Die Büchner Preisträgerin von 2012 Felicitas Hoppe (Jahrgang 1960) hat die Welt schon auf einem Containerschiff umrundet („Pigafetta“, 1999) und sich eine fiktive Autobiografie verpasst („Hoppe“, 2012).
Im März 2018 veröffentlichte der S. Fischer Verlag ihr neuestes Buch „Prawda – Eine amerikanische Reise“. Felicitas Hoppe begibt sich darin im Herbst 2015 auf eine Reise vom Osten der USA nach Westen, von Boston nach San Francisco und von Los Angeles zurück nach New York City. Inspiriert wurde sie durch den Reisebericht der beiden Russen Ilja Ilf und Jewgeni Petrow, die in den 1930er Jahren im Auftrag der russischen Zeitung „Prawda“ Amerika bereisten.
Mit drei Mitreisenden, die sich in einem anspruchsvollen Auswahlverfahren durchgesetzt haben, macht sich „Frau Eckermann“ (wie sich Hoppe in ihrem Buch nennt) auf den Weg. Der russische Künstler Foma, die deutsche Fotografin Jerry und die österreichische Dozentin und Kettenraucherin MsAnnAdams begleiten Felicitas Hoppe fortan in einem rubinroten Ford Explorer durch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Noch regiert Barack Obama, aber es ist Wahljahr. Weiterlesen


Diese Idee ist grandios. Ein Buch über Gefühlsregungen zu schreiben, die von Mitmenschen vorgeschlagen werden, und die Tim Krohn so wunderbar in diese Mietshausgeschichten aus der Röntgenstraße in Zürich, einflechtet. In allen Gestalten, noch so verrückt oder jung, sexbesessen, forschend oder über das Sterben sinnend – in allen findet sich ein Teil von uns wider. Im Leben wir dir nichts geschenkt und es ist meist eine auch eine ziemliche Plackerei. Aber in allem steckt auch ein Wille, die Schwierigkeiten zu meistern, sich nicht demütigen zu lassen oder sogar zu kämpfen.


Mit „Nach dem Winter“ stellt der Blessing-Verlag dem deutschen Lesepublikum erstmals die Übersetzung eines Romans der in Mexiko bereits sehr erfolgreichen Schriftstellerin Guadalupe Nettel vor.
