Der irische Autor John Boyne ist in Deutschland vor allem mit seinem Holocaust-Roman „der Junge mit dem gestreiften Pyjama“ (2007) bekannt geworden. Nun hat er sich im 730-Seiten-Wälzer „Cyril Avery“ auf die Suche nach seinen irischen Wurzeln begeben. Er beschreibt darin das Leben Cyrils, der schon früh seine homosexuellen Neigungen erkennt, von der Geburt bis ins Alter.
Doppelmoral, religiöser Eifer, Rückständigkeit und Homophobie sind Themen, die sich durch den gesamten Roman ziehen – aber auch Liebe und familiärer Zusammenhalt.
Alles beginnt damit, dass im ländlichen Irland im Jahr 1945 Cyrils Mutter, Catherine, im Gottesdienst vor versammelter Gemeinde an den Pranger gestellt wird, weil sie sich als 16-Jährige hat schwängern lassen. Weiterlesen


Mit „Nach dem Winter“ stellt der Blessing-Verlag dem deutschen Lesepublikum erstmals die Übersetzung eines Romans der in Mexiko bereits sehr erfolgreichen Schriftstellerin Guadalupe Nettel vor.



Dem Flüchtlingsthema widmet sich der österreichische Schriftsteller Norbert Gstrein in seinem Roman „Die kommenden Jahre“. Doch es geht in diesem Buch um mehr. Natascha, eine wortgewandte und den Menschen zugetane Autorin, lässt eine syrische Flüchtlingsfamilie in einem Sommerhaus wohnen, das sie und ihr Mann Richard an einem abgelegenen See besitzen. Doch während sie – schon auf fast verbissene Weise – alles dafür tut, es den Neuankömmlingen so einfach wie möglich zu machen, sich in ihrer neuen Umgebung einzuleben, kapselt sich Richard immer mehr ab. Er ist ein Gletscher-Forscher und träumt davon, mit seinem Freund Tim in Kanada seinen eiskalten Forschungen nachzugehen.