Willkommen in den Neuen Götterlanden. Vor einem guten Jahrtausend brach die Armee der Geirrten über die Menschen herein. Für die Überlebenden schufen die Götter eine Zuflucht – einen neuen Kontinent. Hier leben sie, die Adeligen in Saus und Braus, die Verbrecher gut von ihren Opfern und die Armen von der Hand zum Mund. So mache der Menschen besitzen die Gabe der Magie, die den Menschen zusammen mit der heiligen Schrift den Weg zu Frieden und Wohlstand weisen sollte.
Im Mittelpunkt der Handlung stehen sechs zumeist junge Menschen – die Diebin Laelia, der gelangweilte Adelige Hadrian, der Karriere bei dem organisierten Verbrechen gemacht hat, die Blutende Vena, der Seher Divan, Merla die Konprinzessin und der Stuiosus Bacary. Von Divan angeleitet geht es zunächst darum, die Gefährten der Queste zu suchen und zu überzeugen, dann die Queste selbst zu schultern. Verfolgt vom Königshaus aber auch von Nero, dem Verbrecherfürst begegnen ihnen auf ihrem Weg immer wieder Ungerechtigkeit, Missgunst und Betrug. Gerechtigkeit, so scheint es, ist immer eine Frage der Macht und des Geldes…
Die in Wien geborene Autorin gewann mit vorliegendem Roman, Ihrem Debut, den dtv-Schreibwettbewerb. Und dtv hat sich bei der Veröffentlichung des High-Fantasy-Werkes wahrlich nicht lumpen lassen. Das Cover kommt geprägt und in Spot-Lackierung daher, gleich zu Beginn erwartet den Leser eine Vorstellung der Begabungen sowie eine Karte, so dass man sich in der neuen Welt schnell zurechtfindet. Weiterlesen

de aus Büchern in die Wirklichkeit herauslesen kann. Das verstehen sie jetzt nicht? Nun, Charley hat die Gabe Figuren, Lebewesen und Gegenstände aus Büchern in der Realität Gestalt annehmen zu lassen. Wenn er besonders tief in ein Buch versinkt, dies passiert ihm als promovierten Literaturwissenschaftler bedauerlicherweise viel zu oft, nehmen die Gestalten mit denen er sich gerade beschäftigt in der Realität Leben an. Als Kind hat er Millie-Radcliffe-Dix, ja, die jugendliche Detektivin und Sherlock Holmes als Begleiter ausgewählt, inzwischen hat er sich auf Charles Dickens spezialisiert und just Uriah Heep, den Bösewicht aus Dickens „David Copperfield“, herausgelesen. Mitten in der Nacht schrillt bei Rob das Telefon und er bricht, sehr zum Unwillen seiner Lebensgefährtin stante pede auf, seinem Bruder beim Einfangen des flüchtigen Heep beizustehen.





