Sabine Kornbichler: Der letzte Gast

Mia kennt die alte Frau Kiening schon seit vielen Jahren. Die Frau hat ALS und möchte in vier Wochen Sterbehilfe in der Schweiz in Anspruch nehmen. Bei ihrer Familie löst dies allerdings verschiedene Gefühle aus. Als Mia nach einem unguten Gefühl zu Frau Kienings Wohnung kommt, findet sie diese nur noch tot vor. Hat Frau Kiening ihren Tod vorgezogen oder ist etwas Schlimmes passiert? Die Polizei geht schnell von Mord aus und Mia wird zur wichtigsten Zeugin. Damit wird sie auch für den vermeintlichen Täter hochinteressant …

Dass der Täter vermeintlich zur Familie von Frau Kiening gehört, ist schnell klar. Doch innerhalb der Familie gibt es mehr als eine Person mit Motiv. Mia und die anderen jüngeren Mitglieder der Familie sind miteinander aufgewachsen und haben als Kinder gemeinsam gespielt, sich als Jugendliche ineinander verliebt. Weiterlesen

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Eva Lesko Natiello: Memory Box – Verborgene Lügen

Eigentlich war es nur als Spaß gedacht, als Caroline sich selbst bei Google sucht. Die Ergebnisse sind schockierend für die Ehefrau und junge Mutter zweier Mädchen im Grundschulalter. Von der Suchmaschine erfährt Caroline, dass ihre Schwester JD verstorben sein soll. Kann es wirklich sein, dass JD schon seit sechs Jahren tot ist? Daran würde Caroline sich doch erinnern! Sie beginnt heimlich zu recherchieren, denn sie hat Angst, was die anderen Mütter des Ortes über sie herausfinden könnten oder was ihr Ehemann Andy von ihr denken könnte. Und ihre Suche fördert weitere schockierende Dinge zutage …

Eva Liesko Natiellos Roman „Memory Box – Verborgene Lügen“ ist ein New York Times Bestseller. Sie entwirft hier eine rasante Geschichte über eine junge Mutter, die sich selbst nicht wiedererkennt und Erinnerungslücken bei sich feststellt. Da sie dies aber auf keinen Fall ihren Mitmenschen gegenüber offenlegen will, muss Caroline selbst tätig werden und nach der Wahrheit suchen. Weiterlesen

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Michael Chabon: Die Vereinigung jiddischer Polizisten

Michael Chabon wird als Autor hoch gehandelt. Um etwa von den Kritikern „Der Welt als Wortmagier aller Genres bezeichnet zu werden, braucht es ein schriftstellerisches Können, das über handwerkliche Grundfähigkeiten weit hinaus geht. Nicht umsonst wurde Michael Chabon mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.

Michael Chabon wurde am 24. Mai 1963 in Washington, D.C., geboren und wuchs in Columbia, Maryland, auf. Heute lebt er mit seiner Frau, der Schriftstellerin Ayelet Waldman und den vier Kindern in Berkeley, Kalifornien. In seinem Roman „Die Vereinigung jiddischer Polizisten“ erzählt der Autor die Geschichte einer fiktiven jüdischen Siedlung in Alaska. Im Jahr 1940 wurden jüdische Flüchtlinge aus Europa für einen bestimmten Zeitraum auf dem damaligen Territorium Alaskas angesiedelt. Eine dauerhafte Lösung sollte dies jedoch nicht sein. Die jüdischen Migranten sollten nach dem Krieg wieder nach Europa zurückkehren.

Chabon macht die Kleinstadt Sitka zum Hauptort der jüdischen Enklave und Schauplatz seiner Geschichte. Hier lebt der Polizist Meyer Landsmann. Er arbeitet beim Morddezernat. Und er hat Probleme: Seine Ehe ist am Ende, er trinkt und steckt auch beruflich in einer Sackgasse.

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Matthew J. Arlidge: D.I. Helen Grace 07: Blinder Hass

Es sieht so aus, als hätte sich alles und jeder gegen DI Helen Grace verschworen. Schon am frühen Morgen entdeckt sie auf einer einsamen Straße eine Tote. Kurz vorher raste ihr ein Wagen entgegen, in dem vermutlich der Mörder davon fuhr. Und während die Mordermittlung versucht herauszufinden, wer hinter dem Mord steckt, gibt es den nächsten tödlichen Überfall. Und danach wieder einen. DI Helen Grace und ihr Ermittlungsteam sehen einen Zusammenhang zwischen den Morden. Allmählich sprechen die Indizien dafür, dass sie ein junges Paar jagen.

Die Suche nach dem Motiv wird im Laufe der nächsten Stunden immer drängender, weil an diesem Tag noch mehr Menschen sterben. Wer wird das nächste Opfer sein, wie kann die Polizei den Mörder aufhalten? Dies fragt auch die Presse mit Nachdruck. Southampton befindet sich im Ausnahmezustand. Es sieht so aus, als könne die gesamte Polizei den flüchtigen Mörder nicht aufhalten. Weiterlesen

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C. O. Chirovici: Das Buch der Spiegel

„Alle hatten sich geirrt und durch die Fenster, in die sie zu spähen versuchten und die sich am Ende alle als Spiegel herausstellten, nur immer sich selbst und ihre eigenen Obsessionen gesehen.“ C. O. Chirovici ist mit diesem Roman in der Tat ein Spiegelkabinett der meisterlichen Täuschung gelungen. Es geht hier um Wahrnehmung, um Erinnerungen, um (Selbst-)Betrug. Der Fall eines ermordeten Professors wird von drei verschiedenen Protagonisten verfolgt – einem vermeintlichen Augenzeugen, einem Journalisten und einem Polizisten. Jede dieser Personen hat eigene Filter, eigene Wahrheiten. Noch deutlicher wird dies, als die Verdächtigen, Zeugen und Nebenfiguren nach fast 30 Jahren nochmals befragt werden. Was geschah wirklich? Was hat die Erinnerung verzerrt?

Dem Literaturagenten Peter Katz wird ein Auszug aus einem Manuskript zugespielt. Es geht um den Mord an einem renommierten Professor von Princeton, einer Koryphäe auf dem Gebiet der Psychologie. Professor Wieder wurde 1987 ermordet, die Tat nie aufgeklärt. Das Geschriebene stammt ausgerechnet von Richard Flynn, einem der Hauptverdächtigen, der damals für den Professor gearbeitet hat. Seine Freundin Lisa soll eine Affäre mit Wieder gehabt haben. Ist sein Roman ein Geständnis? Wird endlich das große Geheimnis gelüftet? Peter Katz wittert einen Knüller, einen „Real-Crime“-Bestseller und fordert das gesamte Manuskript an. Doch Flynn verstirbt, das vollständige Manuskript bleibt verschollen. Weiterlesen

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Timo Leibig: Nanos – Sie bestimmen, was du denkst

Deutschland, 2028: Johann Kehlis ist nicht nur Bundeskanzler der Republik, er kontrolliert auch alle Lebensmittelgeschäfte und -lieferungen. Man kann nur noch Produkte seiner Firma kaufen. Und das aus gutem Grund: Über JKs erhalten die Menschen mit der Nahrung kleine Nanopartikel, die in ihrem Gehirn aktiv werden. So denkt und fühlt die Bevölkerung nur das, was JK für richtig hält. Doch immer mehr Menschen werden immun gegen die Nanos und es gilt, diese Menschen zu finden und aus dem Verkehr zu ziehen. Maria und ihr kleiner Sohn sind zwei dieser Menschen. Sie glaubt schon lange nicht mehr an den Schund aus dem Fernsehen und Johann Kehlis‘ Botschaften. Doch das darf sie niemandem zeigen, sonst droht sie aufzufliegen. Auch Malek hat von JKs bisher nicht viel mitbekommen. Er war jahrelang im Gefängnis und lebt nun nach seiner Flucht allein in einem Wohnwagen. Als er in einer Verfolgungsjagd verstrickt wird, wird klar, dass er seinen Lebensstil verändern muss. Denn er wird von Kehlis‘ Männern gesucht und könnte bei der im Geheimen operierenden Opposition Unterschlupf finden.

Timo Leibig, der mit „Nanos – Sie bestimmen, was du denkst“ sein Verlagsdebüt im Penhaligon Verlag vorlegt, beschreibt eine erschreckende Zukunftsvision, die gar nicht so abwegig klingt. Weiterlesen

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Douglas E. Richards: Split Second – Zurück in der Zeit

Jennas Leben läuft perfekt, deshalb ist es kaum rational erklärbar, warum sie auf einmal mit einem gefesselten Mann im Kofferraum und einer Waffe im Hosenbund unterwegs ist. Noch vor wenigen Stunden war sie die Verlobte von Nate Wexler, einem bekannten Physiker. An diesem Abend eröffnete er ihr bei Kerzenschein und Weingläsern, dass ihm eine bahnbrechende Entdeckung gelungen sein, die die Grenzen der Physik auf den Kopf stellen wird. Dann ging alles ganz schnell: Fremde Männer stürmten ins beschauliche Wohnzimmer, nahmen alles mit, was sie kriegen konnten und entführten schließlich Jenna und Nate. Nun ist Nate tot und Jenna weiß nicht, wie sie sich verhalten soll. Sie wendet sich verzweifelt an einen Privatdetektiv.

Nate hat eine Möglichkeit gefunden, nur für einen Sekundenbruchteil in der Zeit zurückzureisen. Aber „Split Second – Zurück in der Zeit“ ist nichts für Fans von Zeitreisenromanen. Denn genau das will der Roman gar nicht sein. Besser beschreiben ließe er sich als Actionthriller mit wenig Augenmerk auf die Figuren, mehr Interesse an einer rasanten Handlung. Weiterlesen

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Petra Ivanov: Alte Feinde

Echten Krimifans ist Petra Ivanov vermutlich ohnehin ein Begriff. Für alle, die die Autorin noch nicht kennen sollten, empfiehlt es sich, einen Blick in ihr neuestes Buch zu werfen: ‚Alte Feinde‘. In seinem bereits achten Fall ist das Ermittlerduo Regina Flint und Bruno Cavalli diesmal in den USA unterwegs.

Worum geht es genau? Der Ermittler Bruno Cavalli ist bereits seit einigen Monaten Undercover in den USA. Er ist dort auf der Suche nach einem Blasrohrmörder. Allerdings handelt es sich dabei um keine normale Verbrecherjagd. Denn Cavalli muss erkennen, dass sowohl er als auch seine Familie in Fokus des Mörders zu stehen scheinen. Sowohl seine indianische Mutter und Großmutter, als auch seine in der Schweiz lebende Partnerin Regina und ihre gemeinsame Tochter Lily schweben in Lebensgefahr.

Von all dem ahnt Regina Flint nichts. Sie ist in ihrer Funktion als Staatsanwältin selbst mit einem Fall befasst, bei dem ein Mann in Zürich mit einem alten Revolver ermordet wurde. Als sich jedoch herausstellt, dass es sich um eine Waffe aus dem amerikanischen Bürgerkrieg handelt und der Ermordete ein Nachfahre von Henry Wirtz, einer zwiespältigen Figur dieses Krieges, war, scheint immer darauf hinzudeuten, dass die Lösung auch dieses Mordfalls in den USA zu suchen ist. Weiterlesen

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C.J. Tudor: Der Kreidemann

Die Autorin C.J. Tudor legt mit „Der Kreidemann“ ihren ersten Roman vor und macht es richtig spannend. Wie man es z. B. von Stephen King kennt, geht es um eine Gruppe von Freunden, die in ihrer Kindheit eine unheimliche Begegnung haben, hier mit dem Kreidemann, und die als Erwachsene wieder zusammenfinden, um die Geschehnisse aufzuklären.

Ed Munster (Eddie), Fat Gav, Metal Mickey, Hoppo und Nicky sind im Jahr 1986 Freunde, die die üblichen Dinge umtreibt, die Zwölfjährige beschäftigen. Zu Beginn des Thrillers treffen sie sich, um zum Jahrmarkt zu gehen, essen Hotdogs, angeln Enten – und treffen den „bleichen Mann“ zum ersten Mal: den Kreidemann. Er bringt die Freunde auf die Idee, einander mit Kreide geheime Botschaften zu schreiben, die nur sie entziffern können. Eine altmodische Angelegenheit, die aber geheimnisvoll erscheint und Spaß bringt.

Die Geschichte geht dann rasch dramatisch weiter, die Kinder werden durch Kreide-Botschaften zu einer Leiche ohne Kopf geführt. Der Prolog verrät, dass der Mädchenkopf gestohlen und in einer Tasche, in der Kreidestummel liegen, fortgetragen wird. Die Freunde werden älter, neue Menschen treten in ihr Leben und die Ereignisse ihrer Kindheit verblassen, ihre Lebenswege trennen sich. Weiterlesen

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Claire Douglas: Missing – Niemand sagt die ganze Wahrheit

Francesca und Sophie waren in ihrer Jugend unzertrennliche Freundinnen. Sie hatten keine Geheimnisse voreinander und genossen ihr Leben in vollen Zügen. Zum Bruch zwischen ihnen kam es erst, als Francesca das Küstenörtchen zum Studieren verließ. Danach war die Freundschaft den beiden nicht mehr dieselbe. Doch es keimte schwach wieder eine Verbindung zwischen ihnen auf, bis sich alles für immer veränderte: Sophie verschwand eines nachts und nur ein Schuh im Wasser blieb von ihr. Ist sie tatsächlich gesprungen, würde sie gestoßen? Was ist in der Nacht passiert? Auch fast zwanzig Jahre nach Sophies Verschwinden lässt dieses Francesca keine Ruhe. Haben die Ereignisse etwas mit dem furchtbaren Erlebnis zu tun, das die Mädchen viele Jahre vor Sophies Verschwinden hatten? Als Sophies Bruder Francesca erneut in das Küstenörtchen ruft, um eine angeschwemmte Leiche mit ihr zu identifizieren, muss sich Francesca der Vergangenheit stellen.

„Missing“ springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart und ist ein Psychothriller mit einigen spannenden Wendungen und eine Tätersuche bis zur letzten Seite. Der Roman ist zwar keinesfalls perfekt, kann aber für einige unterhaltsame Lesestunden sorgen, vor allem für diejenigen Leserinnen und Leser, die sonst nicht so oft zum Psychothriller oder Thriller im Allgemeinen greifen. Weiterlesen

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