Katharina V. Haderer: Black Alchemy 01: Das Schwert der Totengöttin

Erik Zejn ist Sergent der Garde Tradeas. Er ist ausgebildeter Kampfmagier, oft schlecht gelaunt und hält sich an Regeln. Vor allem ist er aber eins: Überqualifiziert für die Versetzung in den kleinen Vorort Svonnheim.

In Svonnheim gewinnen die Männer ihre militärischen Ränge beim Kartenspiel, so stehen ihm zu allem Überfluss auch noch unfähige Soldaten und ein viel zu gutmütiger Stellvertreter, der nicht kämpfen kann, zur Verfügung. Trotz der ländlichen Umstände, beharrt Zejn auf das Gesetz und beginnt kurz nach seiner Ankunft die Jagd nach der dortigen Heilerin Mirage, die er ohne Lizenz glaubt.

Kurz darauf bricht das Chaos in Svonnheim aus: Die Toten erheben sich aus ihren Gräbern und bedrohen die Bewohner des Dorfes. Zejn ist überzeugt davon, dass Mirage Ursache des Übels ist und lässt sie festnehmen. Erst als sie in die Hauptstadt, fort von Svonnheim, gebracht wird, bemerkt Zejn, dass er sie zu Unrecht beschuldigt und damit die einzige Hilfe im Kampf gegen die Toten verloren hat. Er reist ihr hinterher, seinen Irrtum bereuend, um die Überfälle auf die Dorfbewohner endgültig stoppen zu können.

Doch weder Zejn noch die Heilerin Mirage ahnen, dass die Toten nicht die einzigen Feinde sind, die es zu besiegen gilt. Immer mehr Hindernisse stellen sich zwischen sie und halten sie davon ab, das Grauen zu beenden.

Dieses Buch ist spannend, gruselig und hypnotisierend. Voller ungeahnter Wendungen zieht es den Leser in seine Welt und lässt ihn mitfiebern, wie die Geschichte ausgeht und ob alle Charaktere sie heil bestehen. Besonders die Figur Zejn birgt unendlich viele ungeklärte Geheinisse, die über seine Vergangenheit spekulieren lassen und die Frage aufwerfen, warum der Elitekämpfer degradiert und in einen unbedeutenden Vorort geschickt wurde.

Die Ungerechtigkeiten, die die Heilerin Mirage ertragen muss, erzeugen tiefes Mitleid, doch auch sie hat Geheimnisse, von denen man am Anfang nichts ahnt.

Dieses Buch ist absolut lesenswert! Es endet allerdings ohne die Auflösung aller Geheimnisse, hier muss sich der Leser bis zum zweiten Band gedulden.

Katharina V. Haderer: Das Schwert der Totengöttin.
Knaur, Juni 2019.
384 Seiten, Taschenbuch, 9,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Isabella M. Banger.

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