Clemens Meyer: Die stillen Trabanten: Erzählungen

Clemens Meyer (1977 in Halle an der Saale geboren) lebt und arbeitet in Leipzig. Für seine Arbeiten wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Die Presse ist voll des Lobes für den Autor, der schon mit großen Erzählern wie Salinger oder Hemingway verglichen wurde. Im März erschien Meyers neuestes Werk „Die stillen Trabanten – Erzählungen“ beim S. Fischer Verlag.

Darin drei mal drei Erzählungen, die von jeweils einer Miniatur eingeleitet werden. Da ist der alternde Mitarbeiter eines Wachdienstes, der seinen Dienst in einer Trabantenstadt versieht, zu der auch ein Ausländerwohnheim, das Objekt 95, gehört. Für ihn verweben sich während eines nächtlichen Rundganges Vergangenheit und Gegenwart miteinander, in denen er sich seiner Zuneigung zu einer Bewohnerin des Objektes 95 (wieder-)erinnert. Oder der alte Mann auf einer Bank, der einem Unbekannten von der alten Strandbahn entlang der Küste erzählt. Weiterlesen

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Colleen Hoover: Nächstes Jahr am selben Tag

Seit die 18-jährige Fallon bei einem Brand vor zwei Jahren schwere Verbrennungen davontrug, ist das Leben der Nachwuchsschauspielerin nicht mehr dasselbe. Genau am Tag vor ihrer Abreise von L.A. nach New York lernt sich den gleichaltrigen Benton, genannt Ben, kennen. Die Chemie zwischen den beiden stimmt sofort und sie verbringen einen tollen Tag miteinander. Doch Fallon hat sich selbst eine Regel aufgestellt: Verliebe dich niemals, bevor du nicht dich selbst kennst. Und dafür braucht es noch fünf Jahre. Fallon und Ben beschließen, sich jedes Jahr zur selben Zeit am selben Ort zu treffen und den Tag miteinander zu verbringen. Nach fünf Jahren wollen sie dann entscheiden, ob aus ihnen mehr werden kann.

Colleen Hoovers Buch ist genau so, wie man es erwarten würde. Ein wahrer Hoover-Roman, vor allem für die Fans der tollen Autorin, aber auch für all jene, die es werden wollen. Weiterlesen

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Sebastian Fitzek: AchtNacht

Fake-News sind gefährlich. Vor allem, wenn sie den Leuten das erzählen, was sie hören wollen. Jemand wird für eine Nacht geächtet (bitte, es heißt geächtet und Geächtete und nicht „Achtnachter“), angeblich hat sogar die Bundesregierung Straffreiheit für denjenigen zugesichert, der den Geächteten zur Strecke bringt und natürlich gibt es eine dicke Belohnung. Muss wahr sein, stand ja schließlich im Internet. Dass das jeder gültigen Rechtsprechung in Deutschland widerspricht, stört kaum einen der Jäger, dabei hätte es gereicht, das Grundgesetz aufzuschlagen. Die wenigen, die darauf hinweisen, werden niedergethreated.

Es trifft Ben. Plötzlich hört er seinen Namen im Radio, erkennt sein Gesicht auf Videowänden und weiß nicht, wie ihm geschieht. Der Einstieg ist gewohnt spannend und lässt den Leser mit der Frage weiterlesen: Wieso Ben? Weiterlesen

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Haruki Murakami: Birthday Girl

Haruki Murakami schafft es wie kein Zweiter, den Raum zwischen den Zeilen zu füllen. Mag dieses Buch mit seinen 72 beschriebenen und illustrierten Seiten auf den ersten Blick übersichtlich wirken, so öffnet der Autor die Augen für all das, was sich dahinter verbirgt. Das Ungesagte seiner Prosa kann es mit jedem umfangreichen Roman aufnehmen. Der Autor regt die Imagination des Lesers an, verleitet dazu, sich mit universellen Themen wie dem Zauber und Fluch von Wünschen auseinanderzusetzen.

Zur Erzählung: An ihrem zwanzigsten Geburtstag geht eine junge Frau wie gehabt ihrer Arbeit in einem Restaurant nach. Doch ausgerechnet heute wird der Geschäftsführer krank und sie muss dem mysteriösen Eigentümer, der die oberste Etage bewohnt und den niemand zu Gesicht bekommt, dessen Abendessen aufs Zimmer liefern. Der ältere Herr bietet der Kellnerin an, ihr einen Wunsch zu erfüllen. Egal, welchen. Die Antwort überrascht ihn. Und den Leser überrascht die Auflösung – oder vielmehr das Ausbleiben derselben. Weiterlesen

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James Islington: Die Licanius-Saga 01: Das Erbe der Seher

Zwanzig Jahre ist es her, dass die Herrschaft der Auguren, magisch begabter Seher ein jähes, gewaltsames Ende fand. Seitdem stehen die wenigen Begabten, die die Hetzjagd überlebt haben und neu entdeckte Begabte unter der mehr als strengen Kontrolle der Administration. Wer immer seine Gaben ohne Fessel und ohne Bindung durch den vierten Grundsatz außerhalb der wenigen verbliebenen Refugien nutzt, dem werden seine Fähigkeiten gnadenlos und schmerzhaft entrissen.

Davian wird seit einigen Jahren ausgebildet. Allerdings kann er die Essenz immer noch nicht binden und die Prüfung naht bedrohlich. Er büffelt, übt und doch mehr, als dass er anhand einer schwarzen Wolke erkennt, wenn sein Gegenüber lügt, bringt er einfach nicht zustande. Dass diese Fähigkeit des Lesens als Macht der Auguren mit der Todesstrafe verfolgt wird zwingt ihn dazu, seine Kräfte zu verleugnen. Ihm droht die Blockierung aller magischen Kräfte – er würde zu einem der rechtlosen Schatten. Weiterlesen

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Petra Ivanov: Erster Funke

Petra Ivanov geht zu den Anfängen ihrer Krimireihe zurück und greift gleichzeitig ein aktuelles Thema auf: Insider stehlen brisante Daten, verlassen für den Verkauf das Land und werden in den USA von unterschiedlichen Interessenvertretern gejagt.

Einer von ihnen ist der Ermittler Bruno Cavalli. Bereits in der Schweiz hat er alle Gewohnheiten der Diebe studiert und folgt systematisch ihren Spuren. Seine speziellen Kenntnisse will sich das FBI zunutze machen, ohne ihm jedoch zu vertrauen. Als Cavalli einen der Diebe in einem Hangar aufspürt, ist ihm ein Mörder nur wenige Augenblicke zuvorgekommen. Nur knapp entgeht er seiner eigenen Ermordung. Trotzdem wird er verhaftet. Das FBI unterstellt Cavalli, ein Insider zu sein. Wieso weiß er so viel über die Diebe? Jetzt fehlen nur noch die Freundin des toten Diebes und die Daten. Weiterlesen

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Howard Axelrod: Allein in den Wäldern

Der Autor und Ich-Erzähler versucht in der Einsamkeit zu sich selbst zu finden. Fast zwei Jahre verbringt er in einem abgeschiedenen Haus im Wald, wo er ohne Computer, Handy und Fernseher lebt. Wie kommt jemand damit klar, alles Vertraute, alle Annehmlichkeiten des Lebens hinter sich zu lassen und sein Heil allein in der Natur zu suchen? Howard Axelrod zeichnet diese Erfahrung eindrücklich und spannend mit schön zu lesenden poetischen Naturbeschreibungen auf.

Ein Sportunfall hat ihn, den erfolgreichen Harvard-Studenten, der die besten Chancen auf eine erfolgreiche Berufskarriere hatte,  aus der Bahn geworfen. – Nach einer unglücklichen Aktion eines Mitspielers während eines Baseballspiels, erblindet er auf einem Auge. Diese erschwerte Lebenssituation und eine unglücklich endende Liebe lassen ihn den Halt im Leben verlieren. Weiterlesen

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Jennifer Estep: Big Time 01: Karma Girl

Das ist schon ein Schlag ins Kontor. An dem Tag, der gemeinhin als der Schönste im Leben einer jeden Frau angesehen wird, am Hochzeitstag erwischt Carmen Cole ihren zukünftigen Gatten mit ihrer besten Freundin und Trauzeugin im Bett! Als wäre das nicht schon mehr als genug, erweisen sich beide als mit Superkräften ausgestattete Superwesen die überall die Nachrichten beherrschen. Klar, dass die Hochzeit abgesagt wird und Carmen, tief getroffen, auf Rache sinnt. Als Journalistin schreibt sie einen Enthüllungsbericht über ihre früheren Freunde, dann stürzt sie sich auf ihre neue Lebensaufgabe – Superhelden und Superschurken zu demaskieren und ihre wahre Identität an das grelle Licht der Öffentlichkeit zu zerren. Und sie ist gut in ihrem Job, die Beste gar – bis, ja bis ein von ihr enttarnter Superheld Selbstmord begeht. Weiterlesen

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Graham Moore: Die letzten Tage der Nacht

New York, 1888: Paul hat sein Jura-Studium erst vor kurzem beendet, als sich ihm eine großartige Möglichkeit bietet. Ausgerechnet George Westinghouse bittet ihn um juristischen Beistand! Dieser Mann ist kein geringerer als der ärgste Konkurrent von Thomas Edison, der die Glühbirne erfunden haben will. Paul muss sich auf die Suche nach der Wahrheit begeben. Wer hat tatsächlich die Glühbirne erfunden und kann ein Patent auf sie anmelden? Dass er sich dabei mit einem der mächtigsten Männer des Landes anlegen muss, stört ihn kaum. Als ein serbischer Wissenschaftler auftaucht, der an der Erfindung der Glühbirne maßgeblich beteiligt gewesen sein scheint, schöpft Paul neue Hoffnung für die Wahrheitsfindung. Weiterlesen

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Don Carpenter: Freitags im Enrico’s

Vier Schriftsteller treffen zwischen 1959 und 1975 immer wieder an Amerikas Westküste aufeinander. In dieser bewegten Zeit des gesellschaftlichen Wandels, voller Beat-Poeten und Hippiekultur, Vietnamkrieg und freier Liebe, entwickelt die Story einen außergewöhnlichen Sog. Freitags bei Enrico‘s ist ein Abgesang auf eine Ära und den Beruf des Schriftstellers. Die unterschiedlichen Autorenschicksale zeigen, dass Schreiben Ruf und Fluch zugleich ist. Schriftsteller sind Getriebene, ohne Aussicht auf Ankommen. Daran vermögen (Miss-) Erfolge nichts zu ändern. Nostalgisch, berührend, lesenswert!

Im pulsierenden San Francisco debattiert die künstlerische Boheme über die Liebe und das Leben. Charlie ist Koreaveteran, der an einem Kriegsepos arbeitet und dem eine große Karriere prognostiziert wird. Studentin Jamie hat das Schreiben im Blut, eine ungeplante Schwangerschaft droht ihren Träumen jedoch ein Ende zu bereiten. Dick, ein selbstverliebter Müßiggänger, erlebt nach einem kurzen Erfolg den herben Fall. Einbrecher Stan scheint seine wahre Berufung gefunden zu haben, muss aber erst eigene Dämonen besiegen. Weiterlesen

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