Wer, wenn nicht ein Philosoph, der gleichzeitig Literat ist, könnte besser einen Roman über die Verquickungen im Leben, über Chancen, Zufall, Ewigkeit bzw. der Endlichkeit des Seins oder dem gezielten Versuch einer Optimierung des Daseins schreiben?
Tristan Garcia hat seinem Ich-Erzähler die Unsterblichkeit in die Wiege gelegt und gibt ihm sieben Existenzen um dem nachzuspüren:
Genau im selben Moment wenn er stirbt, wird der Protagonist wiedergeboren. Alles Vertraute verschwindet mit ihm und seinem Tod und erscheint sogleich in einem sich wiederholenden Kreislauf sieben Mal wieder. Die Ausgangsbasis seines Lebens bleibt dabei immer dieselbe. So hat der Erzähler immer dieselben Eltern und denselben Geburtsort Mornay in Frankreich. Auch sein Freund, der Arzt Fran, taucht jedes Mal wieder auf und verabreicht ihm wie zuvor die lebensrettende Ingredienz für seine unstillbaren Blutungen. Seine große Liebe, die schöne Hardy, begegnet ihm in jedem Leben wieder, und immer wieder aufs Neue verfällt er ihr. Weiterlesen





Es sollte ein ganz normaler Shoppingausflug werden. Nile und ihr Freund Ben. Und dann ist da dieses Kleid im Schaufenster. Nile und Ben betreten den Laden, sie probiert das Kleid an – vielleicht wäre es ja was für die anstehende Hochzeit? Doch als Nile aus der Umkleidekabine kommt, ist Ben wie vom Erdboden verschluckt und auch vor dem Laden kann sich niemand an ihn erinnern. Panisch ruft Nile in den Krankenhäusern der Umgebung an und telefoniert schließlich auch die Freunde von Ben ab, von denen er sich in der letzten Zeit distanziert hatte. Niemand interessiert sich für Bens Verschwinden! Nur Bens noch-nicht-ganz-Ex-Frau Flo scheint Anteil zu nehmen und möchte Nile helfen. Doch sagt sie wirklich die ganze Wahrheit?

