Robert Galbraith: Die Ernte des Bösen, gelesen von Dietmar Wunder

ernteVorab sei gesagt, ich bin ein Fan. Ein neuer Fan. Ein großer Fan. Nicht nur von der großartigen Story, nein, auch von Dietmar Wunder, der perfekte Inszenierer für Robert Galbraiths „Die Ernte des Bösen“. Dazu muss ich sagen, dass ich weder Teil 1 noch 2 dieser Krimireihe kenne und mir das Hörbuch nur auffiel, weil der Name „Cormoran Strike“ mich faszinierte. Auch wusste ich mit dem Pseudonym „Robert Galbraith“ nichts anzufangen. Die Entwicklung vom Zauberhandwerk zum Krimi ist schlicht und ergreifend an mir vorbei gegangen. Wenn man das Freunden erzählt, erntet man diese mitleidigen Blicke und hochgezogenen Augenbrauen. Zudem wurde mir mitgeteilt, dass ich Teil 3 auf gar keinen Fall hören dürfe, ohne die beiden vorangegangenen Teile gehört oder gelesen zu haben. Nun denn, ich habe es trotzdem gewagt und bin von der ersten Minute an belohnt worden und war der Atmosphäre á la Raymond Chandler sofort erlegen. Weiterlesen

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Markus Berges: Die Köchin von Bob Dylan

dylanEin wirklich schönes Buch. Beschwingt, lehrreich, skurril, historisch, aktuell. So könnte  ich frohlockend weiter machen. Irgendwie bin ich ja auch mit Bob Dylan aufgewachsen, ach komm, ich gebe zu, mein Leben lang Songs von ihm zu spielen, einige seiner Kompositionen sogar mit meinen eigenen deutschen Texten versehen – und diese sogar aufgeführt zu haben –  und ich habe ihn sogar zwei Mal live gesehen. Gewohnt wortkarg, in sich gekehrt, ob beim rock n‘ roll oder bei einer seinen Balladen. Wenn überhaupt mal der Titel und ein genuscheltes thank ya. Kurz: er ist ein Genie. Und er hat sich einige Geheimnisse bewahrt, die jetzt endlich durch diesen verrückten Roman offen gelegt werden.  Egal ob das nun stimmt oder nicht: die Romanidee ist einfach spitze. Weiterlesen

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Benjamin Monferat: Der Turm der Welt

turmFrankreich, 1889: Die in Paris stattfindende Weltausstellung neigt sich dem Ende zu. Besucher und Teilnehmer aus aller Welt versammeln sich in Scharen am Fuße des Eifelturms. Doch der Pariser Geheimdienst betrachtet dies mit gemischten Gefühlen. Nur wenige Tage zuvor wurden zwei ihrer Agenten inmitten der Ausstellung tot aufgefunden, beide auf die Zeiger einer riesigen Uhr aufgespießt. Fünf vor zwölf. Das war die Uhrzeit, die die Zeiger zu diesem Zeitpunkt anzeigten. Fünf vor zwölf ist es auch für Paris. Etwas Erschütterndes steht bevor, das spüren zumindest die Eingeweihten. Und je näher die Abschlussveranstaltung der Weltausstellung rückt, umso nervöser wird die Stimmung …

Wer Benjamin Monferats „Welt in Flammen“ kennt, der weiß bereits Bescheid, wie der Hase in seinen historischen Romanen läuft. Ähnlich wie beim ersten Titel ist auch hier die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven der handelnden Personen beschrieben und in meist sehr kurze, aber knackige Kapitel verpackt. Weiterlesen

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Catharina Junk: Auf Null

nullEs gibt unzählige Bücher über den Kampf gegen den Krebs. Aber was ist eigentlich, wenn man gewonnen hat? Wenn man als gesund entlassen wird und das Leben wieder wartet? Nina findet das überhaupt nicht so einfach, wie sich das anhört.

Als sie aus dem Krankenhaus entlassen wird – nach einem Jahr – kaufen ihre Eltern ihr ein Auto, damit sie trotz ihrer Schwäche mobil bleiben kann. Aber sie denkt: Lohnt sich das überhaupt? Was, wenn der Krebs wiederkommt? Durch das Auto lernt sie immerhin Erik kennen. Es kribbelt wieder. Aber kann sie ihm das antun? Er hat schon seine Mutter verloren, was, wenn der Krebs wiederkommt? Weiterlesen

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D. W. Wilson: Den Boden nicht berühren

wilsonDavid William Wilson, kurz D. W. Wilson, ist ein junger, 1985 in Kanada geborener Autor, der Erzählungen schreibt, für die er schon mehrfach mit Preisen ausgezeichnet wurde. Mit „Den Boden nicht berühren“ (Originaltitel „Once you break a knuckle“) stand er auf der Shortlist des Dylan Thomas Prize 2013, der junge Autoren, die in englischer Sprache schreiben, ehrt und als Sprungbrett für eine literarische Karriere gilt. Und eine literarische Karriere ist D. W. Wilson durchaus zu wünschen, denn er schreibt gut. Bei dtv Premium ist nun nach dem Roman „Als alles begann“ (2014) der erste Erzählband des Autors mit dem Titel „Den Boden nicht berühren“ auf Deutsch erschienen.

Darin 12 „Jungs aus der Kleinstadt“ – Storys in der kanadischen Provinz: Da möchte Will seinem Vater, dem Polizisten John A. Crease, in „Bis einer umfällt“ lieber eine Verletzung beim Judo zufügen, als dass er ihn in den Krieg im fernen Kosovo ziehen lassen will. Weiterlesen

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Tim Parks: Worüber wir sprechen, wenn wir über Bücher sprechen

buchTim Parks ist den meisten von uns als Autor erfolgreicher Bücher wie „Stille“, der Duckworth-Trilogie und vielen weiteren bekannt. Außerdem ist er Übersetzer, Kritiker und lehrt an der Universitá IULM in Mailand literarische Übersetzung.

Wer also, wenn nicht er, der mit der Literaturwelt bestens vertraut ist, könnte ein Buch über Bücher schreiben? Parks unterteilt seine so kritischen wie amüsanten Betrachtungen über den Literaturbetrieb in vier Bereiche:

Teil 1 befasst sich mit der Welt des Buches. Hier erläutert der Autor unter anderem, ob wir Geschichten brauchen, ob Bücher etwas verändern können oder ob man Bücher zu Ende lesen soll. Weiterlesen

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Hendrik Groen: Eierlikörtage

tagDieses Buch sollte Pflichtlektüre in jedem Altenheim werden. Der niederländische Senior Hendrik Groen (83) beschreibt in einem auf ein Jahr angelegtes Tagebuch sein Leben in einem Altenheim in Amsterdam-Noord. In den Niederlanden steht dieses Buch seit zwei Jahren auf der Bestsellerliste, nun ist es endlich auch auf Deutsch erschienen.

 „Eierlikörtage“, so heißt das Werk, ist alles zugleich: lustig, ernst, traurig, unterhaltsam und vor allem wohl einfach wahr. Und es hat eine Botschaft an alle Senioren: Versucht, dem Leben noch ein wenig Freude abzutrotzen. Nur nörgeln und über die eigenen Gebrechen, das Wetter und das Essen klagen, bringt rein gar nichts. Weiterlesen

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Bernhard Hennen & Robert Corvus: Die Phileasson-Saga 01: Nordwärts

nordwärtsAsleif Foggwulf Phileasson und Beorn Asgrimmson sind die geachtetsten unter den Kapitänen Thorwals. Auf ihren Drachenschiffen habe sie halb Aventurien umsegelt, haben neue Routen erkundet, fette Prisen gemacht und wurden in den Sagas verewigt. Wer von den beiden ist aber nun der Beste unter den Seglern und Entdeckern, wer wird den Titel „König der Meere“ für sich reklamieren können? Ein Wettstreit wird ausgerufen, die beiden Kontrahenten sollen einmal um den Kontinent Aventurien herumsegeln, und dabei zwölf Questen absolvieren. Mitten im Winter geht es ohne grosse Vorbereitungen los, die von den Göttern vorgegebene Route führt die beiden Schiffe in den hohen Norden. Dass beide verfeindete Kapitäne ihre übliche Mannschaft nicht mitnehmen dürfen führt dazu, dass sie sich eine neue Crew – Elfen, Ritter und Magiekundige dürfen hier nicht fehlen – rekrutieren müssen. Dann geht es an Bord der Seeadler und der Seeschlange auf in das Land aus Eis und Schnee. Als erste Aufgabe gilt es ein Mammut zu fangen bevor es dann zum Himmelsturm, dem verschollenen Heiligtum der Elfen gehen soll … Weiterlesen

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Nick Hornby: Miss Blackpool

hornbyNick Hornby, Autor trendiger Pop-Romane der 90er-Jahre, reist in diesem Buch noch 30 weitere Jahre zurück– in die nicht minder trendige Ära der Swinging Sixties in London. Eine Zeit des Aufbruchs zwischen Althergebrachtem und Moderne. Homosexualität ist noch gesetzwidrig, Comedy eine reine Männerdomäne, die Bekanntschaft mit Farbigen eine exotische Angelegenheit.
Plötzlich werden Scheidungen gesellschaftsfähig, erobern Beatles und Stones die Hitparaden und auf Theaterbühnen werden Schamhaare beim Nacktmusical präsentiert.

Die bildhübsche 21-jährige Barbara bahnt sich ihren Weg durch diese Zeitenwende. Sie hat gerade die Wahl zur Miss Blackpool gewonnen, als sie die Krone hinwirft und nach London aufbricht. Weiterlesen

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Linus Geschke: Jan Römer 02: Und am Morgen waren sie tot

geschkeDeutsch-belgisches Grenzgebiet, 1997: Zwei Pärchen zelten ohne Argwohn in einem Waldstück. Zwei Tage später werden die Leichen von zwei der Beteiligten gefunden, die übrigen beiden Menschen sind bis heute verschollen, Leichen von ihnen wurden keine gefunden. Als der Journalist Jan Römer sich mit dem eingestaubten Geschehen befasst, ahnt er noch nicht, dass er bald knietief in dem Fall stecken wird. Als er sich mit einem ehemaligen Zeugen trifft, um von ihm mehr zu erfahren, wird sogar auf ihn geschossen und der Zeuge kommt zu Tode! Doch wer glaubt, dass er damit Jan Römer vertreiben könnte, hat sich geschnitten. Jans Interesse ist jetzt umso mehr geweckt und mit seiner besten Freundin Mütze stürzt er sich in die Ermittlungen. Weiterlesen

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