Die Welt der sieben Satrapien hat eine Ära des Friedens und des Wohlstands hinter sich. Der Preis dafür aber war hoch. Die wenigen Begabten, die Licht in Luxin zu wandeln imstande sind brennen nach einigen Jahren aus und müssen, bevor sie verrückt und damit zum unkalkulierbaren Risiko werden, vom Prisma getötet werden. Über all dem herrscht Lord Prisma. Gavon Guile kerkerte den eigenen Bruder in ein Gefängnis aus Luxin ein, brachte ihn schließlich um, nur um als Prisma das Reich zu retten. Er, der mächtigste der Lichtwandler wurde zur tragischen Figur. Gefangen gefoltert und geblendet wird er befreit, dann aber vom eigenen Vater gnadenlos in dem von ihm selbst geschaffenen Kerker festgesetzt. Es ist mehr eine Frage des wann als des ob, bis er dort zugrunde geht. Weiterlesen
Autor: Leselust Team
Caitlin Moran: Meine happy crazy Großfamilie oder Mein erster Roman mit 15 3/4
Morag ist 15 Jahre alt, als ihre Eltern beschließen, sie und ihre drei jüngeren Geschwister aus der Schule zu nehmen und zu Hause zu unterrichten. Dabei hat die Familie so und so schon genug um die Ohren mit den insgesamt 5 Kindern, die jüngste die zweijährige Poppy, den drei Hunden, dem Haus und dem Garten. Und dann sind da noch die immer wieder ins Haus flatternden Rechnungen. Im Hause Narmo ist das Chaos vorprogrammiert, aber die Kids lernen fürs Leben.
Caitlin Moran hat den vorliegenden Kurz-Roman mit nur 15 Jahren verfasst und darin viele Elemente aus ihrer eigenen Kindheit eingefügt. Alles in allem ist „Meine happy crazy Großfamilie“ viel, viel, viel zu kurz. Weiterlesen
Rayk Anders: Eure Dummheit kotzt mich an
Gleich vorneweg: ich habe das Buch sehr genossen und es gerne gelesen. Da ich sowieso im selben Kulturbetrieb unterwegs bin – zwar habe ich keinen eigenen youtube Kanal, aber doch die Bühne als Forum, sowohl als Veranstalter als auch auf der Bühne – komme ich gleich zum Problem: wir schmoren im eigenen Saft. Mein guter Freund Volker Pispers hat (wahrscheinlich) aufgehört öffentlich aufzutreten, weil er es nicht mehr ertragen konnte, über 30 Jahre exzellent recherchierte Pointen in die vollen Säle tropfen zu lassen, um am Ende zu erleben, dass nichts Konsequenzen hatte. Das gipfelte in einer Art Publikumsbeschimpfung: „Nein, Sie sind nicht gemeint, sie haben ja eine Eintrittskarte für das politische Kabarett!“ Weiterlesen
Lauren Oliver: Als ich dich suchte
Nick und Dara, zwei unzertrennliche Schwestern, die nur der Altersunterschied von einem Jahr zu trennen scheint. Doch als im März ein Unfall passiert, der Dara für immer zeichnet und den Nick verursacht als Fahrerin des PKW verursacht hat, ist zwischen den Mädchen nichts mehr wie es war. Nick würde gerne wieder diese ungeahnt starke Verbindung zwischen ihnen beiden spüren und setzt alles auf eine Versöhnung, doch Dara blockt ab und macht sich rar. Auch dass der Nachbarsjunge Parker wieder auftaucht, macht die Sache nicht gerade einfacher. Denn Parker war früher Nicks bester Freund, ging aber vor kurzem eine Beziehung mit Dara ein, die Nick noch immer zu schaffen macht. Erst als ein 9-jähriges Mädchen im Ort spurlos verschwindet und auch Dara wenig später nicht mehr auffindbar ist, erkennt Nick die wahre Gefahr. Weiterlesen
David Foenkinos: Das geheime Leben des Monsieur Pick
In dem kleinen Kaff Crozon in der Bretagne gibt‘s eine Bibliothek für alle Romane, die nie einen Verlag gefunden haben. Eines Tages findet sich dort jedoch ein Meisterwerk, das fortan die gesamte Welt der Literatur in Aufregung und Verzückung versetzt.
Das ist der Ausgangspunkt in David Foenkinos Roman „Das geheime Leben des Monsieur Pick“. Und der Autor des Fundstücks ist in dem Dörfchen kein Unbekannter. Es ist der Pizzabäcker Henri Pick. Doch niemand kann sich vorstellen, dass er, den man niemals mit einem Buch in der Hand gesehen hat, wirklich in seiner knappen Freizeit heimlich einen Roman geschrieben haben soll. Weiterlesen
Stephanie Lang von Langen: Entspannt mit Hund
Das Buch der Tierpsychologin Stephanie Lang von Langen beschäftigt sich hauptsächlich mit der Frage nach der Work-Life-Balance des Hundes. Ist schon richtig, manche Hunde haben einen engeren Terminplan als mancher Manager. Es gibt Rassen, die machen das ohne murren mit – meiner zum Beispiel nicht. Der zeigt schon sehr deutlich, wenn er keine Lust mehr hat, allerdings darf er das auch und ich höre drauf. Stephanie Lang von Langen erklärt das entspannte zusammenleben anhand der fünf Grundbedürfnisse des Hundes (fünf Grundbedürfnisse des Hundes (Ruhe, Bewegung, Bindung, Beschäftigung und Spiel), man muss ihr nicht an jeder Stelle zustimmen, aber es ist auf jeden Fall interessant zu lesen. Weiterlesen
Reiner Strunk: Der Dolch des Patriarchen
Es ist bereits der zweite Kirchenkrimi, den Reiner Strunk veröffentlicht. Der 1941 geborene promovierte Theologe schafft es, eine gesellschaftspolitisch relevante Situation in Form einer fiktionalen Kriminalgeschichte zu präsentieren.
Unvermittelt stürzt dem Protagonisten der Geschichte, dem Gemeindepfarrer Beermann, ein Kommilitone aus alten Tagen vor die Füße. Der Dolch, der in dessen Rücken steckt, macht dem Pfarrer schlagartig klar, dass er zum zweiten Mal als Ermittler gefordert ist. Erst einige Tage zuvor hatte das Opfer, Thomas Wackernagel, am Rande eines Promotionstreffens dem Pfarrer einen Besuch angekündigt. Eine Kontaktaufnahme, die tödlich endet. Schnell gerät der Pfarrer in den Bann einer Geschichte, deren Tragweite er zunächst nicht erkennt. Weiterlesen
Jón Gnarr: Der Outlaw – Eine isländische Jugend am Rande der Gesellschaft
Jón Gnarrs Werdegang ist mehr als abenteuerlich: Problemkind, Punker, Anarchist, Radiokomiker, Gründer der „Besten Partei“ Islands, Oberbürgermeister von Reykjavik. Nach seiner Biografie „Indianer und Pirat“ setzt diese Autobiografie in einer schmerzlichen Zeit an: Jón landet in einem Heim für schwer erziehbare Jugendliche. Der Vierzehnjährige hadert mit den Regeln des Schulsystems, doch er findet etwas Zugehörigkeit. Unter Islands verlorenen Kindern ist er nicht mehr länger ein Mobbingopfer. Er ist der coole „Jonsi-Punk“.
Die Jugendanstalt in Núpur liegt am Rande der Welt, umgeben von Meer, Felsen und meterhohen Schneehügeln. Hier wären Gitter vor den Fenstern gar nicht nötig, da es nichts gibt, wohin die Jugendlichen flüchten könnten. An diesem Ort verbringt Jón zwei Jahre seines Lebens. Tapfer gilt es, verdorbenen Walgulasch hinter zu würgen und sich morgens den Weg frei zu schippen. Weiterlesen
Kristina Pfister: Die Kunst, einen Dinosaurier zu falten
Es sind die wohl größten Lehrjahre des Lebens: Jener schwerelose Raum zwischen Jugend und Erwachsenendasein. Für viele eine aufregende Zeit des Aufbruchs. Für andere jedoch eine Zeit voller Selbstzweifel und Stagnation. Die 24-jährige Annika gehört zur letzteren Gruppe. Sie hat ihr Studium beendet, macht sinnlose Praktika, weiß nicht wohin mit sich. Ihren gleichaltrigen Freundinnen scheint es wesentlich besser zu gehen: Facebook-Schnappschüsse von exotischen Auslandsaufenthalten, tollen Jobs und neuen Liebschaften führen Annikas eigenes Versagen vor Augen. Sie zieht sich immer mehr zurück. Bis sie eines Tages ein ungewöhnliches Mädchen kennenlernt, dass ihrem Leben eine neue Richtung gibt. Weiterlesen
Jacques Berndorf: Eine Reise nach Genf (1993)
Man muss schon eine Autoren-Institution sein, um erleben zu dürfen, dass seine Werke mehrfach und in verschiedenen Verlagshäusern neu herausgebracht werden. Jaques Berndorf, 1936 in Duisburg geboren, darf dies für sich in Anspruch nehmen. Aus Anlass seines 80. Geburtstags bringt der KBV Verlag frühe Werke Berndorfs als Neuauflage heraus, was sicherlich auch einer Verbeugung vor dem Lebenswerk des Autors gleichkommt. Dazu gehört u.a. auch „Eine Reise nach Genf“.
Jaques Berndorf, dessen erzählerische Bühne in der Eifel steht, konfrontiert seinen Protagonisten Siggi Baumeister mit einem realen Fall. Die meisten der Berndorf-Leser haben das Bild des toten Uwe Barschel in der Badewanne eines Genfer Hotels sofort vor Augen. Weiterlesen