David Safier: Traumprinz

Man kann sich den perfekten Mann nicht nur backen, man kann ihn sich auch malen. Wenn man eine tibetanische Lederkladde klaut, die verzaubert ist und bei Missbrauch die ganze Welt zerstören kann. Und dann noch reinmalt. Diese Erfahrung macht jedenfalls die Comiczeichnerin Nellie, als sie am höchsten Punkt des Liebeskummers ihren Traumprinzen in die Kladde malt. Der steht am nächsten Morgen mitsamt Schwert vor ihrer Tür. Und versucht sich im modernen Berlin zurechtzufinden.

Jetzt ist ja weder der Versuch mittelalterliche Helden in die Jetztzeit zu transferieren noch das entkommen derselben aus Büchern in die Realität ein ganz neuer Gedanke. Weiterlesen

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Emma C. Moore: Finian Blue Summers

finianRayne ist 19 Jahre alt und hat noch nie einen Hamburger, geschweige denn etwas Ungesundes gegessen, hat noch nie auf einem Fahrrad gesessen oder einen Jungen geküsst. Eines hat sie ganz sicher schon getan: Violine gespielt vor einem Millionenpublikum. Doch auch das gehört der Vergangenheit an. Zurzeit befindet sich Rayne in einer teuren Privatklinik, da sie sich weigert, auch nur ein Wort zu sprechen. Hier trifft sie auf den Pfleger und angehenden Medizinstudenten Finian, dessen Interesse sofort geweckt ist. Er schafft es, zu der stummen Rayne durchzudringen und ihren sehnlichsten Wunsch ans Tageslicht zu kitzeln: Rayne möchte noch einmal das Haus ihrer Großmutter sehen. Dieses hat sie zwar geerbt, doch ihr Vater möchte es verkaufen. Finian und Rayne entschließen sich Hals über Kopf zu einer Reise. Weiterlesen

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Navid Kermani: Sozusagen Paris

parisNavid Kermani wurde 1967 in Siegen als Kind iranischer Eltern geboren und lebt heute in Köln. Er schreibt Romane und Sachbücher, Essays und Reportagen. 2015 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Sein Roman „Große Liebe“ aus dem Jahr 2014 und in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts spielend verknüpfte das titelgebende Thema mit Erzählungen aus der arabisch-persischen Mystik. Mit „Sozusagen Paris“, 2016 im Carl Hanser Verlag erschienen, hält der Lesende eine Art Fortsetzung in der Hand. Inzwischen sind 30 Jahre vergangen.

Ein Schriftsteller liest in einem Provinzstädtchen aus seinem Buch („Große Liebe“), das von seiner Jugendliebe handelt. Beim anschließenden Signieren tritt genau diese Frau an seinen Buchtisch, bittet ihn, das Buch „Aber nicht für Jutta“ zu signieren  und der Schriftsteller ist mehr als erstaunt und irritiert. Ist sie es wirklich? Noch immer attraktiv, anziehend, jedoch ohne die Zahnlücke aus seiner Erinnerung. Weiterlesen

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Petros Markaris: Der Tod des Odysseus

Nach dem Trojanischen Krieg irrte Odysseus zehn Jahre über das Meer, bis er auf Ithaka ankam. Den Figuren dieser Geschichtensammlung geht es ähnlich. Ein Athener Kommissar kämpft gegen Korruption und Arroganz. Griechischstämmige Türken suchen diesseits und jenseits des Bosporus nach ihrer Identität. Das moderne Hellas ist auf der Suche nach sich selbst – zwischen Flüchtlings- und Finanzkrise. Mal heiter, mal traurig, aber stets in wundervollen Bildern, beschreibt der Autor das Leben am südöstlichsten Rand unseres Kontinents.

Autor Petros Markaris, Sohn eines Armeniers und einer Griechen, wurde in Istanbul geboren, studierte einige Jahre in Wien und Stuttgart und lebt heute in Athen. Er ist ein moderner Odysseus, ein Grenzgänger zwischen Orient und Okzident. Weiterlesen

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Hera Lind: Die Sehnsuchtsfalle

sehnsuchtsfalleMit Rita Rosario, der Heldin aus Hera Linds neuem Tatsachenroman „Die Sehnsuchtsfalle“, hat man schon nach 60 Seiten Mitleid: Wie kann eine Frau nur so einfältig sein? Irgendwann fängt man beim Lesen dann doch an, diese chaotische Frau für ihr Durchhaltevermögen zu bewundern.

Kurz vor dem Abitur verliebt sich Rita in einen Afrikaner, wird schwanger von ihm, der Student verlässt sie, Rita schlägt sich mit Aushilfsjobs durchs Leben. In ihrem Elternhaus war sie vorher das Aschenputtel, das die beiden Brüder, Nesthäkchen Tanja und die Mutter bedienen musste. Rita bricht mit der Familie, wandert später mit ihrem kleinen Jungen nach Spanien aus, eröffnet dort eine Bar, fällt wieder auf die falschen Männer herein. Weiterlesen

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Karl Ove Knausgård: Das Amerika der Seele

Das Amerika der Seele von Karl Ove KnausgardDas Amerika der Seele ist eines von achtzehn Essays, in denen Karl Ove Knausgård seine Betrachtungen auf elementare Themen des Lebens  konzentriert.     

Dabei hinterfragt und enthüllt er das menschliche Dasein mit wertfreien Antworten. Knausgårds Weltanschauung setzt sich mit dem Bewusstsein auseinander, mit der Wandelbarkeit des Lebens, mit vertrauten Formen die irgendwann verändert erscheinen, mit Kunst, mit Materie und Kräften, mit Zeitspannen, mit der Wirklichkeitswahrnehmung, mit Beobachtungen und laufenden Entstehungsprozessen der Natur… Weiterlesen

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Matthias Brandt: Raumpatrouille

raumpatroullieSchönes Buch. Viel Kindheitserinnerung aus einer Zeit in der ich auch groß geworden bin. Nun war mein Vater nicht Kanzler, aber eben Vater. Und wie Väter dieser Generation, in vielerlei Hinsicht psychisch labil, angegriffen. Geprägt von den Wirren der Zeit, vor, während und nach dem tausendjährigem Reich. Manchmal sprachlos, unnahbar fern. Nicht unbedingt wegen fehlender Liebe, eher wegen aufgebrauchter Empathie. Immerhin brachte es Willy doch noch zum wichtigsten Politiker dieser Zeit, eben zum Bundeskanzler.  Das ist für eine Kindheit nicht unbedingt schön. Aber Matthias, der einzige Sohn von Willy und Rut Brandt, macht tatsächlich das Beste daraus. Er benennt die gleichen Startschwierigkeiten ins Leben, ob es um die Schule ging, um den Sportverein oder ganz einfach die Suche nach Vertrauen und Freunde. Weiterlesen

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Tomi Ungerer: Das Kamasutra der Frösche

kamasutraSex und Humor – geht das zusammen?  Und wie! Einen provokativ-kreativen Weg zeigt Tomi Ungerer in seinem Büchlein „Das Kamasutra der Frösche“ auf. Wer subtile Zweideutigkeiten bevorzugt, sei hiermit vorgewarnt. In diesem Buch geht es EINdeutig zur Sache! Akrobatisch offensiv turnen die Amphibien in witzigen Cartoons durch die verschiedensten Positionen des Kamasutras. Dazu werden passende Orginalzitate aus den indischen Schriften hinzugefügt. Ein reizvolles Wechselspiel, das die Freizügigkeit mancher Leser vor ungeahnte Prüfungen stellen wird. Wer sich auf den Humor des Autors einlässt, kann sich daraus einen sexy Spaß machen! Weiterlesen

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Hartmuth Malorny: Erntedankfest

ernteWeil sie nur gemeinsam den Kaufpreis aufbringen können, erwerben ein Mann und eine Frau, die sich vorher gar nicht kannten, eine heruntergekommene Bruchbude mit großem Garten irgendwo in einem namenlosen Kaff. Die beiden werden ein Paar, sanieren Haus und Hof notdürftig und widmen sich dem Marihuana-Anbau und der Herstellung von Likören. Beides verkaufen sie im Dorf und halten sich so und mit dem Schreiben von journalistischen Artikeln – knapp – über Wasser.

Der 1959 geborene Autor Hartmuth Malorny bleibt im neuen Roman seinem angenehm lakonischen und unaufgeregten Stil treu, den er zuletzt in „Begegnung in Turin“ (2015) gepflegt hat. Weiterlesen

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Helen Fielding: Bridget Jones‘ Baby

Bridget Jones Baby von Helen FieldingNach „Schokolade zum Frühstück“ und „Am Rande des Wahnsinns“ ist auch dritte Teil von Helen Fieldings Bridget-Jones-Serie fürs Kino verfilmt worden:  „Bridget Jones‘ Baby“  ist das Buch zum Film.

Der Roman ist ein Tagebuch von Bridgets erster Schwangerschaft. Für ihren Sohn Billy geschrieben und wie gewohnt turbulent. Denn die Single-Frau ist innerhalb weniger Tage mit zwei Männern ins Bett gestiegen, mit ihrem Ex Mark und mit Daniel. Aber wer ist der Vater? Den Männern ist das egal, beide tragen sie auf Händen durch die Schwangerschaft und halten schließlich auch beide im Kreißsaal Händchen. Erst nach dem DNA-Test nach der Geburt steht ein Vater fest – und der andere ist heilfroh. Weiterlesen

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