Cecilia Ahern: Flawed – Wie perfekt willst Du sein?, gelesen von Merete Brettschneider

Ist es jetzt eine Dystopie oder eine Utopie, die Cecilia Ahern uns hier entwirft? Die Menschen glauben, sie haben eine perfekte Welt geschaffen. Wer jemals eine Fehlentscheidung getroffen hat, dem wird die Möglichkeit genommen, weitere hinzuzufügen. Perfekte Menschen können in dieser Welt frei und glücklich leben, aber wehe, man macht einen Fehler. Dann wird man durch die „Gilde“ gebrandmarkt und ist verpflichtet, sich in allem an fest gefügte Regeln zu halten. Das betrifft die Ausgehzeit ebenso wie das Morgenmüsli. Celestine ist 17 und gehört zu den Glücklichen. Bis sie sich in einem Augenblick der Schwäche dazu hinreißen lässt, einem „Fehlerhaften“ im Bus zu helfen. Das gilt in ihrer Welt als Fehlentscheidung Weiterlesen

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Jojo Moyes: Im Schatten das Licht

Als Natasha an diesem Morgen aus dem Haus geht, ahnt sie nichts Schlimmes. Denn keiner konnte wissen, dass sie am Abend nicht mehr allein in ihrem Domizil leben würde. Fast-Ex-Ehemann Mac möchte plötzlich wieder einziehen! Denn da die Scheidung noch nicht durch ist, gehört ihm im Grunde die Hälfte des Hauses und er hat keine Bleibe in London. Außerdem trifft Sarah am Abend im Supermarkt ein 14-jähriges Mädchen, Sarah, die beim Klauen erwischt wurde. Als Natasha, eine Anwältin für Kinder und Jugendliche in Sorgerechtsfragen, einen Teil von Sarahs Geschichte aufdeckt, ist klar, dass Sarah nicht nach Hause zurückkann. Sie lebte dort bisher mit ihrem Großvater, der bereits seit einigen Wochen wegen eines Schlaganfalls im Krankenhaus ist. Ohne Geld ist das Mädchen mehr schlecht als recht auf sich allein gestellt. Bald wird klar, dass Sarah auch noch ein anderes Geheimnis hat … Weiterlesen

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Mikko Rimminen: Als ich aufwachte, war es so sehr Montag, dass es wehtat

Die spinnen, die Finnen! Der verheißungsvolle Titel dieses Romanes hält, was er verspricht.  Zugedröhnte Umzugshelfer, senile Kundinnen und überdrehte Gehandicapte läuten eine Woche voller Chaostage für die Brüder Petteri und Lefa ein. So schräg wie die Geschichte, ist auch der Stil des Autors. Für Liebhaber der gewagten Sprachakrobatik.

Die ungleichen Halbbrüder Petteri und Lefa leben mehr schlecht als recht in den Tag hinein. Der eine macht sich ständig nutzlose Gedanken, der andere hat nur Bier und Drogen im Sinn. Beide lassen die Dinge gern gediegen angehen. Als sie an besagtem Montag einen Umzug organisieren sollen, haben sie mit unvorhergesehenen Problemen zu kämpfen. Allen voran mit der senilen Bewohnerin des Hauses. Dummerweise ist sie die Schwester einer berühmt-berüchtigten Persönlichkeit. Weiterlesen

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Jandy Nelson: Ich gebe dir die Sonne

Noah und Jude sind Zwillinge und viele denken an sie nur als NoahundJude, das unzertrennliche Paar. Im Alter von 13 Jahren können sie sich blind verständigen, denken stets das gleiche und nichts kann sich zwischen sie drängen. Drei Jahre später, als die Zwillinge 16 sind, reden sie kaum mehr miteinander. Etwas ist zwischen ihnen geschehen, was sie ohne Worte zurückließ und voneinander entfernte.

Noah weiß schon mit 13, dass er anders ist. Er interessiert sich für Kunst und würde alles dafür geben, auf der renommierten Kunstschule aufgenommen zu werden. Er zeichnet in jeder freien Minute und hat keine Freunde. Als im Nachbarhaus der gleichaltrige Brian einzieht, wendet sich das Blatt, denn die beiden Jungen freunden sich miteinander an. Plötzlich kann auch Noah bei den coolen Kids dabei sein. Dabei würde er viel lieber allein Zeit mit Brian verbringen. Weiterlesen

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Andrea Sawatzki: Ihr seid natürlich eingeladen

Im nunmehr dritten Band hat es Gundula Bundschuh immer noch nicht einfacher mit der Familie – und jetzt kommen auch noch die Nachbarn dazu. Ihr Ältester lebt mittlerweile in den USA und von daher kommt eines Tages der Anruf: Wir heiraten, wollen bei Euch feiern. Äh, ja, aber wen denn? Und warum denn? Fest stehe lediglich, dass die ganze Familie eingeladen werden muss und dass Gundula die Gastgeberin sein wird. Wer auch sonst?

Der erste Band ist mit der Autorin als Gundula Bundschuh bereits verfilmt und das führte dazu, dass ich bei diesem Band deutliche Bilder vor Augen hatte. Andrea Sawatzki beschreibt mit Schwung, Weiterlesen

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Elena Ferrante: Die Geschichte eines neuen Namens

Mit dem ersten Teil ihre Neapel-Tetralogie, „Meine geniale Freundin“, hat Elena Ferrante einen Welt-Bestseller geschrieben. Nun ist der zweite der vier Teile der Freundinnen-Saga erschienen. In „Die Geschichte eines neuen Namens“ geht es um die Studien- und Ehejahre von Elena und Lila. Noch 200 Seiten mehr als der erste Roman hat Band zwei der zuweilen episch ausschweifenden Saga. Und er erzählt „nur“ vom Leben der jungen, 1944 geborenen Frauen zwischen ihrem 16. und 23. Lebensjahr.

Die ganze Tetralogie ist ein Rückblick. Dass Lila mit 66 Jahren spurlos verschwinden wird, wissen die Leser schon seit dem Prolog im ersten Band. Nahtlos schreibt Ferrante vom Ende des ersten Bandes im zweiten Buch weiter. Weiterlesen

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Clare Donohue: Kein Sterbensort

Jane Benett ist Kommissarin in London. Eigentlich steht sie lieber in der zweiten Reihe, aber ihr Vorgesetzter Lockyer ist noch vom letzten Fall angeschlagen und irgendwie nicht er selbst. So muss Jane sich selbstständig mit dem Fall um das verschwundene Mädchen befassen. Theoretisch ist sie dazu sehr gut in der Lage, aber die Verantwortung zu haben macht ihr zu schaffen. Dazu kommt, das beinahe zeitgleich auch noch ein ehemaliger Kollege verschwunden ist. Die beiden Fälle scheinen zusammenzuhängen, denn der Tatverdächtige in ihrem Fall war auch der Tatverdächtige bei seinem letzten Fall, jedoch konnte er nie überführt werden. Dann taucht die erste Leiche auf und der Verdacht erhärtet sich, dass es sich bei den Morden um grauenhaft schiefgegangene psychiatrische Experimente handelt. Aber wer ist darin noch verwickelt und vor allem: Wer ist noch verschwunden? Weiterlesen

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Joe Abercrombie: Schattenklingen

Fantasy ist uniform – so zumindest könnte man den Eindruck haben, lässt man einmal die Erfolgsserien und Romane Revue passieren. Zumeist bekommt man es als Leser mit einer archaischen Welt zu tun, in der es aber erstaunlich klinisch rein zugeht. Joe Abercrombies Bücher sind anders, als diese austauschbaren Werke. Bei ihm geht es dreckig zu, watet man im Unrat, friert sich den Hintern ab und begegnet dem Schicksal im Unwetter. Statt immer nur Sonnenschein entführt er uns in eine Kulisse, in der seine Protagonisten leiden. Nicht nur aufgrund ihrer Gegner, oder des unbarmherzigen Schicksals, auch die Witterung, der Verfall sowohl der Sitten wie auch der Gebäude stellt ihnen in schöner Regelmäßigkeit ein Bein. Weiterlesen

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Miriam Pharo: Der Bund der Zwölf

Es ist Frühling in Paris, der Stadt an der Seine. Wir schreiben das Jahr 1926, es ist die Zeit des Jazz, der ungezügelten Lebenslust auch und gerade in der Stadt der Liebe. In den vielen Nachtclubs der Metropole wird bis in die frühen Morgenstunden getanzt und gefeiert, die Bühnen und Opernhäuser der Stadt laden zu Aufführungen, die Haut Volée prasst, als gäbe es kein Morgen. Für so machen Honoratior oder dessen Gattin ist das Leben allerdings allzu abrupt beendet. Eine Epidemie greift um sich, die Presse hat sie treffend als „Methusalem-Seuche“ bezeichnet, die Opfer stammen ausschließlich aus den gehobenen Kreisen. Weiterlesen

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Hans Schneiderhans: Ich komme ja wieder!: Vom Leben und Tod eines Sohnes

Als Ostersonntag die Polizei bei Hans Schneiderhans schellt, verändert sich sein Leben radikal. Till, der Sohn des Autors, und dessen Freundin Mara sind bei einem Busunfall in Argentinien gestorben. In „Ich komme ja wieder“! lässt Schneiderhans seinen toten Sohn erzählen, was das Unglück mit den Familien der Kinder gemacht hat. Till und Mara, beide 19, sind nach dem Abitur auf Weltreise gegangen. Argentinien war eine ihrer letzten Stationen.

Es ist ein berührendes Buch, in dem der Vater alle Formen von Trauer durchlebt. Weiterlesen

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