Gabriele Weingartner: Die Hunde im Souterrain

hundNachdem Felice eine Kiste mit alten Schriftstücken in die Hände geraten ist, will sie endlich die Vergangenheit bewältigen und wissen, warum Ulrichs Leben vor Jahren, als sie beide noch zusammen waren, eine so tragische Wende genommen hat.
Felice nimmt das Angebot ihrer Freundin Sue an, die sie seit zwanzig Jahren nicht mehr gesehen hat, und fliegt zu ihr nach New York, wo sie sich in Sues Wohnung einquartieren kann.

Damals, in den Siebzigern, als Felice und Ulrich ein Paar waren, war sie Studentin und er junger Professor. Zusammen verschlug es die beiden von Berlin für längere Zeit an die amerikanische Ostküste nach Boston. Weiterlesen

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Jörg Magenau: Schmidt – Lenz: Geschichte einer Freundschaft

jahrLänger als ein halbes Jahrhundert waren Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt (Jahrgang 1918) und Schriftsteller Siegfried Lenz (Jahrgang 1926) eng befreundet. Auch für den Politiker war der Tod des Freundes ein großer Schock. Germanist und Journalist Jörg Magenau hat die Geschichte einer Freundschaft im Buch „Schmidt – Lenz“ mit Briefen, Ausschnitten aus Interviews und Gesprächen im hochinteressanten Buch „Schmidt – Lenz“ dokumentiert.
Gedanken an den Tod
„Er ist ein großartiger Geschichtenerzähler, in dem der Philosoph verborgen bleibt“, hat Schmidt den vielen Lenz-Fans aus der Seele geschrieben. Seine Ehefrau Loki, die 2010 starb, hat ihre Briefe an Lenz stets mit Zeichnungen von Lieblingspflanzen dekoriert. Mit ihr sprach Lenz gerne über die Natur. Weiterlesen

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Tom Rachman: Aufstieg und Fall großer Mächte

rachEin Herz für all jene, die nicht dem Mainstream oder einer großen beruflichen Karriere nachjagen, beweist der britisch-kanadische Journalist und Autor Tom Rachman in seinem Roman „Aufstieg und Fall großer Mächte“.

Im Mittelpunkt steht die sympathische Tooly, die der Leser abwechselnd in drei verschiedenen Stadien ihres Lebens begleitet: als Kind, als junge Erwachsene und als 30-jährige Frau, die einen antiquarischen Buchladen in Wales besitzt, der nichts einbringt. Weiterlesen

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Roman Rausch: Die letzte Jüdin von Würzburg

rauschStraßburg, 1349: Landesweit kommt es zu Unruhen und Aufstände gegen die jüdische Bevölkerung. Sie stehen im Angesicht der Pest als Brunnenvergifter dar und müssen überall um ihr Leben fürchten. Als die Unruhen auch Straßburg erreichen will Jaelle mit ihrem Vater fliehen. Doch die Flucht misslingt und er wird mit einigen Mitbürgern getötet. Nur Jaelle überlebt und versucht, sich auf seinen Rat hin nach Würzburg durchzuschlagen. Das gelingt ihr allerdings nur, wenn sie in die Rolle des jungen Mannes Johan schlüpft und sich zudem als Christ ausgibt. Der angesehene Würzburger Michael de Leone, auch der Löwe genannt, nimmt sich ihrer an und bringt sie in die Rettung verheißende Stadt. Er bietet ihr einen Job als Schreiber an, als er von ihren Talenten erfährt. Nur zögernd nimmt Jaelle an und bringt sich damit in eine gefährliche Position. Weiterlesen

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Hans Rath: Manchmal ist der Teufel auch nur ein Mensch

teufelJakob Jacobi ist Psychotherapeut. Und als solcher Wissenschaftler. Als er Besuch von dem hartnäckigen Anton Auerbach bekommt, der unbedingt seine Seele kaufen will – um beinahe jeden Preis. Denn Jakobs Seele ist für den Teufel – der Auerbach zu sein behauptet – besonders wertvoll, denn Gott hat sie berührt. Gott, Teufel? Jakob denkt eher an schwer gestörte Menschen, an Patienten mit Wahnvorstellungen. So hat er es gehalten, als sich damals Baumann als Gott vorstellte und so gedenkt er es auch zu halten, als jetzt Auerbach als Teufel auftaucht. Aber der ist hartnäckig, erhöht das Angebot, misch sich sehr aktiv in Jacobs Leben ein und verschont auch sein Umfeld nicht. Weiterlesen

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Emmy Laybourne: Monument 14: Die Flucht

monZwölf Tage sind vergangen, seitdem die Gruppe Jugendlicher bei einer Chemiekatastrophe in das Einkaufszentrum von Monument eingeschlossen wurde. Einige der Kids haben beschlossen, Hilfe zu holen und fahren mit dem ramponierten Bus zum Flughafen in Denver. Dean bleibt mit Astrid und den Kleinen Caroline, Henry und Chloe im Greenway Einkaufszentrum. Auch weiterhin ist ihr Aufenthalt dort nicht von Langeweile gezeichnet. Immer wieder gelangt verseuchte Luft in die Räume, die dazu führt, dass die Jugendlichen mit Blutgruppe B, unter ihnen Dean, zu wahren Monstern werden. Auch wollen immer wieder andere Menschen von außen in das Einkaufsparadies gelangen. Wie lange können Dean und Astrid ihnen noch standhalten? Weiterlesen

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Hanna Johansen: Der Herbst, in dem ich Klavier spielen lernte

Eigenhannatlich will Hanna Klavier spielen lernen. Aber weil es mühsam ist, ungeübte Finger in G-Dur zu pressen, beginnt die Ich-Erzählerin von Hanna Johansens Roman „Der Herbst, in dem ich Klavier spielen lernte“ sich zu erinnern. Mit dem Buch ist der 75-jährigen Autorin aus Bremen eine ungewöhnliche Biografie gelungen.
Über drei Monate erinnert sich Hanna an den Tod der Großeltern, den Selbstmord des Vaters, die Krebserkrankung der Mutter, Kindheit im Krieg und Jugend in der Nachkriegszeit. Der Roman liest sich wie ein Tagebuch, erzählt, wie das Mädchen Rad fahren Schlittschuh laufen und Fotografieren lernt. Nur Klavierspielen kommt später.

Hanna Johansen: Der Herbst, in dem ich Klavier spielen lernte.
Doerlemann, September 2014.
340 Seiten, Gebundene Ausgabe, 24,90 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Robert Muchamore: Rock War – Unter Strom, gelesen von Patrick Mölleken

rock„Rock War. Unter Strom“ ist der Auftakt einer neuen Jugendbuchreihe des „Top Secret“-Autors Robert Muchamore. Sie erzählt die Geschichte dreier Jugendlicher und ihren Weg zur Musik: Jay, der Gitarre spielt und Songs schreibt, dessen Großfamilie sowie ein miserabler Drummer jedoch seinen großen Traum Rockstar zu werden arg behindern; Summer, die mit ihrer asthmakranken Großmutter in ärmlichen Verhältnissen lebt und durch Zufall – wegen eines Rauswurfs aus dem Unterricht – als Sängerin einer Mädchenband éntdeckt wird und Dylan, der Sohn eines wohlhabenden und Prominenten Rockmusikers. Weiterlesen

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Joyce Carol Oates: Die Verfluchten

oatWer sich nach dem Lesen des Klappentextes eine richtig schöne Gruselgeschichte erhofft hatte, wird zumindest teilweise enttäuscht: „Die Verfluchten“ der großen alten Dame der US-amerikanischen Literatur, Joyce Carol Oates, ist zugleich eine zuweilen unangenehm redselige Klatschgeschichte aus dem Princeton (New Jersey) in den Jahren 1905 und 06 sowie ein Abriss über das sozialistische Wirken des Schriftstellers Upton Sinclair. Die so unterschiedlichen Buchteile passen nicht besonders gut zusammen. Weiterlesen

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Olga Grjasnowa: Die juristische Unschärfe einer Ehe

Die 25-jährige Ballerina Leyla erlebt in Baku ihre Stunde „Null“. Eben hat sie noch mit den gelangweilten Söhnen und Töchtern der Superreichen Partys gefeieehert und ist mit ihnen private Rennen gefahren, bei denen auch schon einmal jemand sein Leben verlor, und nun sitzt sie im Verhörzimmer der Polizei, wo sie der handfesten Befragung ausgesetzt ist. Mit Schmerzen kennt sich Leyla aus. Wer wie sie von klein auf Ballett tanzt, hat den Schmerz in seinem Leben angenommen, bis er wie das Atmen dazugehört. Die Schmerzen bei der Misshandlung sind jedoch andere, völlig neue. Nachdem ihr Mann Altay die richtigen Beamten bestochen hat, wird Leyla freigelassen. Doch die Familie bietet keinen langanhaltenden Schutz. Leyla muss mit ihrer Geliebten verschwinden. Die Liebe und ein intensiv gelebtes Leben sind auf dieser Reise genau so zu überdenken wie das Arrangement ihrer Ehe mit Altay. Weiterlesen

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