Meir Shalev: Mein Wildgarten

Mein Gesamteindruck vorweg: Ein wunderbares Buch! Ich hatte größtes Vergnügen, es zu lesen. Geschrieben wurde es von Meir Shalev, der in Israel einer der bekanntesten und beliebtesten Romanciers ist. „Mein Wildgarten“ ist jedoch kein Roman, sondern eine Liebeserklärung Shalevs an seinen Garten mit all den Tieren und Pflanzen, die dort leben.

In fast fünfzig handlichen und sehr vergnüglich zu lesenden Kapiteln plaudert Shalev über Obstbäume, Anemonen, Wildbäume, Alpenveilchen und viele andere Pflanzen. Er erzählt von seinen Erlebnissen mit Ameisen, Blindmäusen, einem dummen Specht, aber auch mit Spinnen und Schlangen. Er philosophiert über die Geduld, die (nicht nur) ein Gärtner haben sollte, über das Barfußlaufen, Prokrastination und Spötteleien. Weiterlesen

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Christopher Lück: Emma, der Kaktus und ich

Self-fulfilling prophecy oder Schicksal? Gerd Gerthner verliebt sich in die Gärtnerin Emma, die im Botanischen Garten Berlin zeigt, was eine richtige Harke ist. Bislang kam Gerd weder im Studium noch beim Sex so richtig zum Zuge. Der liebenswerte Loser hat nicht einmal sein „Erstes Mal“ hinter sich gebracht. Bringt die coole Emma endlich die Wende? Eine amüsante literarische Mischung aus „American Pie“ und männlicher „Bridget Jones“.

Gerd Gerthner wohnt im hippen Berlin, ist selbst jedoch alles andere als hipp. Sein Studium zieht sich wie Kaugummi, die literarischen Ambitionen sind wenig von Erfolg gekrönt, auch der Auszug aus dem „Hotel Mama“ liegt noch in weiter Ferne. Traumtänzer Gerd ist ein Spätzünder, wie er im Buche steht. Weiterlesen

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Margaret Atwood: Das Herz kommt zuletzt

Die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood (Jahrgang 1939) ist die (Erzähl-) Meisterin der bedrohlichen Zukunftsszenarien („Dystopien“). Sie nimmt  politische und gesellschaftliche Entwicklungen einer nahen Zukunft in ihren teils absurden, teils gefährlichen Auswirkungen erzählerisch vorweg und zeichnet so ein eher düsteres Bild vom zukünftigen Leben auf der Erde. So wie in ihrem neuesten Roman „Das Herz kommt zuletzt“, der am 3. April 2017 in einer Übersetzung von Monika Baark im Berlin Verlag erschienen ist. Darin erleben Charmaine und Stan ihr persönliches Desaster. Nach der Wirtschafts- und Finanzkrise haben sie Haus, Jobs und Geld verloren und leben in ihrem Auto, einem „Dritte-Hand-Honda“, im Nordosten der Vereinigten Staaten von Amerika. Das Leben auf der Straße zerrt an ihren Nerven und ihrer Beziehung. Charmaine hat einen Job als Kellnerin in der Bar „PixelDust“, in der Drogendealer und Prostituierte verkehren, Stan bleibt arbeitslos. In ihrer Not muss Stan sich Geld von seinem zwielichtigen, kriminellen Bruder Conor leihen. Weiterlesen

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Georg M. Oswald: Alle, die du liebst

Georg M. Oswald, ein 53-jähriger deutscher Autor, lässt seine Hauptfigur, den Anwalt Hartmut Wilke, nach Kenia reisen. Dort trifft er seinen Sohn Erik, zu dem er nie ein besonders gutes Verhältnis hatte.

Erik hat auf der (fiktiven) Insel Kiani für viel Geld eine Bar gekauft, die er seinem Vater nun stolz präsentieren möchte.

Doch auch Vater Hartmut hat gute Gründe, zumindest vorübergehend eine Auszeit von Deutschland zu nehmen. Beruflich hat er eine Steuerhinterziehungsklage am Hals, privat einen schlimmen Scheidungskrieg mit seiner Exfrau Clara. Doch der Trip, auf dem Hartmut von seiner 20 Jahre jüngeren Freundin Ines begleitet wird, scheint ein Erfolg zu werden … Weiterlesen

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Heinz Strunk: Jürgen

Jürgen Dose ist das, was man einen „armen Willi“ nennt. Er lebt als Mittvierziger mit seiner bettlägerigen Mutter zusammen und arbeitet als Wärter in einer Tiefgarage. Sein bester Freund Bernd sitzt im Rollstuhl und ist meistens schlecht gelaunt.

Doch Jürgens größtes Problem sind die Frauen. Es will ihm einfach nicht gelingen, eine Partnerin zu finden. Er trifft sich mit einer Internetbekanntschaft, geht zum Speed-Dating und lässt sich schließlich auf ein teures Wochenende in Polen ein – weil die Frauen da angeblich leicht zu haben sind.

„Jürgen“ ist ein witziges Buch, und man fühlt mit dem armen Helden, der von einer Pleite in die nächste durchs Leben taumelt. Weiterlesen

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Nicholas Sparks: Seit du bei mir bist

Bislang hat Nicholas Sparks meist Bücher über die Liebe geschrieben. Darüber, wie zwei Menschen sich finden. In seinem neuen Roman „Seit Du bei mir bist“ geht es in erster Linie um erlöschende Liebe, um zwei Menschen, die sich verlieren. Und im letzten Drittel des gut 500 Seiten starken Melodrams um einen noch größeren Verlust. Um den Tod.

Der 35-jährige Russell steht auf der Glücksseite des Lebens. Er hat einen guten Job, ein nettes Haus und mit Vivienne eine hübsche Frau. Tochter London macht das Glück perfekt. Dann kriselt die Ehe, Vivienne wird zur unberechenbaren Frau – besonders dann, als Russell seinen Job kündigt und sich selbstständig machen will. Weiterlesen

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Jenny Offill: Amt für Mutmaßungen

Vom Verlieben, Entlieben und Wiederlieben beschreibt Jenny Offill die Stationen einer Beziehung in New York. Dabei beherrscht Jenny Offill die seltene Kunst, in wenigen Worten alles zu sagen. Sie reiht Momentaufnahmen, Gedanken und Dialoge aneinander. Jede dieser literarischen Szenen gleicht einem emotionalen Durchschuss. So hat schon lange niemand mehr über die Liebe in modernen Zeiten geschrieben.

Er macht Musik und arbeitet beim Radio, sie schreibt und arbeitet als Lehrerin und Ghostwriterin. Es scheint, als wären sie füreinander geschaffen. Sie sind verliebt, heiraten, bekommen ein Kind. Dann bricht das Leben über sie herein. Weiterlesen

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Adriana Altaras: Das Meer und ich waren im besten Alter

Adriana Altaras behandelt in ihrem neuen Buch private Begebenheiten wie auch aktuell politisches und vergangenes Zeitgeschehen. In smartem und zugleich profundem Plauderton macht sie uns mit ihrer Sicht auf die Welt und das Leben in 32 kurzen Episoden vertraut. Diese bereits in verschiedenen Medien veröffentlichten Beiträge entspringen zum einen Adriana Altaras‘ ureigenem Blickwinkel einer reifen Frau, zum anderen sind die Geschichten immer wieder mit ihren jüdischen Wurzeln verankert, was ihrem Erzählton eine besondere Nuance verleiht.

Der Buchtitel ist ein Satz aus dem Beitrag „Septembermeer“, in dem die Autorin mit ihren Füßen im Sand feststellt, dass auch sie sich, wie das Meer im Herbst, im dritten Quartal ihres Lebens befindet. – „Na und? Das Meer und ich waren im besten Alter. Weise, dabei herrlich entspannt.“ Weiterlesen

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Matthew Gallaway: Die Sache Metropolis

Was für ein tolles Debüt! Der New Yorker Autor Matthew Gallaway erzählt in seinem Romanerstling „Die Sache Metropolis“ eine Liebesgeschichte an die Musik und die Entstehungsgeschichte von Wagners Oper „Tristan und Isolde“. – Zwar etwas ausschweifend und mit vielen Zeitsprüngen, aber spannend. Und Gallaway verknüpft die Handlungsstränge am Schluss geschickt zu einem großen Panorama über die Musik in drei Akten.

Zu den Protagonisten gehören zwei Opernsänger: Lucien, der in der Uraufführung des „Tristan“ singt, und Maria, deren Durchbruch die Isolde an der Met ist. Weiterlesen

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David Foenkinos: Das geheime Leben des Monsieur Pick

In dem kleinen Kaff Crozon in der Bretagne gibt‘s eine Bibliothek für alle Romane, die nie einen Verlag gefunden haben. Eines Tages findet sich dort jedoch ein Meisterwerk, das fortan die gesamte Welt der Literatur in Aufregung und Verzückung versetzt.

Das ist der Ausgangspunkt in David Foenkinos Roman „Das geheime Leben des Monsieur Pick“. Und der Autor des Fundstücks ist in dem Dörfchen kein Unbekannter. Es ist der Pizzabäcker Henri Pick. Doch niemand kann sich vorstellen, dass er, den man niemals mit einem Buch in der Hand gesehen hat, wirklich in seiner knappen Freizeit heimlich einen Roman geschrieben haben soll. Weiterlesen

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