„Lieber Professor Glob, wir sind uns zwar nie begegnet, aber Sie haben mir einmal ein Buch gewidmet: mir, dreizehn von meinen Klassenkameradinnen und Ihrer Tochter. Das war vor über fünfzig Jahren, als ich jung war.“
So beginnt Anne Youngsons Briefroman „Das Versprechen, dich zu finden“, den Wibke Kuhn einfühlsam übersetzt hat. Nun ist Tina Hopgood, die Schreiberin dieser Zeilen, über 60 und hat vor Kurzem ihre beste Freundin Bella verloren. Mit ihr wollte sie ihr ganzes Leben lang von ihrer Heimat England nach Dänemark reisen, um den Tollund-Mann mit eigenen Augen zu sehen – eine vermutlich über 2000 Jahre alte, perfekt konservierte Leiche, um die es in Professor Globs Buch geht.
Doch diesen Traum konnten die beiden nicht verwirklichen. Nie schien der richtige Zeitpunkt, dafür gekommen zu sein. Nun sitzt Tina auf ihrem Bauernhof in East Anglia und beginnt, über ihr Leben und die verpassten Chancen nachzudenken. Sie schreibt darüber an Professor Glob, ohne wirklich eine Antwort zu erwarten. Doch nur wenige Wochen später erhält sie einen Brief vom Kurator des Silkeborg Museums Anders Larsen, der ihr nicht nur mitteilt, dass Professor Glob schon vor einiger Zeit verstorben ist, sondern auch tatsächlich auf ihre Fragen und Gedanken eingeht. Weiterlesen





Tom ist ein Mann, der einen guten Job in einer Nachrichtenagentur hat und seine Frau Helen und seine beiden dreijährigen Zwillingstöchter über alles liebt. Doch er hat ein gut gehütetes Geheimnis: Mit seiner ehemaligen Chefin Donna hat er eine weitere Tochter, an der er ebenfalls sehr hängt. Nun droht Donna, von der amerikanischen Ostküste nach London zu ziehen, was für Tom die Beziehung zu seinem unehelichen Kind beenden würde. Schwierige Entscheidungen stehen an.
Der 1970 geborene deutsche Autor Andreas Merkel wagt in seinem neuen Roman „Mein Leben als Tennisroman“ ein literarisches Experiment. Er verquickt zwei Erzählebenen miteinander. Vordergründig geht es um den Ich-Erzähler Arthur Wilkow, der mit seiner Idee hadert, einen Roman über Tennis zu schreiben. Er kommt nicht voran, hat Schreiblockaden, Auseinandersetzungen mit seiner Lektorin und ist meist im Unreinen mit seinem Vorhaben. Weil es bei diesem schreibenden Wilkow einige Parallelen zu Andreas Merkel gibt, darf man wohl davon ausgehen, dass es sich um eine Art Alter Ego handelt.
Ein sehr trauriges Buch. Aber verdammt gut. Salisbury ist der Ort in England in dem sich nicht nur die besagten Flüsse treffen, sondern es ist auch der Ort eines Mopedunfalls. Dieses Geschehen wird von unterschiedlichsten Menschen gesehen, erlebt, bewertet oder sogar herbeigeführt. Fünf Schicksale kollidieren, und alle gehen einen eigentümlich nah.