Kit de Waal: Mein Name ist Leon

leonKit de Waal, britische Juristin mit irischer Mutter und karibischem Vater, legt mit „Mein Name ist Leon“ ihren ersten Roman vor. Für ihre Kurzgeschichten wurde sie zuvor mehrfach ausgezeichnet.

Das Debüt – erschienen bei Rowohlt POLARIS – verdient Aufmerksamkeit.
Leon, ein neunjähriger, dunkelhäutiger Junge, aus dessen Sicht Kit de Waal die Geschichte konsequent in Präsens schreibt, hat es richtig schwer: der Vater weg, die Mutter depressiv und der (Halb-) Bruder noch ein Baby. Leon kümmert sich so gut er kann um seine labile, kranke Mutter Carol und den gerade geborenen Jake, den er zunächst nur „das Baby“ nennt. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Lo Malinke: Alle müssen mit

alleAls ihr Opa gestorben ist, fährt Jule aus dem fernen Münster zurück nach Berlin, um sich mit ihrer Familie die Testamentseröffnung anzuhören. Ihre Familie, dazu zählen Mutter Ilse, Onkel Uwe und Onkel Klaus. Sonst niemand. Und die drei sind wie Feuer und Wasser, man kann sie kaum gemeinsam in einem Raum halten. Und deshalb fallen die vier aus allen Wolken, als der Notar verliest, dass sie gemeinsam mit dem polnischen Notargehilfen Krzysztof eine vorgegebene Route durch Polen bereisen sollen, um dort die Asche des Verstorbenen zu verstreuen. Erst dann können sie ihr Erbe antreten. Widerwillig begeben sich die drei Geschwister mit Jule und Krzysztof auf den Weg. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

John Darnielle: Wolf in White Van

wolfEin ungewöhnlicher und intensiver Roman ist dem Sänger der US-amerikanischen Band „The Mountain Goats“ gelungen. John Darnielle heißt der Autor, „Wolf in White Van“ sein Roman.

Geschrieben ist das Buch aus der Sicht eines jungen Mannes, der durch ein zunächst nicht näher beschriebenes Ereignis in der Vergangenheit sein Gesicht verloren hat. Es ist vollkommen entstellt und ruft Entsetzen bei allen hervor, die es erstmals sehen.  Deswegen verlässt Sean, so heißt der Mann, kaum seine Wohnung. Von dort aus managt er ein Brief-Fantasyspiel, einem Vorläufer der heutigen Online-Rollenspiele. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Daniel Woodrell: Tomatenrot

rotSammy hat schon seit langem eine schlechte Zeit. Und gerade sieht sein Leben besonders übel aus. Pleite und obdachlos lässt er sich von Freunden zu einem Einbruch bei Reichen überreden. Alle sind bekifft und betrunken. Letztendlich bricht nur Sammy ein und trinkt sich in der Villa besinnungslos. Dort wird er von zwei weiteren Einbrechern gefunden. Die Geschwister Jamalee und Jason nehmen ihn mit nach Venus Holler, einem Ort in einer Senke, wo die Ärmsten der Armen leben. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Juan Gabriel Vásquez: Die Reputation

repuFür Javier Mallarino wird eine Festveranstaltung organisiert. Dieser berühmte Karikaturist hat vierzig Jahre lang mit seinen Zeichnungen Einfluss auf die Politik genommen. Dabei gingen auch Karrieren zu Bruch. Auf dem Gipfel seiner Reputation scheint alles bestens zu laufen, sogar seine Exfrau fühlt sich wieder zu ihm hingezogen. Für den nächsten Tag haben sie sich verabredet. Doch dann lernt er eine junge Frau kennen, die unter Vorgabe falscher Angaben in sein Haus kommt. Sie spricht ihn auf ein zurückliegendes Ereignis an, das sowohl ihr Leben verändert als auch Javiers Macht vergrößert hat. Ohne Rücksicht hatte er damals seine Macht benutzt. Und heute, daran erinnert, betrachtet er sein Verhalten mit der ihm gewohnten Gründlichkeit, die nicht folgenlos bleiben kann. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Muriel Barbery: Das Leben der Elfen

barDie Romane von Muriel Barbery begeistern entweder total oder sie verstören. Nach ihrem Bestseller „Die Eleganz des Igels“ hat die Philosophie-Professorin nun ein Märchen geschrieben: „Das Leben der Elfen“ ist eine surreales Geschichte von zwei Mädchen, die von Elfen zusammengeführt werden. Maria ist ein Findelkind, spricht mit den Hasen und anderen Tieren und wächst auf einem Bauernhof auf. Clara ist eine Waise, die in einem Pfarrhaushalt groß wird und sehr schön Klavier spielt. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Homer Hickam: Albert muss nach Hause

albEinen Unterhaltungsroman im allerbesten Sinne legt der amerikanische Ingenieur und Schriftsteller Homer Hickam, der Jüngere, vor. Er beschreibt die aberwitzige Reise seiner Eltern in den 30er-Jahren mit einem Alligator und einem Hahn von West-Virginia nach Florida.

Weil Homer Hickam, der Ältere, nicht länger mit dem Alligator Albert unter einem Dach leben will, beschließen er und seine widerborstige Frau Elsie, das Tierchen in Florida freizulassen. Ein namenloser Hahn schließt sich dem Unternehmen an.
Doch bis es dazu kommt, haben die Vier jede Menge Abenteuer zu bestehen. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Peter Nichols: Die Sommer mit Lulu

sommerRückwärts erzählte Romane sind eine Kunst. Peter Nichols beherrscht sie. Seine nostalgische Liebesgeschichte „Die Sommer mit Lulu“ ist nicht nur ein Lob- und Abgesang auf die Insel Mallorca, sondern auch auf den Zauber der Liebe.
Durch den literarischen Kunstgriff der diametralen Chronologie entfalten Fehlentscheidungen und Missverständnisse eine enorme emotionale Wucht. Der Leser weiß um den unausweichlichen Fortgang der Handlung, die Beweggründe erschließen sich jedoch erst im Laufe der Zeit. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Robin Black: Porträt einer Ehe

Portraet einer Ehe von Robin BlackWas macht ein Seitensprung mit einer Ehe? Kann es gelingen, nach einem solchen Vorfall wieder Vertrauen zueinander aufzubauen? Und was passiert, wenn dieses Vertrauen erneut erschüttert wird? Mit solchen Fragen befasst sich der Debütroman der US-amerikanischen Schriftstellerin Robin Black. „Porträt einer Ehe“ heißt er.

Das Künstlerpaar Augusta „Gus“ und Owen lebt abgeschieden auf einem ländlichen Anwesen. Sie malt, er schreibt. Weil Gus vor Jahren fremdgegangen ist und den Seitensprung gebeichtet hat, liegt jedoch ein Schatten auf der Ehe, den das Paar im Alltag mehr oder weniger erfolgreich zu überspielen versteht. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Lauren Willig: Die fremde Schwester

lauDie Amerikanerin Lauren Willig deckt in ihren Büchern Familiengeheimnisse auf. In ihrem dritten Roman entdeckt Heldin Rachel nach dem Tod ihrer Mutter einen Zeitungsausschnitt mit einem Foto ihres Vaters, der gestorben sein soll, als Rachel vier Jahre alt war. Das war 1908.
Die junge Frau macht sich auf die Suche und lässt sich in Adelskreise in London einschleusen. Ihrer  Halbschwester Olivia begegnet Rachel und einem Klatschreporter. Und dann steht sie ihrem Vater gegenüber, und es taucht ein neues geheimnisvolles Papier auf. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten: