Andreas Brandhorst: Omni

brandhorstDie Welt in einer fernen, sehr fernen Zukunft. Vor 700 Jahren brachte der Krieg der Konzerne die menschliche Spezies an den Rand der Ausrottung. Die Erde, Wiege der Menschheit, wurde unbewohnbar, die Lage der menschlichen Herkunft ging verloren. OMNI, der Zusammenschluss diverser Superzivilisationen hätte den verlustreichen Krieg verhindern können, allein, OMNI mischte sich, wie üblich, nicht ein.

Inzwischen sind die Konzerne wieder erstarkt, die Menschheit hat sich neue Heimatplaneten gesucht und gefunden. Im Kanon der intelligenten Völker spielt sie wieder eine bedeutende Rolle, auch, weil die „Agentur“ eine nicht ganz geheime Geheimorganisation mit nicht immer legalen Mitteln dafür Sorge trägt, dass menschliche Völker auf der Gewinnerstrasse landen. Jetzt hat die Schattenorganisation einen neue Plan – ein Artefakt wurde gefunden, eine Pandora-Maschine mit der man alles, auch ultimative Waffen herstellen kann. Weiterlesen

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Chevy Stevens: Those Girls – Was dich nicht tötet

thoseDie 14-jährige Jess ist mir ihren beiden Schwestern Courtney und Dani, jeweils 16 und 17 Jahre alt, auf der kanadischen Farm der Familie weitgehend auf sich allein gestellt. Die Mutter ist bereits vor Jahren verstorben, der Vater verschwindet oft wochenlang. Als er diesmal zurückkehrt, geht jedoch Einiges schief. Unter Alkoholeinfluss verletzt der Vater Courtney schwer und bringt sie fast um. Jess erschießt ihn aus Notwehr heraus. Und dennoch haben die drei Mädchen Angst vor den möglichen Konsequenzen. Sie verstecken die Leiche des Vaters und fliehen kurzerhand durchs Land. Als sie die Brüder Gavin und Bryan treffen, ahnen sie nichts Schlechtes. Doch noch lange danach werden die drei sich an die Jungs erinnern, denn es geschieht Schreckliches … Weiterlesen

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Don DeLillo: Null K

nullEinen schwerverdaulichen Brocken serviert uns der mittlerweile fast 80-jährige amerikanische Autor Don DeLillo mit seinem neuen Roman „Null K“.

Ein Mann namens Jeffrey – im Roman der Ich-Erzähler – reist zu einem Ort irgendwo in der Wüste, wo die neue, schwerkranke Frau des Vaters eingefroren werden soll, um sie später, wenn die Medizin es erlaubt, aufzutauen und zu heilen. Kryonik heißt dieses Verfahren in der Fachsprache, dem sich in den 1960er-Jahren erstmals ein Mensch unterzog.

Klingt interessant, ist es aber in der Umsetzung Don DeLillos nicht. Der Autor verliert sich in nebulösen Kapiteln, die zum Teil philosophische Reflexionen über den Tod, zum Teil Erinnerungen aus dem Vorleben des Ich-Erzählers beinhalten, zu selten aber mit dem unmittelbar bevorstehenden Prozess zu tun haben. Weiterlesen

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Christoph Ransmayr: Cox: oder Der Lauf der Zeit

coxDas ist ein Roman, den ich nicht gerne rezensieren würde, wäre er mir vorgelegt worden, mit genau dieser Bitte darum. Das liegt an einem ständigen Unbehagen, der Unlust, das Buch immer wieder in die Hand nehmen (zu) müssen – weil es mich doch streckenweise sehr langweilte. Es gibt viele Bücher mit hochtrabenden Titeln die, sagen wir, die ZEIT, als philosophische, quasi metaphysische Dominante nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen. Denn die Zeit ist und bleibt ewig ein Rätsel. Obwohl es die Relativitätstheorie schon lange gibt, die Ungleichheit der Zeit,  die Quantenphysik, die Masse und das endlose Universum mit seiner Mehrdimensionalität. Jetzt könnte man banal weitermachen, denn die milden Einsichten wie „Alle Uhren gehen anders“ oder „Was ist schon Zeit? Man kann trödeln und trödeln – es wird einfach nicht früher!“ kann man auch ganz lustig an den Mann bringen. So, und jetzt Ransmayr. Weiterlesen

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Michel Bussi: Beim Leben meiner Tochter

3193Bussi_Leben_v5.inddDen Familienurlaub auf der französischen Insel La Réunion hatte sich Martial Bellion gewiss anders vorgestellt. Ein ganz normaler Tag am Pool wird plötzlich zum Albtraum, denn seine Ehefrau Liane verschwindet auf dem Hotelzimmer und taucht nicht mehr auf. Zurück bleibt lediglich eine Blutspur und tausend Fragen der Polizei. Rasch ist Martial mit der sechsjährigen Tochter Josapha auf sich allein gestellt und muss feststellen, dass er nicht zu Unrecht der Hauptverdächtige der Polizei ist. Viele der Spuren deuten auf ein Einwirken des Ehemannes hin, so wurde er kurz vor dem Verschwinden seiner Ehefrau noch von der Putzfrau beim Betreten des Zimmers gesehen. Kann Martial die Tragödie noch abwenden und was ist wirklich mit Liane passiert? Martial taucht mit der gemeinsam Tochter unter und begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit. Weiterlesen

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Martin Suter: Cheers: Feiern mit der Business Class

cheersIn dieser Kolumnensammlung Martin Suters nimmt der Autor uns mit in die Chefetagen der Wirtschaft und des Geldes, in der ein Fauxpas seiner Protagonisten den nächsten jagt.

Suter kompromittiert in seinen Erzählungen die Chefs und Manager der obersten Etagen, indem er hinter die Kulissen seiner Figuren blickt. Durch die Peinlichkeiten, mit denen er pointiert, lässt er seine aalglatten Übermenschen ihre unnahbaren Gebaren ablegen und verleiht ihnen stattdessen allzu menschliche Züge.

In seinen kurzen, klaren Geschichten führt er Platzhirsche vor, die während sie um Hierarchien, um eine Frau oder die Gunst eines Geschäftspartners buhlen, schauspielern, was das Zeug hergibt. Wir begegnen ihnen bei Geschäftsessen, Einladungen von Chefs, in dunklen Bars, erfahren von Eheproblemen, Affären, Alkoholproblemen, Missverständnissen, Selbstüberschätzung, Schönfärberei.  Weiterlesen

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Ruth Ware: Im dunklen, dunklen Wald, gelesen von Julia Nachtmann

waldNora ist 26 und hat sich als Krimischriftstellerin in ihrem Leben eingerichtet. Eingerichtet trifft es wohl ganz gut, denn sie lebt extrem abgeschottet und menschenscheu in London. Da erreicht sie die Einladung zur Junggesellenabschiedsparty ihrer alten Freundin Claire. Nora zögert lange und sagt dann doch zu. Die Feier ist eher exklusiv, lediglich 6 Gäste sind es einschließlich der Gastgeberin und sie findet in einem Glashaus mitten im Wald statt. Nora bereut sehr bald, überhaupt gekommen zu sein, kein Kaffee, kein Handy-Empfang und gemeinsame Unternehmungen, die sie entweder langweilen oder kränken. Aber es kommt noch schlimmer… Weiterlesen

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Anita Terpstra: Anders

Anders von Anita TerpstraSeit sechs Jahren ist Sander wie vom Erdboden verschluckt. Als Elfjähriger verschwand der Junge spurlos bei einem Nachtausflug im Ferienlager in Holland; seinen Freund, mit dem er unterwegs war, fand die Polizei ermordet im Wald. Plötzlich taucht Sander wieder auf. Aber der 17-Jährige ist irgendwie anders als das Kind, das damals verschwunden ist.

Und seine Geschichte, die die Niederländerin Anita Terpstra im Krimi „Anders“ erzählt, gibt Rätsel auf. Sanders Eltern Alma und Linc haben sich inzwischen getrennt, seine ältere Schwester Iris hat sich abgekapselt und studiert in Amsterdam. Sie zweifelt immer mehr daran, dass dieser Junge wirklich Sander ist. Terpstra erzählt im Mittelteil etwas ausschweifend, hält aber bis zum Schluss einen großen Spannungsbogen. Weiterlesen

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John Marsden: Morgen war Krieg

krieg»… Corrie und ich sagten, wir wollten in den Busch und während der Weihnachtsferien einige Tage wie Wilde leben« (S. 9)

Aus der Idee wird ein Plan und schnell ein Erfolg bei den Eltern. Zu siebt fahren die Jugendlichen in die Berge, zu einem zugewachsenen Tal, das »die Hölle« genannt wird. Und während sie unter Bäumen faulenzen und Spaß haben, findet eine Invasion statt. Ihre Eltern, fast die gesamte Bevölkerung der Umgebung werden gefangen genommen. Als die Erzählerin Elli und ihre Freude heimkehren, finden sie verlassene Häuser, verhungerte Haustiere und an manchen Stellen Kampfspuren. Völlig auf sich gestellt, planen sie ein Verweilen in der Hölle. Dies kann nur funktionieren, wenn sie mehr über die Armee und das Schicksal ihrer Familien erfahren. Von jetzt auf gleich müssen sie um ihr Überleben kämpfen, dass unweigerlich Folgen haben wird. Weiterlesen

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Andreas Eschbach: Teufelsgold, gelesen von Matthias Köberlin

eschbachIm 13. Jahrhundert gelangt ein Wanderer in eine Burg, der Burgherr spürt das Geheimnis auf, dass sich in dem seltsamen Karren verbirgt. Nichts weniger als den Stein der Weisen trägt der Alchemist John Scoro durch Europa. Der Burgherr lässt sich damit eine goldene Rüstung fertigen, aber das Gold ist verflucht und lässt jeden in seiner Nähe erkranken und sterben.

Im 21. Jahrhundert findet Hendrik Busske, junger Schnösel aus der Finanzwelt, in Zürich ein geheimnisvolles Buch über den Stein und die goldene Rüstung. Er muss es haben, um jeden Preis – also stielt er es, als es sich als unverkäuflich erweist. Er verliert es wieder, aber die Berührung hat Spuren hinterlassen. Weiterlesen

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