H’Thüsos Maisyn ist Historiker und fremd in der Welt, in die er aus der Zukunft geschickt wurde. Es ist nicht wirklich unsere Welt, aber wir könnten nur wenige Jahre davon entfernt sein. Großbrände und Überschwemmungen bestimmen die Nachrichten, Füchse haben sich die Städte erobert und leben neben den Menschen, andere Tiere sind komplett ausgestorben oder ihre Sichtung ist extrem selten, wie Enten. H’Thüsos Maisyn hat eine Aufgabe. Er soll mit seinem „Auge“ aufzeichnen, was ihm des Aufz
eichnens wert erscheint und er soll eine Frau für seine Zukunft finden. Keine besondere, nur eben eine mittelmäßige. Keine leichte Aufgabe, wenn man die Vorgehensweisen der Welt, in der man gerade nicht, nicht wirklich versteht.
„Das Prinzip der Mittelmäßigkeit“ hat mich mehr durch seine Sprache als durch seine Handlung bestochen, obwohl man doch irgendwie immer wissen will, wie es weitergeht. Dabei muss ich sagen, dass ich nicht behaupten kann, alle Handlungsstränge vollständig verstanden zu haben. Manches ist mir rätselhaft geblieben, z.B. warum sich die Frauen dauernd umbringen und warum das H’Thüsos Maisyn sagt, dass einer seiner Kollegen erfolglos war. Weiterlesen
ie alten Frauen der Gemeinde Oceanside in Kalifornien genannt, kennen die Geheimnisse der Gemeindemitglieder. Das glauben sie jedenfalls, schließlich kümmern sie sich um deren Gebetsanliegen und beten für sie um neue Jobs, neue Häuser und Ehemänner, bessere Gesundheit, mehr Geduld und weniger Versuchungen. Und zusammengenommen haben sie jahrhundertelange Lebenserfahrung. Doch tatsächlich übersehen sie vieles. Ihnen entgeht, wie die siebzehnjährige Nadia Turner den Boden unter den Füßen verliert, nachdem ihre Mutter sich ohne ein Wort der Erklärung oder des Abschieds das Leben genommen hat. Sie wissen nichts von Nadias Selbstvorwürfen, denn ist Nadia der Grund, warum Elise Turner keine Ausbildung machen und nicht so leben konnte, wie sie es sich erträumt hatte. Die Mütter ahnen nicht, wie ungeliebt sich Nadia fühlt, wie tief sich der Vater in sich selbst zurückzieht, welche Sprachlosigkeit zwischen den beiden herrscht.
Oft kann sie kaum gehen oder stehen, sie ist schwach und kränklich. Doch es wohnt auch eine außergewöhnliche Kraft und Gabe in ihr. Sie hat Visionen, sieht Ereignisse voraus und empfängt Botschaften von einem „lebendigen Licht“, in dem sie eindeutig Gottes Worte erkennt.





