T. S. Orgel: Deadly Ever After: Blut und Schnee

Das Leben könnte ach so schön sein – wenn es da nicht zu jeder Zeit und überall Menschen gäbe, die sich bereichern, ihre Macht ausweiten und andere beherrschen wollen.

Zu diesen Gestalten gehört die weiße, selbst gekrönte Kaiserin. Nachdem sie ihr eigenes Königreich in einem Handstreich an sich gerissen hat, entsendet sie ihre Schergen, allen voran die Wilde Jagd, um auch die übrigen Reiche der Welt zu unterwerfen. Die Untoten dieser Jagd ziehen mordend durchs Land, schleifen Befestigungswälle und Burgen, hängen Adelige und Herrscher am Strick auf und köpfen besonders renitente Gegner mit Vorliebe gleich selbst.

Jene Gefangenen, die über eine – wie auch immer geartete – Gabe verfügen, werden entweder korrumpiert und ihren Truppen einverleibt oder ihnen wird, sicher verwahrt in einem Stahlkäfig, ihre Begabung mittels einer dunklen Spindel entrissen.

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Richard Matheson: Ich bin Legende

Mit seinem wohl bekanntesten Roman setzt der Festa Verlag die limitierte, signierte und farbig illustrierte Liebhaberausgabe der Werke Richard Mathesons fort. Parallel erscheint der Titel – ohne Gastbeiträge und Farbillustrationen – in einer preisgünstigen Paperbackausgabe.

Der inzwischen dreimal verfilmte Roman gilt zu Recht als Klassiker des Genres. Die Handlung führt ins Los Angeles des Jahres 1976. Ein Bakterium hat nahezu die gesamte Menschheit in Vampire verwandelt. Einziger Überlebender ist Robert Neville – der letzte Mensch.

Tagsüber gehört die Stadt ihm. Während sich die Vampire vor dem tödlichen Sonnenlicht verkriechen, sichert Neville seinen Rückzugsort und geht auf die Jagd. Holzpflock, Knoblauch und Sonne sind seine Waffen. Die größte Belastung ist dabei nicht allein die permanente Lebensgefahr, sondern die Tatsache, dass es sich bei seinen Gegnern um ehemalige Nachbarn, Kollegen und Bekannte handelt – Menschen, die er einst kannte.

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Harlan Ellison (Hrsg.): Gefährliche Visionen: Phantastische Erzählungen

Wir schrieben das Jahr 1967, als in den USA ein Buch erschien, das erstmals Science-Fiction-Geschichten enthielt, die ausschließlich für eben diese Anthologie verfasst worden waren. Bis dato wurden Erzählungen zunächst in Magazinen publiziert; die „Zweitauswertung“ erfolgte anschließend durch die Aufnahme in Anthologien.

Nun also ging der frühere Edel-Fan und spätere Autor Harlan Ellison einen anderen Weg.

Sein Ziel war schlicht und einfach, die besten zeitgenössischen Autoren dazu zu animieren, ihm eine neue, zeitgemäße Story zur Verfügung zu stellen – und dazu noch ein kurzes Nachwort zu verfassen.

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Matt Dinniman: Dungeon Crawler Carl

Carl hatte eigentlich alles. Freundin, Mietshaus in Seattle, eine prämierte Zuchtkatze – das kleine, zufriedene Leben auf der Sonnenseite des American Dreams. Dann betrügt ihn seine Freundin, die Katze springt um zwei Uhr morgens aus dem Fenster, und Carl rennt ihr in Boxershorts, rosa Crocs seiner Ex und Lederjacke hinterher, hinaus in einen selbst für die Nordwestküste grotesken Wintereinbruch.

Wenn Sie dieses Bild jetzt vor Augen haben, genießen Sie es kurz – und vergessen Sie es dann sofort. Denn das war erst der harmlose Prolog.

Im nächsten Moment machen außerirdische Invasoren sämtliche Gebäude der Erde platt. Wer sich in Häusern, Garagen oder Autos befunden hat, ist fort, alle, die in der freien Natur waren, bekommen eine letzte Chance – den Abstieg in ein Dungeon. Dort dürfen – oder besser müssen – die Überlebenden an einer intergalaktisch übertragenen Reality-Show teilnehmen, deren Titel lauten könnte: „Keiner wird überleben“.

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Kali Wallace: Dead Space

Alles begann damit, dass eine wissenschaftliche Expedition zum Titan von Terroristen sabotiert wurde. Die allermeisten Wissenschaftler und alle Terroristen kamen dabei ums Leben, die wenigen Überlebenden benötigten teure medizinische Behandlung.

Seitdem ist Hester Marley, die durch den Anschlag ein Auge und einen Arm verlor, bei Parthenope Enterprises, die ihre Behandlung bezahlt haben, hoch verschuldet. Sie unterschrieb einen Fünfjahresvertrag. Statt KIs zu entwickeln, dient sie nun auf einer abgelegenen Raumstation als Security-Offizierin.

In dieser Funktion erfährt sie, dass ein weiterer Überlebender auf einer Asteroidenmine brutal ermordet wurde. Als sie am Tatort ankommt, stößt sie auf eine Mauer aus Schweigen, Verleumdungen und Geheimnissen. Ihr alter Freund hat etwas entdeckt – etwas, das ihn sein Leben gekostet hat, etwas, das Parthenope unter allen Umständen geheim halten will und wofür der Konzern im wahrsten Sinne des Wortes bereit ist, über Leichen zu gehen …

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Noah Stoffers: Cage of the Moon

Man schrieb das Jahr 1841, als es die übernatürlichen Kreaturen leid waren, sich vor den Menschen immerzu zu verstecken. Ihr „Coming-out“ war riskant und aufsehenerregend; mittlerweile aber hat man sich an die Übernatürlichen gewöhnt. Dass diese diskriminiert werden und sich registrieren lassen müssen, ist lästig, ein Ärgernis – aber allemal besser als die Alternative.

Inzwischen gibt es speziell in Magie geschulte Polizisten, die für Verbrechen durch oder an Übernatürlichen zuständig sind.

Dennoch verschwinden im Großraum von San Francisco in letzter Zeit immer wieder unregistrierte Vampire.

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Joss Stirling: Finding You: Die Macht der Seelen

Was ist dies doch für ein Prachtband, den uns dtv pünktlich zum Weihnachtsgeschäft kredenzt!

Ein Sammelband mit den ersten drei Romanen um die Benedicts, der äußerlich ein wahrer Augenschmaus ist: Rundumfarbschnitt, dazu ein stimmig gestaltetes, geprägtes Cover mit floralem Muster, das sich im Vor- und Nachsatz sowie im Farbschnitt wiederfindet.

So geht moderne Buchproduktion – das weckt die Neugier der Leserinnen und Leser in den Buchhandlungen.

Die Seiten sind, um alle drei Romane in einem lesbaren Satz mit einem handhabbaren Umfang anbieten zu können, recht dünn ausgefallen, sodass man beim Umblättern ein wenig Vorsicht walten lassen muss.

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M. L. Wang: The Sword of Kaigen: Eine theonitische Kriegsgeschichte

M. L. Wangs The Sword of Kaigen – Eine theonitische Kriegsgeschichte hat in den vergangenen Jahren im anglo-amerikanischen Sprachraum für wahre Begeisterungsstürme gesorgt. Hier hat eine Autorin eine interessante Welt geschaffen, die weit mehr ist als „nur“ ein düsteres Schlachtenszenario. Uns erwartet ein sehr emotionales, komplexes Familiendrama, das in einer faszinierend ausgearbeiteten Welt angesiedelt ist und sich stark über seine Charaktere definiert.

Der Roman beginnt auffallend ruhig, ja fast behäbig. Wang widmet das gesamte erste Drittel der sorgfältigen Etablierung von Welt und Figuren. Hier braucht die Leserin respektive der Leser einiges an Geduld; man muss sich Zeit nehmen, das Dorf und die Figuren kennenzulernen. Das beschauliche Dorf Takayubi, Schauplatz der Geschichte, wirkt zunächst wie ein abgelegener, nahezu isolierter Ort, doch unter der Oberfläche brodelt es.

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Rachel Schneider: Metal Slinger: Dunkle Verheißung

„Metal Slinger“ ist ein Romantasy-Roman, der auf TikTok massiv gehypt, Le„Metal Slinger“ ist ein Romantasy-Roman, der auf TikTok massiv gehypt wird und Leserinnen und Leser ohne große Vorrede mitten ins Geschehen wirft.

Die Geschichte folgt Brynn, einer jungen Wächterin aus Alaha. Einst – Generationen ist es mittlerweile her – wurden sie ins Exil gezwungen. Seitdem haben sie auf dem Meer ihre eigene Gesellschaft errichtet; der Zugang zur einstigen Heimat, zum Land, ist ihnen verwehrt. Brynn konnte sich nur, obwohl sie ohne Eltern, die sie unterstützt hätten, aufwuchs, aufgrund der Hilfe Kais, des Sohnes des Kapitäns, den Wächtern anschließen. Ihr gemeinsamer, lang ersehnter Besuch des jährlichen Marktes auf dem Land der Kenta, eigentlich ein harmloser Initiationsritus der Abschlussklasse der Wächter, eskaliert unerwartet und bringt das jahrhundertealte Friedensabkommen ins Wanken. Eine Begegnung mit einem feindlichen Soldaten, politische Intrigen und das Erwachen verborgener Magie verändern Brynns Leben unwiderruflich …

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Walter Moers: Qwert

Mit „Qwert“ legt Walter Moers einen Roman vor, der sich zugleich wie eine Reminiszenz und ein Aufbruch zu neuen Ufern liest. Sein Gallertprinz Qwert Zuiopü – ein altbekannter Nebencharakter aus den Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär – stürzt durch ein Dimensionsloch und erwacht in Orméa, einer Welt, die an einen überdrehten, klassisch anmutenden Ritterroman erinnert. Dort steckt er im Körper des ein klein wenig chaotischen Heftchenhelden Prinz Kaltbluth, wird mit einem unsichtbaren Degen und einem heldenhaften Ruf ausgestattet – und soll prompt ausgerechnet die Kreatur besiegen, in die er sich verliebt hat. Bei der Holden handelt es sich um niemand Geringeren als die Janusmeduse Jadusa.

Dieser Konflikt zwischen dem, was man in seiner Rolle von ihm erwartet, und seiner überbrodelnden Gefühlswelt treibt die Handlung an und verwandelt den klassischen Questenplot in ein rasantes, ironisches und jederzeit überraschendes Spiel, das mit ernsten Themen wie der Frage nach Identität, Pflicht und Begehren kunstvoll verknüpft ist.

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