„Wir müssen alle lernen, mit weniger zu leben. Weniger Gier, weniger sinnloser Konsum.,“ meint Althippie Doro. Ihr Sohn Serge kontert: „Die Wirtschaft hängt davon ab, dass sich Leute Geld leihen und es ausgeben, so entsteht Wohlstand.“ Bei diesem Generationenkonflikt prallen Welten aufeinander. Daher hat Serge seiner Mutter bislang verschwiegen, dass er das Mathematikstudium an den Nagel gehängt hat, um zur kapitalistischen Hochburg überzulaufen – der Londoner Börse! Autorin Marina Lewycka ist ein perfekt austarierter Roman zwischen Witz, Wahnsinn und Gesellschaftskritik gelungen. Mittendrin agieren herrlich verschrobene Charaktere, die einem mit all ihren Eigenarten sofort ans Herz wachsen.
Serge hat seine Kindheit in einer Kommune verbracht. Für ihn bedeutete dies pures Chaos: tägliche Linsenpampe, ständige Geldprobleme, garniert mit den Sexplänen der Erwachsenen (jeder darf mal bei jedem zum Zuge kommen), die direkt neben den Kochplänen aufgehängt wurden. Plus der morgendliche Kleiderkampf mit den anderen Kommunenkindern. Wer nicht schnell genug war, bekam aus dem Textilberg zu kurze, zu mädchenhafte oder knallbunt-peinliche Stücke ab. Weiterlesen
um fassen. Anja, eines der Mädchen, hat es geschafft, die Cherry Dogs ins Tunier zu bekommen! Für Marisa eröffnet sich dadurch eine weitere Möglichkeit: Vielleicht kann sie so endlich mehr über ihre Vergangenheit erfahren.






