihrer Urgroßmutter Hanna. Die weist Melanie an, den Dachboden aufzuräumen, damit sie auf andere Gedanken kommt, und das nicht ohne Hintergedanken. Denn die 96-jährige Hanna ist bereit einem anderen Menschen ihre komplette Lebensgeschichte zu erzählen, die in den 1920er Jahren in Vietnam ihren Anfang nimmt, als die Teenagerin mit ihrer besten Freundin vor einer arrangierten Ehe flieht. Ihr Lebensweg führt sie über zahlreiche Umwege von Hamburg nach Berlin und Paris. Melanie staunt nicht schlecht über das Erlebte ihrer Urgroßmutter und sieht auch ihre eigene Liebe in einem neuen Licht. Weiterlesen

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Andrea Camilleri: Mein Ein und Alles

meinErotisch sieht das Cover von Andrea Camilleris neuem Roman mit einer Bikinidame am Strand aus. Und es geht in dem Buch des 88-jährigen, italienischen Bestseller-Autors auch in erster Linie um eins: um Sex. Am Schluss entwickelt sich „Mein ein und alles“ zu einem kleinen Krimi.
Das „Ein und alles“ ist ein Rückzugsraum von Camilleris Heldin Arianna – eine Kabine in einer Strandbar, wo sie jeden Donnerstag auf eigenen Wunsch junge Männer zum Sex empfängt. Ihr 26 Jahre älterer Ehemann Giulio organisiert diese Treffen zusammen mit Strandbar-Wärter Franco; der 60-jährige Giulio ist nach einem Autounfall genitalverstümmelt. Weiterlesen

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Kerstin Preiwuß: Restwärme

rstEin eindringlicher Roman über etwas so Schwieriges und Widersprüchliches wie Heimatverbundenheit und Familienzugehörigkeit ist Kerstin Preiwuß mit „Restwärme“ gelungen.

Die Autorin, die 1980 selbst in einem kleinen Kaff in der mecklenburgischen Provinz geboren wurde, beschreibt aus der Ich-Perspektive eine junge Frau, die nach Jahren in ein solches Dorf zurückkehrt. Ihr Vater ist gestorben und sie verbringt einige Tage mit ihrem Bruder und ihrer Mutter im Haus ihrer Kindheit. Man ahnt, dass Kerstin Preiwuß vieles aus ihrer eigenen Vergangenheit für diese Geschichte verwendet hat. Weiterlesen

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Aude Le Corff: Bäume reisen nachts

audeSeit Monaten lässt die 8-jährige Manon niemanden an sich ran. Sie hat sich völlig in sich selbst zurückgezogen, sitzt im Garten unter einem Baum, spricht mit Tieren und liest ein Buch nach dem anderen. Ihr Nachbar Anatole ist bereits im fortgeschrittenen Alter und kämpft mit zunehmenden Einschränkungen. So ist es beispielsweise immer schwerer für ihn, die Wohnung zu verlassen. Doch Manons Schicksal berührt ihn und er versucht herauszufinden, was mit dem kleinen Mädchen passiert ist. Nicht lange hält sie damit hinter dem Berg, dass ihre Mutter eines Tages verschwunden ist. Sie hat der Familie, bestehend aus Manon und ihrem Vater, den Rücken gekehrt. Weiterlesen

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Anne Rüffer: Fräulein Franzen besucht das Glück

frauWas anfangs wie ein Verbrechen anmutet, entwickelt sich zu einer recht ungewöhnlichen Geschichte mit teilweise skurrilen Ausprägungen. Bei einer 54-jährigen Protagonistin, die Wert darauf legt, mit „Fräulein“ tituliert zu werden, ist dies aber auch nicht verwunderlich.

Fräulein Eva-Maria Franzen arbeitet bei der regionalen Tageszeitung, wo sie für die Traueranzeigen verantwortlich ist, denen sie in Zusammenarbeit mit den Hinterbliebenen eine ganz spezielle Note verleiht.
An einem Samstagmorgen entdeckt eine Wohnungsnachbarin Eva Maria Franzen schwer verletzt am Boden in ihrer Wohnung liegend. Weiterlesen

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Romain Puértolas: Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Ikea-Schrank feststeckte

roUm sich ein pumarote Nagelbett mit 15000 rostfreien Nägeln zu kaufen, reist der indische Fakir Ayarajmushee nach Paris. Er reist mit leichtem Gepäck, neben seinem Ausweis führt er nur eine trickreiche 100-Euro-Note mit sich, die sich mittels eines Nylonfadens wieder aus dem Geldbeutel des Bezahlten herausziehen lässt. Alles läuft gut, das Nagelbett kann bis zum nächsten Morgen geliefert werden. Um Geld für eine Übernachtung zu sparen, beschließt Ayarajmushee, bei IKEA zu übernachten und versteckt sich in einem Schrank. Aber genau dieser Schrank wird am Abend abtransportiert in ein englisches Möbelhaus. Mit brisantem Inhalt: einem Trickbetrüger mit Turban. Weiterlesen

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