Alexa Hennig von Lange: Die Welt ist kein Ozean

weltDie 16-jährige Franzi hat sich für ihr zweiwöchiges Schulpraktikum eine Herausforderung gesucht. Sie will eben nicht in der Kanzlei ihres Vaters helfen oder andere völlig normale Jobs testen. Die örtliche Jugendpsychiatrie ist ihr Ziel. Vielleicht weil sie spürt, dass sie selbst ganz schön einen Knacks hat, fühlt sie sich von den Jugendlichen dort angezogen. Gleich am ersten Tag lernt sie den 18-jährigen Tucker kennen, der nach einem traumatischen Erlebnis kein Wort mehr spricht. Den ganzen Tag schwimmt und schwimmt er. Franzi fühlt sich spontan zu ihm hingezogen, obwohl sie genau weiß, dass sie als Praktikantin keine freundschaftliche Beziehung zu den Jugendlichen aufbauen soll. Weiterlesen

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Terry Pratchett: Die Krone des Schäfers

terryAls hätte man als junge Hexe nicht wirklich schon genug am Hals. Mit dem Kreideland, den dort lebenden Schäfern, ja und natürlich auch mit den Größten hat Tiffany Weh eigentlich schon so viel zu tun, dass ihr Tag immer viel zu wenig Stunden hat. Und dann soll sie auch noch das Revier einer Kollegin übernehmen, einen Lehrling, einen männlichen Lehrling (!) ausbilden, und als inoffizielle Anführerin aller Hexen wirken.

Da müsste sie sich eigentlich Dritteln, um die Kranken und Bedürftigen zu versorgen und zu trösten, den Sterbenden beizustehen – von den Fußnägeln alternder Männer wollen wir mal gar nicht sprechen – und Kindern auf die Scheibenwelt zu helfen. Dass sie dann noch von einigen alternden Kolleginnen angegiftet wird, macht ihr das Leben zwischen Totenbett und Wiege auf ihrem Hexenbesen hin- und herrasend auch nicht einfacher. Weiterlesen

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S. K. Tremayne: Eisige Schwestern

eisVor einem Jahr ist in Sarahs Familie das Unfassbare geschehen. Ihre damals 6-jährige eineiige Zwillingstochter Lydia ist von einer Balkonbrüstung gefallen und gestorben. In Trauer blieben Sarah, ihr Mann Angus und die andere Tochter Kirstie zurück. Doch nun müssen die Ereignisse von neuem aufgearbeitet werden, dann Kirstie behauptet steif und fest, dass sie Lydia sei und eigentlich Kirstie bei dem Unfall zu Tode gekommen sei. Sarah ist geschockt und kann nicht glauben, dass ihnen bei der Identifizierung des Kindes ein Fehler unterlaufen sein soll. Aber wie soll man keine Fehler machen, wenn sich diese beiden Zwillinge bis ins kleinste Detail gleichen? Weiterlesen

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Astrid Lindgren: Die Menschheit hat den Verstand verloren: Tagebücher 1939-1945

mescnhAstrid Lindgren (1909 – 2002) war noch keine Schriftstellerin, als sie zu Beginn des Zweiten Weltkrieges ein Tagebuch führte. Wie eine Chronistin beschrieb sie das Kriegsgeschehen und sammelte Zeitungsartikel, die im Buch abgebildet und übersetzt worden sind. Erkenntnisse aus ihrem »Schmuddeljob« bei der Briefzensur der Postkontrollanstalt ergänzten ihr Weltbild ebenso wie ihre täglichen Erfahrungen mit Lebensmittelmarken, kalter Wohnung im Winter und Ausgehverboten. Privates berichtet sie nur am Rande. Die Grausamkeiten des Krieges und das unnötige Töten so vieler unschuldiger Menschen lassen sie verzweifeln. Weiterlesen

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Karoline Adler: Schneefrei: Die schönsten Wintergeschichten

schneeWinterfreunde und Schneefeinde werden Spaß haben am Kurzgeschichtenband „Schneefrei“, in dem 22 Autoren von der Adventszeit und Silvester erzählen. Vom Krimi bis zur Liebesgeschichte ist alles dabei.
Der große Erzähler Siegfried Lenz ist mit einem Unfall beim Bleigießen in der Silvesternacht vertreten; Jan Weiler mit einer Geschichte vom Skifahren mit den Kindern in der Schweiz. Zu den schönsten Geschichten gehören die von Eugen Roth über Schneefreuden, wie sie früher waren und Alex Capus, der ins Paris des 18. Jahrhunderts entführt. Und Elke Heidenreich schreibt einen Brief an Alban und wandelt auf den Spuren von Komponisten in Wien. Schöne Geschichten zum Vorlesen an den Feiertagen sind alle Erzählungen.

Karoline Adler: Schneefrei: Die schönsten Wintergeschichten.
dtv, September 2015.
272 Seiten, Taschenbuch, 9,95 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Donna Leon: Commissario Brunetti 24: Endlich mein

meinDer allererste Fall für Donna Leons Commissario Brunetti, ließ den venezianischen Ermittler 1923 am Opernhaus „La Venice“ ermitteln. Und dieses „Venezianische Finale“ gehört immer noch zu den schönsten Brunetti-Krimis. Im 24. Fall knüpft die Bestseller-Autorin daran an.
„Endlich mein“ ist eine Art Fortsetzung des „Venezianischen Finale“. Sopranistin Flavia Petrelli ist wieder in der Stadt und inzwischen ein Weltstar. In Venedig singt sie die Titelrolle in Puccinis „Tosca“, bewundert von Brunetti, seiner Frau Paola, den Schwiegereltern und vielen anderen. Leider auch von einem Stalker. Der schickt gelbe Rosen, teuren Schmuck, stößt eine Gesangsstudentin von einer Brücke und überfällt Flavia Petrellis Freund. Weiterlesen

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Joseph Stieglitz: Reich und Arm: Die wachsende Ungleichheit in unserer Gesellschaft

Reich und Arm von Joseph StiglitzBereits mit seinem Bestseller „Der Preis der Ungleichheit“ hat sich der Autor mit der Spaltung unserer Gesellschaft in Reiche und Arme auseinandergesetzt.
In der Textsammlung „Reich und Arm“ analysiert Stieglitz, dass diese Ungleichheit kein Schicksal ist, sondern die Folge politischer Entscheidungen.
So kritisiert Stieglitz von Beginn seiner Analysen George W. Bush, dessen Reichtumspflege durch Steuerentlastung und Deregulierung in einer Monopol-Marktwirtschaft.
Weiterlesen

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Toni Jordan: Neun Tage

tageAlles beginnt mit einem Foto auf dem ein junges Paar auf dem überfüllten Bahnhof in Melbourne abgebildet ist: Er – ein Soldat, beugt sich weit aus dem Zugfenster. Sie – auf den Schultern eines anderen Mannes auf dem Bahnsteig, reckt sich dem Soldat entgegen. Es ist eine unter vielen Abschiedsszenen in der Zeit um den zweiten Weltkrieg. Doch genau diese Ablichtung in der Melbourner Tageszeitung inspirierte die Autorin Toni Jordan dazu, diesen Roman zu schreiben. Weiterlesen

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Doris Fischer: Kochen wie im Mittelalter

kcohEin Weihnachtsfestmahl, so wie es im Mittelalter aufgetischt wurde, möchte man heute nicht mehr servieren. Aber interessant ist es schon, wie damals gekocht wurde.
Doris Fischer erzählt das „Kochen wie im Mittelalter“ und erklärt, wie damals gekocht wurde, welche Gerichte, Tischwäsche, Nahrungsmittel und Bestecke es gab.
Das Sauerteig-Grundrezept kann man sicher vielfältig variieren. Und Anregungen in der Rezeptsammlung sind auch die Hanfsuppe, das Hühnchen mit Maisoße, Birnenbrot oder Krapfen. Ziemlich fett sind leider alle Gerichte, die die Autorin nach Jahreszeiten sortiert, beschreibt.
Tipps, wie man einen mittelalterlichen Küchengarten oder eine Lehmkochstelle anlegt, gibt es auch.

Doris Fischer: Kochen wie im Mittelalter.
Konrad Theiss, August 2015.
128 Seiten, Gebundene Ausgabe, 16,95 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Stefan Nink: Sonntags im Maskierten Waschbär

waschIn „Sonntags im maskierten Waschbär“ schickt Autor Stefan Nink seinen Helden Siebeneisen bereits auf die dritte Weltreise. Siebeneisen ist ein ehemaligen Lokalredakteur aus Oer-Erkenschwick, der sich mittlerweile zum Fachmann im Auffinden von allem Verschwundenen gemausert hat. „Donnerstags im Fetten Hecht“ und „Freitags in der Faulen Kobra“ hießen seine vorherigen Abenteuer. Weiterlesen

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