Hap und Leonard sind respektabel geworden. Ja, ich weiss, da runzeln sie jetzt die Stirn, die beiden Rednecks und plötzlich und unerwartet zu Stützen der Gesellschaft mutiert – da lachen ja die Hühner unter dem ausrangierten Pick-Up vor dem Trailer, aber immerhin haben unsere beiden Haudegen – mehr Hau als Degen – jetzt einen Job.
Bei ihrem Freund, dem Ex-Cop Marvin sind sie als Detektive angestellt, wenngleich der Begriff Schläger vielleicht zutreffender wäre. In ihrer ganz eigenen Art setzen sie ihren Klienten wie den Verfolgten zu, da darf dann ruhig auch einmal eine Kniescheibe dran glauben. Weiterlesen
Autor: Leselust Team
Andy Mulligan: Liquidator
Ein Energiegetränk »Liquidator« zu nennen, war vielleicht eine Idee aus der Marketingabteilung. Es verspricht, aus jedem Kind einen Sieger zu machen. Der Konzern, der dahinter steckt, plant eine gigantische Werbekampagne, die mit einem Konzert gekrönt wird. Ausgerechnet der weltberühmte Rockstar Snowy wird nach langer Pause wieder singen. Natürlich will jeder dahin. Und jeder trinkt »Liquidator«.
Vicky und ihre Freunde sollen in den letzten Tagen vor diesem legendären Konzert in verschiedenen Firmen Praktika absolvieren. Die Zwillinge Polly und Molly landen bei einer Zeitung, die nur Anzeigen druckt. Weiterlesen
Manuela Obermeier: Verletzung
Toni Stieglitz hatte Angst. Ach was Angst, Panik! Sie war vor ihm geflohen, hatte versucht ihre Spuren zu verwischen, aber er würde sie finden, würde ihr nie verzeihen und was das hieß, wusste sie. In ihrem Magen ballte sich ein Klumpen, an dem sie zu ersticken drohte. Alpträume raubten ihr den Schlaf. Sie machte endlose Umwege zu ihrem neuen Zimmer, um seiner Verfolgung zu entgehen, sie versuchte sich mit Alkohol vor dem Denken zu drücken, aber die Panik verließ sie nicht.
Sie könnte ihn anzeigen, aber wer würde ihr denn glauben, er war schließlich der beliebte, charmante und erfolgreiche Strahlemann Mike, der Kollege, der Kriminalkommissar. Weiterlesen
Polly Dugan: Wir zwei und der Himmel dazwischen
Dass der Feuerwehrmann Leo früh sterben würde, damit hat nie jemand gerechnet. Außer vielleicht er selbst. Denn schon Jahre vor seinem Unfalltod beim Skifahren hat er mit seinem besten Freund Garrett schriftlich eine Abmachung getroffen: Im Falle seines Ablebens solle Garrett sich um seine Familie, seine Frau Audrey und die Söhne, kümmern. Seitdem lag der zwischen ihnen geschlossene Vertrag in der Schublade. Doch als die Tragödie wahr wird, erinnert sich Garrett an sein Versprechen und opfert alles, damit es der Familie seines besten Freundes gut geht. Weiterlesen
Andrea Camilleri: Commissario Montalbano 18: Das Labyrinth der Spiegel
Mit „Das Labyrinth der Spiegel“ erscheint nunmehr der 18. Fall des Commissario Montalbano von Andrea Camilleri.
Und dieser Fall hat es in sich: Bombenattentate, Mordversuche, Morde, Liebesaffären, Drogengeschäfte und die Mafia. Camilleri schöpft aus dem vollen Krimirepertoire. Er lässt seinen, wie gewohnt souveränen, zuweilen mit dem Alter hadernden, Macho-Commissario Salvo Montalbano lange im Dunkeln tappen über Täter und Motive. Am Ende fallen dem Verwirrspiel zwei Menschen zum Opfer. Weiterlesen
Minette Walters: Der Keller
Muna ist eine Sklavin. Sie kennt es nicht anders: nachts wird sie in den dunklen fensterlosen Keller gesperrt und schläft nur auf einer Matratze, tags muss sie arbeiten. Seit acht Jahren lebt sie bei der Familie Songoli in Südengland. Sie darf nur ein paar Worte sprechen, muss alles tun, was von ihr verlangt wird und wird mit und ohne Grund von der jähzornigen Hausherrin geschlagen. Der Vater missbraucht sie, die Kinder sind grausam zu ihr, sie muss hungern, aber sie kennt es nicht anders. Und es würde immer so weiter gehen. Bis eines Tages der jüngste Sohn der Familie verschwindet. Die Eltern sind verzweifelt. Aber die Polizei darf nicht wissen, wie sie Muna behandeln. Alles wird besser. Denn Muna ist clever, und weiß mehr, als die Familie denkt. Und sie hat einen Plan und der geht über Leichen. Weiterlesen
George R. R. Martin: Die Flamme erlischt
Sie kennen Game of Thrones, die zurecht gefeierte TV-Serie, die in Punkt Einschaltquoten aber auch Komplexität und Ideenreichtum alle Rekorde sprengt?
Dann wissen Sie vielleicht auch, dass sich die Handlung der Reihe ein gewisser George R. R. Martin ausgedacht hat.
Wenn Sie aber gerade nicht, wie ich, zu einem älteren Semester gehören, dann werden Sie kaum auch nur ahnen, dass eben jener mittlerweile gefeierte Autor schon 1978 in Deutschland mit seinem Romanerstling debutierte. Zum Auftakt der damals neu lancierten, und von Martin-Freund und Agenten Werner Fuchs herausgegebenen Knaur SF Reihe erschien Martins „Die Flamme Erlischt“ zum ersten Mal auf Deutsch. Weiterlesen
Donna Leon: Commissario Brunetti 25: Ewige Jugend
Als „Brunettis Bravourstück“ wird der neue Krimi von Donna Leon angekündigt. Nun, der venezianische Fernseh- und Literaturliebling hat seit 1992 schon Fälle brillanter gelöst, aber „Ewige Jugend“ ist ein Jubiläumskrimi, der 25. Brunetti. Und um den zu lösen, gräbt der Ermittler tief in Erinnerungen.
Vor 15 Jahren hat jemand die Enkelin von Contessa Lando-Continui, eine Freundin von Brunettis Schwiegereltern, in einen Kanal gestoßen, in dem sie fast ertrunken wäre. Ein alkoholkranker Nachbar rette der Jugendlichen das Leben, aber seitdem lebt die junge Frau in „ewiger Jugend“, ist ein Mädchen geblieben. Der Alkoholiker konnte sich am nächsten Tag nicht mehr erinnern, ob er einen Mann gesehen hat, der Manuela gestoßen hat.
Früher war alles besser, zumindest für Guido Brunetti – auch Venedig, als noch weniger Touristen die Lagunenstadt überschwemmt haben. Donna Leon blickt in dem Jubiläumskrimi auch zurück auf die 24 Jahre, in denen sie den melancholischen Commissario durch die venezianischen Gassen schlendern lässt. Weiterlesen
Esther Freud: Mein Jahr mit Mr Mac
Das Jahr 1914 scheint ein ganz normales Jahr zu werden. Die Sommergäste verleben wie gewohnt ihre Ferien am Meer. Zu den Feriengästen gehört auch das Künstlerehepaar Mackintosh. Der dreizehnjährige Thomas ist von dem seltsamen Paar fasziniert. Besonders Mr Mac hat es ihm angetan, der gern allein und oft nachts mit einem Fernglas die Gegend erkundet. Während Mr Mac besondere Blumen malt und allmählich Thomas Vertrauen und Freundschaft gewinnt, bricht der Erste Weltkrieg aus. Das Leben im kleinen Walberswick ändert sich. Die normalen Sommergäste reisen fluchtartig ab, Soldaten und Vorschriften kommen. Nur die Mackintosh bleiben. Weiterlesen
Kristina Ohlsson: Papierjunge
„Tagsüber schläft er, und wenn die Sonne untergeht, erwacht er. Dann sucht er sich ein Kind aus, und das holt er sich …“
So beschreibt Ohlsson den Papierjungen, eine Märchengestalt, die sie für ihren 5. Krimi um das Ermittlerteam Alex Recht und Frederika Bergmann ersonnen hat.
Im Roman hat der Papierjunge seinen Ursprung im Judentum. Und es ist eine jüdische Kindergärtnerin, die in Stockholm mitten am Tage erschossen wird.
Gleichzeitig verschwinden zwei jüdische Jungen auf dem Weg zum Tennisunterricht. Sie werden gefunden: Tot, über ihren Köpfen Papiertüten.
Alex Recht und Frederika Bergmann können sich die Symbolik der Papiertüten nicht erklären, und die Familien der Kinder, die vielleicht mehr wissen, geben ihre Geheimnisse nicht preis. Weiterlesen