Herbst an der Côte d’Azur. Nur noch wenige Touristen finden den Weg in das Städtchen Le Lavandou, die Einheimischen sind wieder unter sich. Leon Ritter – Rechtsmediziner und halber Franzose – freut sich auf die ruhige Zeit, in der er öfter in seinem Stammbistro sitzen oder Boule spielen kann. Schließlich war das einer der Gründe, warum er die Frankfurter Universitätsklinik verlassen und eine Stelle in der südfranzösischen Provinz angenommen hat. Mehr Zeit mit seiner Lebensgefährtin Isabelle Morell zu verbringen, die stellvertretende Polizeichefin im Ort ist, hat natürlich auch seinen Reiz.
Doch dann meldet Robert Bonnet seine Tochter Françoise als vermisst. Bonnet hat Pierre Roussel, den Freund seiner Tochter, in Verdacht, einen jungen Mann, der mit einer Autoshow im Ort Station macht und schon öfter in Konflikt mit dem Gesetz war. Isabell nimmt sich mit einem Kollegen der Sache an, findet aber zunächst keine Ansätze für eine Ermittlung. Weiterlesen







Briançon liegt am A. der Welt. Zumindest glaubt der sechzehn-jährige Léo Mellino dies, der in dem Kaff bei seiner allein erziehenden Mutter aufwächst. Sein Vater ist seit Jahren verschwunden, entsprechende Nachfragen werden von seiner Mom nicht eben gerne gesehen oder positiv aufgenommen. Dass diese mit ihrer Tätigkeit als Spielzeugmacherin ihren Lebensunterhalt bestreitet, macht es für den Jungen auch nicht einfacher. Damit kann man in der Klasse nicht wirklich angeben. Eines Nachts bekommt er mit, wie ein kleingewachsene Mann seine Mutter besucht. Ein Kunde ist dies nicht, so viel kann er aus den Fetzen, die er unfreiwillig, na gut, er hat gelauscht, mithört schließen. Dann fällt der Name seines Vaters – jetzt wird es so richtig interessant. Der Unbekannte fordert das letzte Werkstück seines Vaters, ein mechanisches Herz.