Richard Ford: Frank

frankWie schön: Frank Bascombe ist wieder da! – jener leicht zynische Alltagsheld, der nun schon im vierten Roman des Amerikaners Richard Ford die Hauptfigur gibt.

Schlicht „Frank“ heißt das neue nur 224 Seiten dünne und wieder von Frank Heibert übersetzte Büchlein, in dem Bascombe einige Menschen wiedertrifft, die in seiner Vergangenheit eine Rolle gespielt haben: einen Mann, dem er einst sein Strandhaus verkaufte, das nun aber vom Hurrikan Sandy zerstört worden ist, seine Ex-Frau Ann, die an Parkinson leidend in einem Seniorenheim lebt, und einen alten Freund, der ihm auf dem Sterbebett ein unschönes Geheimnis anvertraut. Und dann gibt‘s noch eine unerwartete Besucherin, die Bascombe eine Horrorgeschichte erzählt … Weiterlesen

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Siegfried Lenz: Das Wettangeln

angelBis kurz vor seinem Tod vor fast einem Jahr hat Siegfried Lenz an seiner Erzählung „Das Wettangeln“ geschrieben. Zum ersten Todestag ist die Kurzgeschichte als letztes Geschenk des großen Erzählers an die Leser erschienen. Die liebevolle Gestaltung des kleinen Büchleins mit Illustrationen von Nikolaus Heidelbach erinnert an Lenz‘ Buch „Leute von Hamburg“, das an seinem Todestag erschienen ist. Weiterlesen

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Stephen King: Finderlohn

kingMr. Mercedes ist gefasst – naja, sagen wir mal „ruhiggestellt“, denn der dämmert nach Hollys Schlag mit der Schraubensocke in einem Krankenhaus vor sich hin. Aber sein Tun hat Spuren hinterlassen. Zum Beispiel in der Familie von Pete Saubers. Dessen Vater war eines der Opfer, die der Mercedes in Band 1 umgemäht hat. Er hat überlebt, aber jetzt war er nicht nur arbeitslos, sondern auch noch schwer verletzt. Jegliche Finanzierungsplanung der Familie geht endgültig den Bach runter und die ständigen Streitereien ums Geld scheinen in einer Scheidung zu münden. Da findet Pete einen Koffer, der nicht nur sehr viel Geld in Scheinen enthält, sondern auch sehr viele vollgeschriebene Notizbücher. Weiterlesen

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Willy Vlautin: Die Freien

wilyEin Buch aus Amerika zieht den Leser auf der ersten Seite in seinen Bann und lässt ihn bis zum Ende nicht mehr los: Willy Vlautins „Die Freien“.

Der 1967 geborene Sänger (der Folkrockband Richmond Fontaine), Songschreiber und Autor hat ein Herz für die einfachen Menschen, die eher am unteren Ende der amerikanischen Gesellschaftsskala stehen. Sie müssen kämpfen, um über die Runden zu kommen. Weiterlesen

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Fredrik Backman: Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid, gelesen von Heikko Deutschmann

omaIch bin ehrlich zwiegespalten über dieses Hörbuch. Auf der einen Seite hat es mir der trockene Humor wieder gefallen, mit dem Fredrik Backman schon in „Ein Mann namens Ove“ die skurrilen Gestalten in unserem Alltag darstellt und herausstellt. Auf der anderen Seite fand ich das Hörbuch aber auch tieftraurig. Denn es geht nicht nur um Elsa, die beinahe achtjährige, die ohnehin ein schwieriges Leben hat, weil sie als „besonderes“ Kind gilt, sondern es geht auch um Tod und Verlust. Ich hab drei Anläufe gebraucht, bis ich das zu Ende hören konnte. Weiterlesen

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Jonathan Stroud: Lockwood & Co. 03: Die raunende Maske

lockLondon hat ein Problem. Nun ja, England hat ja schon seit Jahrzehnten dieses „Problem“, aber in London, genauer gesagt in einem Viertel in der Mitte Londons, scheint es jetzt zu eskalieren. Scharen von Geistern tauchen dort auf und halten alle Agenturen in Trab. Zu Anthony Lockwoods Gram wird jedoch ausgerechnet seine Agentur nicht hinzugezogen, zählt sie doch immer noch nicht zu den „großen“ Agenturen. Trotzdem sind sie gut beschäftigt, alle drei Mitarbeiter bekommen zu wenig Schlaf und zu wenig Gelegenheit, sich auf Einsätze vorzubereiten und der Haushalt leidet. Deswegen wird Molly eingestellt. Molly ist das perfekte Gegenstück zu Lucy und Lucy weiß das auch. Immer wie aus dem Ei gepellt, organisiert, eifrig und auch noch hübsch – Lucy hasst sie vom ersten Tag an. Weiterlesen

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Gabrielle Zevin: Die Widerspenstigkeit des Glücks

guckA.J. ist der einzige Buchhändler auf Alice Island und hat gerade sein wertvollstes Buch gestohlen bekommen, als er quasi im Austausch ein zweijähriges Kleinkind in seiner mehr als dürftigen Kinderbuchabteilung findet. Die kleine Maya trägt einen Zettel bei sich, auf dem klar wird, dass sie nicht versehentlich vergessen wurde, sondern von ihrer Mutter ganz bewusst an dieser Stelle ausgesetzt wurde, damit die Kleine ein wertvolles Leben in der Umgebung von Büchern führen kann. Doch A.J. ist keineswegs motiviert, das Kind zu behalten. Als Witwer und selbstständiger Buchhändler hat er schon so alle Hände voll zu tun. An dem Wochenende, an dem Maya und er auf die Frau vom Jugendamt müssen, erwärmt das Kind jedoch sein Herz. Weiterlesen

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Jax Miller: Freedom’s Child

freeEin junger Polizist stirbt. Seine Ehefrau steht unter Mordverdacht und muss im Laufe der Ermittlungen ihre Kinder zur Adoption frei geben. Weil es nach jahrelangen Ermittlungen noch immer keine konkreten Beweise für ihre Schuld gibt, wird sie freigesprochen. Doch die Familie des Ermordeten schwört Rache und will ihren Tod. Aus diesem Grund darf „Freedom“ ihr nacktes Überleben in ein Zeugenschutzprogramm retten.
Wenn frau alles im Leben verloren hat, bleibt nicht mehr viel. Weiterlesen

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Alejandro Guillermo Roemmers: Die Rückkehr des Prinzen

prinz72 Jahre nachdem der „Kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry auf seinen Planeten zurückgekehrt ist, schickt ihn der argentinische Autor Alejandro Guillermo Roemmers zurück auf die Erde. In „Die Rückkehr des Prinzen“ gabelt der Ich-Erzähler den Jugendlichen mit dem blauen Mantel am Straßenrand in Patagonien auf und reist mit ihm durch Argentinien.
Es entwickeln sich zwischen den beiden wunderbar philosophische Gespräche über das Leben, die Menschen, das Haben und Sein, die Liebe und das Glück. Weiterlesen

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Roz Chast: Können wir nicht über was anderes reden?: Meine Eltern und ich

elternWirklich ungetrübt war Roz Chasts Verhältnis zu ihren Eltern noch nie. Jetzt sind beide über 90 und bei einem der seltenen Besuche in ihrem Elternhaus muss Roz feststellen: sie können nicht mehr alleine Leben. Aber was kann die Lösung sein? Dort hinziehen will und kann sie auf keinen Fall, ein Heim? Eine Hilfskraft (die von den Eltern vehement und starrsinnig abgelehnt wird)? Es wäre alles einfacher, wenn man mit den Eltern darüber reden könnte, aber wie gesagt, wirklich gut war das Verhältnis nie. Weiterlesen

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