Jenn Lyons: Drachengesänge 02: Der Name aller Dinge

Khirin D´Mon, Bastard des Königshauses, ehemaliger Sklave und unfreiwilliger Befreier von Dämonen ist auf der Flucht. Sein Weg führt ihn in einer einsam gelegene Schenke an einem der unwirtlichsten Orte der Welt. Eingeschlossen von einem arktischen Sturm, für den eine Drachin verantwortlich zeichnet, trifft er auf eine Frau, die anscheinend schon auf ihn wartet. Dass sie vorgibt ihn zu kennen, dass die kleingewachsene Dame ein loses Mundwerk und eine blühende Phantasie ihr Eigen nennt, geschenkt, schließlich muss man sich ja die Zeit bis zum Ende des Sturms vertreiben.

Als sie dann aber rauslässt, dass sie will, dass Khirin ihr hilft eine ganze Stadt vor dem Untergang zu retten, ist Schluss mit lustig. Er hat wahrlich genug um die Ohren, Götter, Drachen und der mächtigste Magier der Welt sind hinter ihm her, von all den Wachen, Attentätern und Glücksrittern gar nicht zu sprechen. Doch dann fällt der Name Relos Var – der Mann, der Magier, der Gott der hinter all dem Unbillen steckt, denen Khirin ausgesetzt war. Abwechselnd erzählen Janel und der Mönch Quan von den letzten Jahren – Jahre, die sie weit in den nördlichen Kantonen herumgeführt haben, Jahre, in denen sie eine Rebellion starteten, in denen sie auf letzte Angehörige der unsterblichen Rassen stießen, die einst die Welt bevölkert hatten und Jahre, in denen sie gegaescht (durch Zauber gezwungen alles zu tun, was der Meister befielt) wurden und ausgerechnet Relos Var zu Diensten sein mussten. Je länger der Bericht über ihre Erlebnisse dauert desto deutlich wird, dass Khirin die Bitte um Unterstützung erfüllen muss – hängt letztlich doch die Zukunft der ganzen Welt und sein eigenes Leben daran. Weiterlesen

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Lena Wanke: Wo einst Leben war

Der Roman von Lena Wanke beginnt für Protagonistin wie LeserInnen misslich und zwar mit einem Prolog. Es bleibt mir ein Bücherleseleben lang unerschlossen, warum Autoren nicht schlicht mit dem Anfang beginnen, sondern vor diesen noch ein Voranfang setzen. Als müsse der Leser sanft und behutsam eingestimmt werden, bevor er sich in der Geschichte verlieren darf. Liebe AutorInnen: Das braucht kein LeserIn. In „Wo einst Leben war“ ist der Prolog für Kapitel 1 ganze 85 Seiten lang und bewegt sich abwechselnd zwischen zwei Zeitebenen. Weise der Philosoph, der behauptete: Aller Anfang ist schwer.

Jona ist die Protagonistin des Erstlingswerks von Wanke. Das junge Mädchen bewegt sich mit ihren Geschwistern und Taube in den Trümmern einer alten Welt. Die Dystopie hält für die meisten Menschen ein sorgloses Leben parat. Dafür zahlen sie mit der Aufgabe ihrer Individualität. Die Eltern von Jona, Tobias, Luki und Emma (Taube greift die Gruppe später auf) wünschen sich für ihre Kinder ein selbstbestimmtes Leben und schicken sie auf die Reise und Suche.

Bei dieser, genauer auf Nahrungssuche, kommt Tobias abhanden. Jona und ihre Gruppe suchen Holger und dessen Sohn Oliver auf. Es sind Freunde der Eltern und versorgen die Kinder mit Essen und für ein paar Tage auch mit einer Unterkunft. Doch warum streiten sich Oliver und Holger am Tag, als Jonas Gruppe weiterzieht? Weiterlesen

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Elian Mayes: Umbrae Noctis 01: Jäger und Gejagter

Elias und Kiresh sind die Protagonisten von Elian Mayes Teil 1 der Umbrae Noctis-Reihe. Die beiden könnten gegensätzlicher nicht sein. Elias wohnt bei seiner Mutter in einer der unteren Stockwerke, während Kiresh eine Kreatur ist, ein Monster, das nachts auf der Erdoberfläche vornehmlich Menschen jagt, sie tötet und frisst. Die Menschen und die Jäger, wie die Kreaturen wie Kiresh genannt werden, haben ein Abkommen. Der Tag gehört den Menschen, die Nacht den Jägern. Die Menschheit lebt unter der Erdoberfläche, während diese den Jägern gehört. Die menschliche Gesellschaft unterscheidet sich wenig von unserer, wer unten lebt, hat einen geringen gesellschaftlichen Status, wer oben lebt, ist mächtig.

Elias und Kiresh Wege kreuzen sich, als Elias seine Freundin Annie auf der Suche nach deren Schwester Finja auf die Erdoberfläche begleitet. Nur knapp können sie dem Angriff von Kiresh widerstehen. Der Jäger bleibt bewusstlos liegen. Elias und Annie entkommen. Am nächsten Tag wird Elias eine Arbeitsstelle im Labor angeboten. In diesem Labor arbeitete bereits sein Vater und es war die einzige Bewerbung von Elias. Hier begegnet er Kiresh wieder, der von den Menschen gefangen wurde. Den Jäger erwarten Versuche, Test, Folter und Tod. Weiterlesen

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Cassandra Clare: Chain of Gold: Die Letzten Stunden 1

Elegante Londoner Abendgesellschaften, politische Debatten und anderer Schattenjäger um sich herum – das alles ist Cordelia Carstairs nicht gewöhnt. Bisher lebte sie eher zurückgezogen mit ihrer Familie, doch nun, wo ihr Vater als Angeklagter vor Gericht steht, ist es ihre größte Aufgabe, den guten Ruf ihrer Familie wieder herzustellen.

Am Anfang des 20. Jahrhunderts tauchen nur wenige Dämonen in London auf. Persönliche Probleme beschäftigen die Schattenjäger mehr als der Kampf gegen das Böse – zumindest James Herondale hat mehr als genug davon. Als Kind einer Hexe und eines Schattenjägers verfügen sowohl er als auch seine Schwester über Fähigkeiten, die sie vor der Welt geheim halten müssen, um nicht Spott oder sogar Hass auf sich zu ziehen. Außerdem ist er unglücklich an seine Kindheitsliebe Grace gebunden, die eine Beziehung mit ihm abweist. Als Grace plötzlich in London auftaucht und es kurz darauf zu einem unerwarteten wie verheerenden Dämonenangriff kommt, beginnen James und Cordelia zu begreifen, dass die Abwesenheit der Dämonen nur die Ruhe vor dem Sturm gewesen sein könnte. Die Dämonen scheinen unbesiegbar, verletzte Schattenjäger erliegen einer unbekannten Krankheit – die Situation entwickelt sich so dramatisch, dass London unter Quarantäne gestellt wird, um die Ausbreitung der Dämonen zu verhindern.

Persönliche Probleme müssen hinten angestellt werden, doch das ist gar nicht so leicht. Cordelia kämpft innerlich gegen die Liebe zu ihrem Kindheitsfreund James, dieser muss mit ansehen, wie Grace sich mit einem anderen verlobt. Die beiden müssen erfahren, dass das Leben als Held mit großen Opfern verbunden ist. Weiterlesen

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Richard Morgan: Das Zeitalter der Helden 02: Imperium

Wir kennen sie zur Genüge – die jungen, muskelbepackten Recken die mit einem Lächeln im Gesicht über die Schlachtfelder der Fantasy-Romane schreiten, links und rechts den klinisch reinen Tot verteilen und im Finale ihre Welt von dem Bösen gerettet haben. Vor einigen Jahren nahm sich Richard Morgan, der mit den Takeshi Kovaks Romanen im Bereich der SF neue Maßstäbe setzte, der gängigen Fantasy-Archetypen an, wandelte sie in seiner ganz eigenen Art und Weise und präsentierte uns Helden, die nicht nur ein wenig anders waren, als gewohnt. Drei Figuren beherrschten Mogans Fantasy-Debut – Ringil Eskiath, einst gefeierter Held ein Veteran, der schon unzähligen Gegnern die Gedärme aus dem Bauch geschlagen hat, der mit seinem Schwert eine Legende war, der mittlerweile nur mehr Angst und Schrecken verbreitet. Egar Dragonbane, ein Majak, ein Nomade der ungewöhnlich intelligente Einsichten über die Herrschenden der Reiche hegt und Archeth, eine mehr als 200 Jahre alte Kiriath, die als Ratgeber dem Empire von Yhelteth dient. Alle drei waren und sind kein übliches Heldenmaterial, sie agieren wild, unbeherrscht, egoistisch und mitreißend.

Die Handlung setzt etwa ein Jahr nach den Ereignissen im ersten Band ein. Der aus seiner Heimat verbannte Ringil hat sich ein neues Betätigungsfeld gesucht – er bekämpft den Sklavenhandel und hat dabei erstaunliche Erfolge erzielt, die sich in einem enormen Preisgeld, das auf seinen Kopf ausgesetzt ist, widerspiegelt. Als ihm der Boden zu heiß wird, hofft er in Yhelteth Aufnahme und Schutz zu finden. Weiterlesen

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Richard Morgan: Das Zeitalter der Helden 01: Erwachen

Mögen Sie Fantasy-Romane? Gehen Sie auch gerne an der Seite der jungen, gutaussehenden und schlagkräftigen Helden auf die Questen gegen das Böse? Nun, dann wird sie der erste von drei Fantasy-Romanen aus der Feder eines der eigenwilligsten SF-Autoren der letzten Jahre überraschen. Erzählt wird, einmal mehr, die Geschichte einer dunklen Bedrohung einer archaischen Welt. Die Dwenda, gottähnliche Wesen, die vor Urzeiten von den Kiriather vertrieben wurden, sind zurück. Und sie wollen die Macht über die Welt an sich reißen, die Menschen leiden sehen.

Soweit so gut. das kennen wir ja, ist nichts wirklich umwerfend Neues. Doch die Auseinandersetzung wird uns aus mehreren wirklich ungewöhnlichen Blickwinkeln erzählt. Vorhang auf für unsere drei Protagonisten. Da ist zunächst einmal Ringil. Er ist der Held. Dass seine beste Zeit lange vorüber ist, dass er von den Wunden, die der Krieg ihm geschlagen hat, ja mehr noch von denen, die die Zeit ihm mitgab geprägt wurde, trifft es nicht annähernd. Ein alter, seltsamer, zynischer Dickkopf ist er und schwul noch dazu. Dann gibt es da Archeth, eine etwas launische, manche würden sie, allerdings mit eingezogenem Kopf und hinter vorgehaltener Hand auch als aufbrausende, alternde Zicke bezeichnen, Kriegerin.  Hinzu gesellt sich Egar, der Drachentöter. Ein Barbar, mittlerweile Klanherr, der aus der Zivilisation nach Hause zurückgekehrt sich einen Dreck um überkommene Sitten und Gebräuche, gar nicht zu reden um den örtlichen Schamanen schert. Weiterlesen

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Samantha Shannon: Die Königin 02: Der Orden des geheimen Baumes

Zwei Reiche, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Der Westen wird seit Generationen von einer gottgleich verehrten Herrscherin geführt und geschützt. Es geht die Mär, dass das Reich so lange eine Königin von ihrem Geblüt auf dem Thron sitzt, vor den Drachen sicher sei. Einst, vor langer Zeit, in einem Krieg der ob seiner vielen Opfer nie vergessen wurde, schlugen die intelligenten Lindwürmer gnadenlos zu. Nur durch das mutige Entgegentreten der ersten der Berethnets konnte die Gefahr gebannt werden – so zumindest die Überlieferung. Seitdem schlafen die Drachen in den tiefen, schwarzen Meeren und warten auf die Zeit, da es wieder so weit ist, dass sie ihre grausame Herrschaft über die Reiche der Menschen antreten.

Königin Sabran Berethnet soll endlich ehelichen – so der Wunsch des gesamten Hofs, natürlich inklusive der grauen Eminenz, des Strippenziehers und Leiters des Geheimdiensts. Dass seit Monaten immer wieder versucht wird, die Königin zu meucheln hält eine ihrer Hofdamen ganz schön in Trab.

Ead wurde am Hof eingeschleust, um die Königin zu bewachen. Niemand darf wissen, dass sie die verpönten magische Kräfte ihr Eigen nennt, niemand, dass sie vom Orden des geheimen Baumes gesandt wurde. Als die Königin einen aufrechten Prinzen ehelicht und in anderen Umständen ist, feiert das ganze Land. Ein Festzug durch die Massen soll das frohe Ereignis gebührend feiern – eine Chance für die Attentäter erneut zuzuschlagen. Weiterlesen

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Sam Sykes: Die Chroniken von Scar 01: Sieben schwarze Klingen

Einst gab es nur das Imperium, regiert an angeführt von einem Kaiser, der eine der von Lady Merchant verliehenen Gaben besass, geschützt durch das Militär und den Magiern mit ihren jeweiligen ganz unterschiedlichen Talenten. Dass die Magie immer ihren Preis fordert sorgte ein wenig für Ausgleich für die Macht, die die Magier ihr eigen nannten. Dann gebar die Imperatorin eine Null, einen Menschen ohne jede Gabe – und wollte ihren Sohn als Erbe und künftigen Imperator anerkennen. Gleich zwei Rebellionen erschütterten daraufhin das Reich – verräterische Magier wollten einen der ihren auf den Thron setzten, ein General rief ein Reich aus, in dem ein Jeder gleich sei. Die anschließenden Kämpfe verwüsteten einen einst paradiesischen Landstrich, die Scar, wie man das heimgesuchte Land nun nennt. Hier verdiene ich mir als Vagrant meinen Lebensunterhalt.

Gestatten, dass ich mich vorstelle; Sal Kakaphonie mein Name, ausgestattet mit einer lebendig wirkenden Waffe und mit einem unstillbaren Durst nach Rache. Für Letzteren bin ich sogar bereit meine große Liebe, eine Freimacherin sausen zu lassen. Sieben Namen stehen auf meiner Liste, sieben rebellische Magier die mich verraten, gefoltert und um etwas gebracht haben, das mir sehr wichtig war. Nein, ich meine nun nicht nur meine Gaben, ich meine mein Vertrauen, meine Liebe! Jetzt wartet das Erschießungskommando der Revolutionäre darauf, ihre Gewehre auf mich anzusetzen. Vorher aber darf ich der Befehlshaberin noch meine Geschichte erzählen – eine Geschichte voller Gewalt, voller Geheimnisse und voller Leiden … Weiterlesen

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Christian von Aster: Die große Erzferkelprophezeiung 02: Das abartige Artefakt

Willkommen in der etwas anderen Welt der Zwerge. Vor Urzeiten, im letzten großen Krieg der Zwerge, wurden alle weiblichen Vertreter der trink- und prügelfreudigen Stollenbewohner getötet. Seitdem werden die letzten Eier – ja, auch wenn sie es bisher nicht wussten, Zwerge schlüpfen aus Eiern – gehütet, wie kein anderer Schatz der Kleinwüchsigen mit ihren Bärten. Für jeden Zwerg, der ins Reich des Todes eingeht, werden zwei der Eier der streng bewachten Schatzkammer entnommen. Doch mittlerweile hat der Vorrat stark abgenommen, das Ende der stolzen Zwergengeschlechter scheint absehbar.

Eine Prophezeiung über den Untergang der stolzen Kleinen gibt es auch, die Erdferkelprophezeiung spricht von einem Zwerg, der kein Bier trinkt – eigentlich unvorstellbar, ja ein Widerspruch in sich selbst – und von weiteren Vorzeichen. Nachdem der Neue Stahl vom Schicksalszwerg – einer Gruppe findiger, altgedienter aber eben auch unwilliger Zwerge – besiegt wurde, könnte Ruhe in die Stollen einkehren. Die Erdferkelprophezeiung scheint abgewendet, die Bösen Zwerge in die ewige Esse geschickt. Doch erstens kommt es anders, als zweitens ein bierseeliger Zwerg meistens denkt.

Was ist das Schlimmste, das einem aufrechten Zwerg wohl passieren kann? Dass sein Bart nicht wächst – eine Katastrophe, dass sein Bier zu dünn ist, ein Weltuntergang, dass seine Spitzhacke nicht länger auf festes Gestein trifft undenkbar – und doch gibt es etwas, das stellt all diese Horrorszenarien weit in den Schatten. Es geht um das „Undenkbare“. In einer kryptischen Kammer, am Ende eines geheimen, mit Fallen nur so gespickten Ganges im tiefsten Schacht des Gebirges versteckt, Weiterlesen

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Kevin J. Anderson: Auf den Schwingen des Drachen

Einst, vor langer Zeit wurden die Menschen als Vasallen und Kanonenfutter im Kampf gegeneinander von den verfeindeten Stämmen der Wreth geschaffen. Ohne Seele sind sie dazu verdammt, nach ihrem Leben zu verblassen. Nur, wenn sie etwas zurücklassen, an das ihre Nachfahren denken, wird man sich an sie erinnern. Vor ein paar Generationen kam es zum Aufstand – die Wreth schienen besiegt und haben sich in den lebensfeindlichen Schmelzofen zurückgezogen. Seit Jahrhunderten hat man voneinander nichts mehr gehört – die Erinnerungen an die einstigen Sklavenhalter beginnen zu verblassen. Wenn nicht überall die Ruinen der von diesen gebauten Städte unübersehbares Zeugnis von deren einstiger Größe ablegen würde, man könnte sie ins Reich der Mythen verbannen. Genau so ergeht es der Sage um den unter der Feste im ewigen Schlaf liegenden Drachen. Dereinst, so die Prophezeiungen, wenn der Drache erwacht, wird zum letzten Gefecht gerufen, bevor die Götter auf die Erde zurückkommen. Bis dahin aber stehen sich die befreiten Reiche der Menschen feindlich gegenüber. Weiterlesen

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