Schon seit einer Weile wird die Schauspielerin Aimee Sinclair gestalkt. Als ihr Mann Ben den Vorschlag macht, nach London zu ziehen, hofft sie, endlich Ruhe zu finden. Doch ihre Hoffnungen gehen ins Leere, genauso wie die Hilfe der Polizei verpufft. Zwei Tage vor D
rehende verschwindet Ben spurlos, ohne Schuhe, Handy, Schlüssel und Jacke. Und wieder gehen die üblichen Ermittlungen der Polizei in die falsche Richtung. Nach einer erneuten Hausdurchsuchung wird Aimee verhaftet. Ihre Karriere, ihr bisheriges Leben drohen zu zerbrechen. Doch was ist mit einem Leben, das schon lange keines mehr ist? Aimee, die seit ihrer Kindheit das Leben einer anderen spielt, sieht sich gezwungen, das zu tun, was sie am besten kann.
Die Journalistin und Autorin Alice Feeney hat mit ihrem zweiten Thriller »Ich weiß, wer du bist« wieder eine kurzweilige Unterhaltung geschrieben, die schnell fesselt. Sprachlich schafft sie es immer wieder, prägnante Sätze wie Pfeile zu schleudern. Wenn es um das Verschwinden ihres Mannes geht, erklärt Aimee: „… Ben kann nicht tot sein. Weil ich ihn nicht getötet habe. Daran würde ich mich erinnern. Ich erinnere mich an alle, die ich getötet habe.“ (S. 198/199)
In der Vergangenheit wurde dem Mädchen Aimee nach traumatischen Erlebnissen ein Gedächtnisverlust diagnostiziert. Weiterlesen




Ein bekannter Bremer Anwalt wird in seiner Kanzlei erschossen. Mit vier Schüssen niedergestreckt. Eine Zeugin hat einen Jugendlichen vom Tatort weglaufen sehen. So gerät Jakob, der Sohn des Toten, unter Mordverdacht. Es gibt wenige, die nicht daran glauben, dass er der Täter ist. Sogar sein Dad, David, scheint zu zweifeln. Einzig seine Großmutter Dora ist überzeugt, dass Jakob kein Mörder sein kann. Sie beginnt, da die Kriminalpolizei offensichtlich keinem weiteren Verdacht nachgeht, selbst zu ermitteln, nachzuforschen, ob es andere mögliche Täter mit einem Motiv geben könnte. Hilfe bekommt sie von einem alten Freund, Wolfgang, der aus seiner früheren Tätigkeit als Anwalt noch viele nützliche Beziehungen hat.


