Bill Clegg: Fast eine Familie

Jeder kennt jeden in dem kleinen Provinznest Wells in den USA. Die Bewohner sind „Fast eine Familie“. Und als eine Tragödie geschieht, hat jeder irgendwie damit zu tun.

Einen herzzerreißenden Roman über abgrundtiefe Trauer, Mitgefühl, Mitmenschlichkeit und Einsamkeit ist dem Amerikaner Bill Clegg mit dem Buch „Fast eine Familie“ gelungen. Dieser Debütroman des Autors stand wochenlang auf den Bestsellerlisten in den USA; jetzt ist er in deutscher Übersetzung erschienen.

Es ist ein unendliches Leid, das die 50-jährige June erlebt: Am Vorabend der Hochzeit ihrer Tochter kommen die Braut, ihr Bräutigam, der Vater der Braut und Junes neuer Lebenspartner Weiterlesen

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Patrick Flanery: Ich bin niemand

Sehr viel innerer Monolog, wenig Handlung – auf diesen kurzen Nenner lässt sich der Roman „Ich bin niemand“ des 1974 geborenen US-amerikanischen Autors Patrick Flanery bringen.

Ein Geschichts-Professor, der an der New York University lehrt und das zuvor zehn Jahre lang in Oxford getan hat, erhält plötzlich seltsame Pakete, die ihm zeigen, dass sein Leben komplett überwacht wird. Doch warum geschieht das? Er ist doch – in Anlehnung an den Titel – „ein Niemand“. Hängt es möglicherweise mit einer Affäre zusammen, die er mal mit einer ägyptischen Studentin hatte? Weiterlesen

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Gilly Macmillan: Perfect Girl

Ich muss zugeben, bezüglich dieses Buches bin ich sehr zweigeteilt. Auf der einen Seite ist es ein gut aufgebauter Thriller mit einer starken Protagonistin. Auf der anderen Seite gefällt mir die Botschaft nicht.

Zoe Maisey gibt ihr erstes Konzert als Pianistin in ihrem neuen Leben. Am nächsten Morgen ist ihre Mutter tot. Das ist kein Spoiler, das steht auf den ersten Seiten. Im folgenden wird erst Zoes Leben auf den Prüfstand gestellt und anschließend das ihrer ganzen Familie. Die Familie ist zum Teil angeheiratet. Vor drei Jahren hatte Zoe nämlich einen Autounfall, an dem sie schuld war und bei dem drei ihrer Mitschüler starben. Sie war betrunken und hat ihre Strafe bereits abgesessen. Ihre ursprüngliche Familie ist allerdings daran zerbrochen. Ihre Mutter hat wieder geheiratet, einen Witwer mit einem Sohn in Zoes Alter, der auch Klavier spielt. Sie dürfen nicht erfahren, was damals geschehen ist. Der Grund dafür zeigt sich erst am Ende des Buches, bis dahin glaubt man nur, ihre Mutter würde sich für Zoe schämen. Weiterlesen

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Wolfgang Thon: Blutiges Land

Wir befinden uns mitten im Dreißigjährigen Krieg. Wallenstein hat im Auftrag des katholischen Königs gerade die protestantischen Horden des Dänenkönigs in Lütten geschlagen, der Sieg scheint in greifbarer Nähe zu sein. In einem kleinen Kaff abseits des Kriegsgeschehens lebte man bislang friedlich. Bis eines Tages Reisende vorbeikommen. Die ersten, Protestanten mit einem Juden im Gepäck sind auf der Flucht, die Anderen, Katholiken versuchen die Flüchtigen einzufangen. Beide aber gehen mit den Bewohnern der Region nicht eben pfleglich um. Die Zeit, der Krieg und die damit verbundene Verrohung hat seinen Tribut gekostet – der geschliffene Stahl ist ebenso schnell gezogen, wie die Arkebuse abgefeuert. Weiterlesen

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Steven James: Das tote Mädchen

Daniel ist 16 Jahre alt, als eine Mitschülerin, die 14-jährige Emily, tot am örtlichen See gefunden wird. Als er mit seinem Vater, dem Sheriff, auf die Beerdigung geht, passiert etwas Seltsames. Daniel glaubt zu sehen, wie sich das tote Mädchen aus ihrem Sarg erhebt und ihn laut darum bittet, ihren Tod aufzuklären! Überwältigt fällt Daniel in Ohnmacht, muss jedoch kurze Zeit später vorstellen, dass nur er die seltsamen Vorkommnisse bemerkt hat. Ist das alles wirklich nur in seiner Fantasie passiert? Auch seine Mitschülerin Stacy scheint an Emilys Tod interessiert und so beginnt Daniel mit eigenen Recherchen zu Emilys Todesumständen. Weiterlesen

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Arnaldur Indriðason: Tage der Schuld

Arnaldur Indriðason, 1961 geborener isländischer Krimiautor, ist in Deutschland vor allem durch seine Kommissar Erlendur-Reihe bekannt. Inzwischen sind elf Titel dieser Reihe auf Deutsch erschienen. Mit dem zwölften Band „Tage der Schuld“ (in einer Übersetzung von Coletta Bürling), der am 16. Februar 2017 bei Bastei Lübbe erschienen ist, führt  Indriðason die Leser zu Kommissar Erlendurs Anfängen bei der isländischen Kriminalpolizei in Reykjavik Ende der 1970er Jahre.

In „Tage der Schuld“ ermitteln Erlendur Sveinsson und sein Vorgesetzter Marian Briem in einem Mordfall, in dem eine männliche Leiche in einem See mitten in einem Lavafeld auf der Halbinsel Reykjanes gefunden wurde. Weiterlesen

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Kerstin Preiwuß: Nach Onkalo

Kerstin Preiwuß, eine 1980 geborene deutsche Autorin aus Mecklenburg, widmet sich nun schon in ihrem zweiten Roman den Menschen, die irgendwo auf dem Lande leben, ihre Schrullen pflegen und wenig mit dem modernen Leben in den Städten zu schaffen haben.

War es in „Restwärme“ (2014) eine etablierte Geologin, die sich nach Jahren wieder den beengenden Verhältnissen bei ihrer Familie in der mecklenburgischen Provinz stellen muss, ist es in ihrem neuesten Werk „Nach Onkalo“ ein Mann, der nach dem Tod seiner Mutter Schwierigkeiten hat, allein Fuß zu fassen.

Matuschek, so heißt dieser Mann, wohnt irgendwo in der Knüste. Außer seinem Taubenschlag hat er nichts. Gut, es gibt eine russische Nachbarsfamilie, die ihm hilft, und den alten und kranken Witt, der ebenfalls Tauben züchtet. Weiterlesen

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Dagmar Fohl: Alma

Sieben Jahre irrt er jüdische Musikalienhändler Aaron Stern von 1939 bis 1946 um die Welt: Er will mit seiner Frau Leah nach Kuba flüchten und muss aber seine neu geborene Tochter Alma in Hamburg zurücklassen. Nach einer Odyssee durch die Niederlande, harte Jahre in Auschwitz und Bergen-Belsen kommt er 1946, inzwischen 27 Jahre alt, zurück nach Hamburg und hat nur ein Ziel: Alma wiederzufinden.

Dagmar Fohl erzählt die tragische Lebensgeschichte aus dem Rückblick des fast 100 Jahre alten Mannes sehr menschlich, Weiterlesen

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Alex Lake: Es beginnt am siebten Tag

Die Britin Julia Crowne ist eine vielbeschäftigte Anwältin, die Familie und Job unter einen Hut bekommen muss. Da sie sich von ihrem Ehemann Brian trennen will, muss sie lernen, auf sich allein gestellt zu sein. Das bedeutet auch, die 5-jährige Tochter Anna allein aus der Schule abzuholen. Doch an diesem Tag kommt Julia zu spät – und Anna ist schon weg! Das Mädchen ist nicht auffindbar und wird bald landesweit gesucht. Nach einigen Stunden wird eine Entführung immer wahrscheinlicher, denn Anna ist weder bei Vater, Oma, anderen Verwandten oder Freunden. Julia geht durch die Hölle und macht sich schreckliche Vorwürfe. Weiterlesen

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Michael R. Fletcher: Chroniken des Wahns 01: Blutwerk

Stellen Sie sich einmal eine Welt vor, in der Talentierte die Wirklichkeit beeinflussen können. Kein Problem, ist leicht finden Sie, nun, dann satteln wird doch noch ein wenig drauf. Eine Welt, in der die so Talentierten ihre Kräfte aus dem Wahnsinn ziehen. Richtig, jetzt wird es interessant im Sinne von blutig, verrückt, grausam. Egoloth ist solch ein mächtiger Wahnwirker. Seine unterschiedlichen Aspekte manifestieren sich um ihn herum, treiben ihn langsam aber sicher immer weiter in den Wahn. Er ahnt, nein, er weiß, dass er nicht mehr lange Zeit hat, bevor ihn seine Spiegelbilder verraten und er unrettbar verloren ist. Doch Egoloth hat einen Plan. Als Anführer der Geborenen, einer religiösen Sekte arbeitet er schon seit Jahren auf ein, auf sein großes Ziel hin – er will aus einem talentierten Kind einen Gott schaffen. Weiterlesen

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