Es ist ein warmes, sonniges Weihnachtswochenende an Australiens Westküste. Drei gealterte Freundinnen treffen sich dort in New South Wales im Strandhaus ihrer verstorbenen Freundin Sylvie. Die Frauen, allesamt über 70, wollen hier zusammen die Weihnachtstage verbringen, bevor das Haus verkauft werden soll. Außerdem sollen sie sich auf Wunsch von Sylvies Mann von den Hinterlassenschaften seiner verstorbenen Frau aussuchen und mitnehmen, was ihnen gefällt, bzw. was sie gebrauchen können. So sind die Festtage bereits im Vorfeld mit der Vorahnung verbunden, dass sie eher zu einem Pflichteinsatz werden als zu genießenden Urlaubstagen mit einem schönen Weihnachtsessen, was sich dann auch so bewahrheitet. Sie beginnen mit einer Putz- und Entrümpelungsaktion, bei der jede der Drei die eigenen Gedankengänge in Reminiszenz zu Sylvie verknüpft. Sie lassen unterschiedlichste Situationen Revue passieren und setzen sich damit auseinander. Dabei sind die Frauen nicht nur mit der beklemmenden Situation konfrontiert, dass die erste von ihnen bereits tot ist. Auch das bloße Aufeinandertreffen in ihrer verbliebenen Konstellation in dem verlotterten Strandhaus bereitet ihnen Probleme.
Nun kommt zum Tragen, dass immer Sylvie es gewesen war, die alle irgendwie vereint hat. Ebenso wie sich ihre Gemeinschaft untereinander im Laufe der vierzigjährigen Freundschaft verändert hat, haben sich auch die Freundinnen unterschiedlich weiterentwickelt. Die Spannungen zwischen Jude, der Organisatorin unter ihnen, Adele, der Schauspielerin, die ihre besten Zeiten längst hinter sich hat und Wendy, die ihren altersschwachen Hund Finn mitgebracht hat, verstärken sich in den Stunden ihres Zusammenseins. Weiterlesen




Wir schreiben das Jahr 2033. Vor 25 Jahren hat ein Krieg das Leben auf der Erdoberfläche weitestgehend ausgelöscht. Nur in den weit verzweigten Tunnelsystemen der öffentlichen U-Bahnen haben die wenigen Menschen, die sich zum Zeitpunkt des verheerenden Schlags gerade unter der Erde aufhielten die Chance gehabt, dem nuklearen Inferno zu entgehen. Dies ist die Geschichte eines der Überlebenden. Seit seiner Kindheit lebt Artjom im Untergrund. Mittlerweile ist er Anfang 20 und hat nur einmal, verbotenerweise noch dazu, den nächtlichen Himmel gesehen. Sein Alltag besteht daraus, seine Dienste für seine Station abzuleisten. An der Strecke 500 schiebt er im Wechsel mit den anderen Kameraden Wache. Immer wieder kommen die Schwarzen, mutierte Geschöpfe von der Oberfläche und greifen die Kontrollpunkte an. Neben den Ratten stellen sie die größte Bedrohung für die Überlebenden dar.
Was ist das für ein Buch, das Frank Festa uns in seinem Verlag dieses Mal offeriert? Schon äußerlich kommt das Werk als etwas ganz Besonderes daher. Rundum-Farbschnitt in Schwarz, dazu farbenprächtige Cover-Illustrationen aus der Werkstatt von Timo Wuerz, die neben dem in Lederoptik ausgeführtem Umschlag auch auf dem Deckel des Hardcovers nochmals abgedruckt wurden, dazu Fadenheftung und Lesebändchen – man merkt dem Buch an, dass es etwas Besonders ist. Limitiert auf 1500 Exemplare ist die Auflage auch, und mit einem immerhin fünfzehn-seitigem Vorwort aus der Feder des Kings, Stephen King versehen. Dazu gesellen sich sechs ganzseitige Illustrationen aus den Pariser Ausgaben von 1797 und 1807, ein Porträt des Autors sowie Reproduktionen der drei ursprünglichen Titelseiten. Das Wichtigste aber, Festa hat den Titel, der bereits diverse deutsche Ausgaben erleben durfte – die legendäre Bibliotheka Dracula aus dem Hanser Verlag hatte ihn auch in ihrer Edition – nicht einfach neu aufgelegt, nein, er wurde komplett neu von Michael Siefener nach der ungekürzten dreibändigen Erstausgabe von 1796 aus der Abschrift in der British Library übersetzt.
