Guillaume Musso: Vielleicht morgen

mussoDer französische Autor Guillaume Musso steht ein wenig im Verdacht, allzu zuckersüße Liebesgeschichten zu schreiben – ähnlich wie Cecilia Ahern, Jojo Moyes oder Nicholas Sparks.

Doch wer mit dieser möglicherweise bangen Erwartungshaltung an seinen neuen Roman „Vielleicht morgen“ geht, wird angenehm überrascht.

Das Buch entpuppt sich als durchaus spannender Thriller mit Science-Fiction-Elementen, den man auch dann gut lesen kann, wenn man mit schnulzigen Liebesgeschichten nicht viel am Hut hat. Weiterlesen

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Phil Hogan: Die seltsame Berufung des Mr Heming

mrMr Heming hat ein ungewöhnliches Hobby. Er liebt es, in der Wohnung anderer Leute herumzuschnüffeln, wenn die nicht zu Hause sind.

Als Immobilienmakler hat er dafür beste Voraussetzungen. Er findet immer wieder Gelegenheiten, die Schlüssel der Häuser nachzumachen, die er gerade verkauft. Im Lauf der Jahre hat sich so ein ganzes Schlüsselarsenal angesammelt, dessen Schätze er immer wieder benutzt.

Doch Mr Heming hat noch ein paar andere Eigenschaften, die nicht unbedingt mit gängigen Moralvorstellungen übereinstimmen. So hat er keinerlei Skrupel, unliebsame Zeitgenossen einfach per gezieltem Schlag mit dem Golfschläger oder anderweitig aus dem Weg zu räumen … Weiterlesen

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Eiríkur Örn Norðdahl: Böse

boseDer isländische Autor Eiríkur Örn Norðdahl macht es den Lesern seines 650-Seiten-Mammutwerks „Böse“ nicht leicht. Ständig springt er – manchmal mehrmals auf einer Seite – zwischen der erzählten Handlung und Fakten oder philosophischen Überlegungen zum Nationalsozialismus hin und her. Das erfordert Konzentration und viel Willen zum Durchhalten, weil sich kein rechter Lesefluss einstellen will. Folgt man dem Autor bei einem Gedankengang, unterbricht er ihn sogleich wieder und fängt von etwas Neuem an. Das ist auf Dauer anstrengend. Weiterlesen

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Karl Ove Knausgård: Leben

kalrDie Werke des norwegischen Schriftstellers Karl Ove Knausgård sind für mich eines der erstaunlichsten Phänomene im modernen Literaturzirkus. Wie kann es sein, dass ein dermaßen langweiliges und selbstverliebtes Geschreibsel so viele Anhänger hat? Die meisten Kritiken sowohl bei Amazon als auch in den Feuilletons sind positiv, in Norwegen mussten Firmen angeblich Knausgård-freie Tage einführen – kein Lesen und Diskutieren während der Arbeitszeit – , teilt Spiegel online mit. In den USA gibt es offenbar gerade einen wahren Knausgård-Hype … Weiterlesen

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Evelyn Waugh: Verfall und Untergang (1928)

eveDer Diogenes-Verlag hat ein Meisterwerk des schwarzen englischen Humors aus dem Jahre 1928 neu übersetzen lassen: „Verfall und Untergang“ des (männlichen) britischen Schriftstellers mit dem Frauen-Vornamen: Evelyn Waugh (1903 – 1966).

Paul hat Pech: Für ein angebliches Vergehen, an dem er keine Schuld trägt, wird er vom College verwiesen, bevor er sich als Lehrer in einer schlechten Schule irgendwo auf dem Lande versucht. Dort jedoch sind die Kollegen unfähig und die Schüler kleine Monster. Dann scheint sich Pauls Leben ins Positive zu wenden. Eine steinreiche englische Lady möchte ihn heiraten. Weiterlesen

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Katherine Dunn: Binewskis – Verfall einer radioaktiven Familie

bine„Geek Love“ von Katherine Dunn hatte in den 90er-Jahren in Amerika wahren Kultstatus. Prominente wie Nirvana-Frontman Kurt Cobain oder Regisseur Terry Gilliam zählten den Roman zu ihren Lieblingsbüchern.

Umso verwunderlicher ist es, dass er erst jetzt – 25 Jahre später – unter dem ind. Die Eltern Al und Lil haben mit allerlei Medikamenten vor und während der Titel „Binewskis – Verfall einer radioaktiven Familie“ auf Deutsch erschienen ist.Die Binewskis sind eine Zirkusfamilie mit fünf sehr absonderlichen Kindern. Da ist Aquaboy Arturo, der anstelle von Armen und Beinen Flossen hat, die ewig streitenden siamesischen Zwillinge Elly und Iphi, die bucklige Zwergin Olympia, aus deren Sicht die Geschichte erzählt ist – und schließlich Chick, den die Eltern erst aussetzen wollten, weil er zu normal schien. Weiterlesen

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Jess Walter: Die finanziellen Abenteuer des talentierten Poeten

jessDer ehemalige Wirtschaftsjournalist Matt Prior hat ein paar Probleme: Seine Frau geht fremd, er hat einen demenzkranken Vater zu betreuen, kann die Raten für sein Haus nicht mehr zahlen und ist arbeitslos.

Eine seiner Ideen, sich aus der Misere zu befreien, ist eine Homepage zu betreiben, die sich auf poetische Weise mit Wirtschaftsthemen beschäftigt. Der Versuch geht schief, weil sich kein Mensch für ein solches Internetangebot interessiert, wie der Leser sich leicht denken kann. Dann trifft er beim nächtlichen Milchkauf am Kiosk ein paar zwielichtige Gestalten und seine nächste Fehlentscheidung wird geboren: Matt beschließt, unter die Drogendealer zu gehen … Weiterlesen

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Dimitri Verhulst: Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau

derWas wäre, wenn man seiner Umwelt vorspielen würde, man wäre dement und würde in einem entsprechenden Heim untergebracht? Würde man damit nicht auch ein gewisses Maß an Freiheit gewinnen? Mit dieser Idee spielt der flämische Autor Dimitri Verhulst, geboren 1972, in seinem Roman „Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau“. Besagter Bibliothekar, Désiré (mir war nicht klar, dass das auch ein männlicher Vorname sein kann) Cordier, 74 Jahre alt, liefert eine schauspielerische Glanzleistung ab, um von seiner verhassten Frau, unter deren Pantoffel er steht, wegzukommen und in ein Heim für Demenzkranke umziehen zu dürfen. Dort tut er nicht viel mehr als sein Schauspiel fortzusetzen und die anderen Bewohner zu beobachten. Unter anderem trifft er auch eine Jugendliebe wieder. Weiterlesen

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Gavin Extence: Das unerhörte Leben des Alex Woods

alex„Sterbehilfe“ ist das zentrale Thema im Debütroman des 1982 geborenen englischen Autors Gavin Extence mit dem komplizierten Titel „Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat“. Und wenn man die Vielzahl der zumeist positiven Lesermeinungen auf der Internet-Plattform Amazon sieht, scheint das Buch erstens auf ein ungewöhnlich großes Interesse zu stoßen und zweitens hervorragend anzukommen.

Es geht um die Freundschaft eines Jungen im Teenager-Alter mit einem älteren Mann. Als Letzterer erkrankt, stehen beide vor einer schwierigen Entscheidung. Doch bevor es soweit ist, gründen sie unter anderem einen Kurt-Vonnegut-Lesezirkel und verstehen sich auch sonst ganz hervorragend. Weiterlesen

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Stefan Spjut: Troll

trollKönnen Sie sich vorstellen, dass in den einsamen nordschwedischen Wäldern Trolle leben? Nachdem Sie diesen Fantasy-Thriller von Stefan Spjut gelesen haben, fällt Ihr „Nein“ vielleicht nicht mehr ganz so entschieden aus.

Der schwedische Autor arbeitet mit einer Technik, der sich beispielsweise auch Stephen King in vielen seiner Bücher bedient. Er lässt das Übernatürliche in eine ganz normale Alltagswelt hineinplatzen und verschafft ihm so mehr Glaubwürdigkeit. Weiterlesen

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