Der 1971 geborene israelische Autor Eshkol Nevo hat die Bewohner eines dreistöckigen Hauses unter die Lupe genommen und ihre Eigenarten, Sorgen und Probleme in drei Kapiteln niedergeschrieben. Diese Idee ist zwar nicht ganz neu – unter anderem José Saramago für „Claraboia“ hatte sie schon –, aber interessant ist sie trotzdem.
In der ersten Etage des porträtierten Hauses ist es ein Vater, der der fixen Idee verfällt, sein an beginnender Demenz leidender Nachbar hätte seine Tochter missbraucht. Er steigert sich immer mehr in diesen Wahn hinein. Eine Etage darüber leidet Chani unter der ständigen Abwesenheit ihres Mannes. Auch dass er sich so wenig für seine Kinder interessiert, setzt ihr zu. Dann kommt der Bruder des Ehemanns, der ein gesuchter Immobilienhai ist und seinen Kunden Unsummen an Geld schuldet. Aber er tut genau das, was sein Bruder nie tut: Er hört Chani zu und kümmert sich um die Kinder. Das führt zu einer schwierigen Zwickmühle für Chani. Weiterlesen








