Octavia E. Butler: Wilde Saat (1980)

Das wunderbare Titelbild des Buches zeigt die junge, schöne, stolze schwarze Anyanwu, im Hintergrund die Sonne, wobei das goldene Strahlen sowohl von Anyanwu als auch von der Sonne ausgeht. Ich brauche bei so einem tollen Titelbild weder eine Empfehlung, noch einen Klappentext, um Lust aufs Lesen zu bekommen.

Die Autorin Octavia Butler, so schreibt es der Verlag, hat 1976 mit „Patternmaster“ eine Reihe zu schreiben begonnen. Deren vierter Teil ist „Wilde Saat“, inhaltlich stellt der Band den Beginn der Saga dar.

Worum geht es? Die Gestaltwandlerin Anyanwu besitzt die Gabe, zu heilen. Das betrifft auch ihren eigenen Körper, sie kann ihre Wunden und Krankheiten aus eigener Kraft heraus heilen und kann ihren Körper so umwandeln, dass sie Mann- , Frau- und Tiergestalt annehmen kann. Zu Beginn des Romans wird sie von dem unsterblichen Wesen Doro aufgespürt, das die Jahrhunderte überlebt, indem es sich die Körper von Menschen aneignet und in ihnen weiterlebt, bis sie sozusagen abgelebt sind.

Zur Zeit der ersten Sklavenhändler, die Schwarze nach Amerika bringen, ist auch er in Afrika und besieht sich die Versklavten, um einige von ihnen zu kaufen. Er ist dabei auf der Suche nach Menschen, die bestimmte übernatürliche Begabungen haben, sie werden auch Hexen genannt. Mit ihnen betreibt er in der neunen Welt, in Amerika, eine Menschenzucht. Er „paart“ gezielt Menschen miteinander; wenn das Ergebnis ihm nicht gefällt, tötet er sie. Dabei zeugt er selbst unendlich viele Nachkommen. Weiterlesen

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Cassandra Clare: Chain of Iron: Die Letzten Stunden 2

Eigentlich sollte Cordelia glücklich sein – schließlich hat sie alles in ihrem Leben, was sie sich je gewünscht hat: Sie heiratet ihre große Liebe James, sieht ihren Vater endlich wieder und ihre Kampfkünste mit ihrem berühmten Schwert Cortana geben einen Ausblick darauf, was für eine großartige Heldin sie einmal sein wird. Ja, eigentlich sollte sie glücklich sein. Doch nichts ist, wie es scheint. Die Ehe mit James wird nicht echt sein, denn dieser ist nach wie vor in die geheimnisvolle und wunderschöne Grace verliebt. Das Glück, ihren Vater zu sehen, hält nicht lange und auch mit Cortana ist irgendetwas nicht in Ordnung …

Lucie ist hingegen dabei, einen Weg zu finden, wie sie Jessie wieder zum Leben erwecken kann. Weil derartige Praktiken natürlich strengstens verboten sind, kann sie niemandem davon erzählen und verstrickt sich genau wie Cordelia immer tiefer in ihren eigenen Lügen, bis es nicht nur für sie und ihre Freunde, sondern auch für ganz London höchst gefährlich wird. Weiterlesen

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Victoria Aveyard: Realm Breaker 01: Das Reich der Asche

Nach der kurzen Buchvorstellung erwartete ich eine traditionelle Heldenreise: Der Held – hier: die Heldin – nimmt wider Willen eine Aufgabe an, die möglichst mehr als eine Nummer zu groß ist. Trotz aller Widrigkeiten ergeben sich Sieg und Happy End, dem klassischen Drama sei´s gedankt, notwendigerweise aus der Handlungslogik. Die persönliche Vorgeschichte der Protagonisten wird im Nachhinein ebenso akzeptiert wie geschätzt, ist doch die Belohnung reichlich genug! Legt Victoria Aveyard noch eins drauf? Schriftstellerisches Können hat sie ja als amerikanische Bestsellerautorin schon mit ihrer Fantasy-Reihe „Die Farben des Blutes“ (im amerikanischen Original: „Red Queen“) bewiesen. Und trifft Michaela Link als versierte Übersetzerin von Fantasy-Romanen Ton und Stil des Originals „Realm Breaker“? Beide Fragen durfte ich nach ungetrübtem Lesevergnügen mit einem klaren ‚Ja‘ beantworten.

Seit ewig leben auf dem Kontinent Allwacht Unsterbliche unter den Menschen. Als unsterbliche und menschliche Ritter an einer ‚Spindel‘ von einem abtrünnigen Unsterblichen und einem Heer von Untoten im Kampf überrannt werden, gerät der Knappe Andry in den Besitz des letzten ‚Spindelschwertes‘. Die ‚Spindel‘ ist Religion, Tempel, Magie und magisches Tor zwischen Welten gleichermaßen. Nur die Zusammenführung von Spindelschwert und ‚Spindelblut‘, einem Spross des Cor-Geschlechts, das aus der Vereinigung Sterblicher und Unsterblicher hervorgegangen war, kann durch den Sieg über die Aschekrieger die Allwacht vor der Unterjochung retten und den Unsterblichen eine Spindel zurück in ihr eigenes Land öffnen. Weiterlesen

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Bernhard Hennen: Schattenelfen – Die Blutkönigin

Was bringt mir der neue Bestseller des deutschen Fantasyautors Bernhard Hennen? Ich gestehe, dass ich anfangs so wenig angetan war, dass ich überlegte, das Buch aus der Hand zu legen. Doch mein Durchhalten hat sich gelohnt: Romantisches wie auch Gewalt und Brutalität machen diese Fantasy zum Thriller. Von amerikanischen Autorinnen und Autoren bin ich eine solche Mischung auf dem hohen Niveau der „Schattenelfen“ nicht gewohnt.

Elfen sind niedliche geflügelte Geschöpfe, die über Blüten schweben und magischen Staub streuen, um die Natur in Regenbogenfarben erstrahlen zu lassen? Mitnichten! Langollion ist eine Idylle der Freiheit und des Wohlstands im Reich Albenmark und daher das Ziel aller ‚Albenkinder‘, Zentauren, Kobolde, Trolle und anderer Bewohner. Alles wird jedoch nur aufrecht erhalten durch die Intrigen der jahrhundertealten Elfenfürstin Alathaia und ihrer Kinder, die für sie spionieren und meucheln. Ihre Gegnerin ist die Elfenönigin Emerelle, die die übrigen Länder mit eiserner Hand regiert, und beide sind Meisterinnen in Verrat und Hinterlist. Doch in diesem Schachspiel um die Vorherrschaft in der Albenmark und mit reichlich vielen Bauernopfern verfolgt noch ein anderes Wesen seine perfiden Pläne. Und so werden die Elfen Laurelin und Adelayne zum Spielball der Mächtigen, bestimmen aber letztendlich auch das Schicksal des ganzen Landes. Weiterlesen

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Eleanor Bardilac: Knochenblumen welken nicht

Einst, so lange ist es noch gar nicht her, lebten in Vhindona die Menschen und Magiebegabten zusammen und in Frieden in der Stadt. Doch diese Zeiten sind vorbei. Junge Magiebegabte, Quellenkinder genannt, werden gefangen gesetzt und zum verlustreichen Frontdienst verpflichtet, diejenigen, die dies überleben werden in ein Viertel der Stadt abgeschoben, das allein ihnen vorbehalten ist. Seit einigen Jahren sucht eine Mordserie der Stadt heim. Politiker, die die Restriktionen der Magiebegabten verstärken wollen, werden umgebracht, ihnen wird ihr Herz entnommen. Alles sieht nach einem Ritualverbrechen aus.

Aurelia weiß seit einigen Lenzen, dass sie die Gabe, Magie zu wirken, in sich trägt. Von ihren reichen Eltern unter Drogen gesetzt und im Haus weggesperrt, dämmert sie dort vor sich hin – bis ausgerechnet sie Zeugin eines der Morde wird. Niemand zweifelt daran, dass sie selbst unschuldig ist, doch auch die Stellung ihres Vaters als einer der einflussreichsten Bauherren der Metropole können sie nicht davor bewahren, ins Ghetto abgeschoben zu werden. Hier, inmitten mittels Magie belebter Häuser, versucht der Nekromant Marius ihre Kräfte zu kanalisieren und sie auszubilden – bis der drohende Bürgerkrieg sie einholt … Weiterlesen

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Christina Henry: Die Chroniken von Peter Pan: Albtraum im Nimmerland

Wer kennt sie nicht – die Geschichte von dem Jungen, der nie erwachsen werden wollte? Die Disney Verfilmung ist uns ebenso im Gedächtnis geblieben, wie die literarische Vorlage aus der Feder von James Matthew Barrie. Nach Nimmerland hat es Peter Pan verschlagen, eine Insel im Nirgendwo, bevölkert von Piraten, gefährlichen Tieren und jeder Menge Wald. Hier können die Jungen, die Peter auf seinen Streifzügen zu sich holt, Abenteuer erleben, können frei sein und sich entfalten.

Christina Henry, die sich in ihren Werken auf die Neuinterpretation klassischer Geschichten spezialisiert und damit mehr als erfolgreich auch bei uns die Bestsellerlisten gestürmt hat, hat sich des Motivs angenommen. Und, wie wir dies von ihr gewohnt sind, natürlich ein wenig anders als bekannt. So steht im Mittelpunkt des Romans nicht etwa der titelgebende Peter Pan, sondern sein erster Freund, Spielkamerad und Helfer Jamie, dem er versprochen hat, dass er niemals alt, nie erwachsen werden wird. Für immer glücklich, so das Versprechen, doch dieses gilt nur so lange, bis sie langweilen, krank werden oder sterben. Peter ist dies völlig gleichgültig, für ihn gilt, wer einmal auf der Insel gewesen ist, der bleibt auf der Insel.

Und Jamie berichtet uns von einem Peter Pan, der mit dem weichgespülten Disney-Epigonen wenig zu tun hat. Peter ist ein egozentrischer, egoistischer und geltungssüchtiger Junge, der seine Freunde gerne einmal triezt, verletzt oder auch zum Sterben verurteilt. Weiterlesen

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V.E. Schwab: Das unsichtbare Leben der Addie LaRue

Adeline wird im ausgehenden 17.Jahrhundert in einem kleinen Dorf nach Le Mans in Frankreich geboren. Ihr Vater, der aus Holz Spielsachen und Kunstwerke schnitzt, unterstützt sie in ihrem zeichnerischen Talent, ja nimmt das naseweise Mädchen schon in jungen Jahren mit auf den Markt der nahen Stadt.

Dass sie bei einer alten Dorfbewohnerin in die Geheimnisse der alten Götter eingeweiht wird, erweist sich als janusköpfiger Segen. Sie, die immer alle Freier um ihre Hand mit Hilfe der alten Götter abgewiesen hat, soll nun einen jungen Witwer heiraten – obwohl sie sich ihren Liebhaber doch schon lange selbst mit Kohlestift und Imagination geschaffen hat. Sie will niemandem gehören – nicht ihren Eltern, nicht einem Ehemann, sie will frei sein. Am Tag ihrer Hochzeit begegnet sie ihm – dem Schatten, dem Teufel, der ihrer Imagination gleicht und ihr einen Handel vorschlägt – Zeit ohne Begrenzung um zu leben, Freiheit ohne Regeln, ungebunden sein, niemandem gehören. Der Preis – ihre Seele, wenn sie ihr Leben nicht länger will.

So zieht sie durch die Jahrhunderte und merkt bald, dass sie einen weiteren Preis zu berappen hat. Niemand erinnert sich an sie, ihren Namen kann sie weder aussprechen noch niederschreiben – aber sie kann stehlen, schließlich vergisst sie ein Jeder gleich wieder. Allerdings bleibt nichts wirklich bei ihr – die Zeit nimmt ihr ihren Besitz mit Ausnahme des Holzrings, der Sinnbild ihrer Übereinkunft ist. Der Schatten hat ihr die Freiheit vom Tod gewährt – doch nicht vom Leiden. Doch dann, wir schreiben den März des Jahre 2014 im New Yorker Antiquariat „The Lost Word“ lernt sie Henry kennen – einen jungen Mann, der nicht nur ihren Diebstahl einer zerlesenen Taschenbuchausgabe der Odyssee bemerkt, sondern sie selbst im Gedächtnis behält … Weiterlesen

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Jennifer L. Armentrout: Unchained

Viel schlimmer als die politischen Verwicklungen, die tagsüber in Washington D.C. stattfinden, sind die Geschehnisse, die sich hier bei Nacht zutragen. Dann herrscht hier ein Kampf zwischen gefallenen Engeln und deren Dämonen und den Nephilim, den Halbengeln, die die Menschheit vor der Bedrohung und den Intrigen beschützen wollen.

Eine der Nephilim ist Lily. Sie ist in einer Welt aufgewachsen, in der alles schwarz und weiß ist: Nephilim gut, gefallene Engel böse. Dieses Weltbild wird jedoch über den Haufen geworfen, als sie Julian kennenlernt. Julian ist ein gefallener Engel und statt sie mit seinen Intrigen auf die dunkle Seite zu locken, rettet er Lily das Leben – gleich mehrere Male. In dem Wissen, wie falsch es eigentlich ist, kommt sie ihm näher und beginnt, alles anzuzweifeln, was ihr in ihrer Ausbildung beigebracht wurde. Denn Julian ist nicht böse. Er ist liebevoll, witzig und lässt ihr Herz schneller schlagen.

Die Verbindung der beiden wird bei den anderen Nephilim aber alles andere als gerne gesehen. In ihrer Gemeinde befindet sich ein Verräter und Lilys immer inniger werdende Beziehung zu einem der erklärten Feinde, wirft kein gutes Licht auf sie. Weiterlesen

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Kel Kade: Gefallene Helden

Eine archaische Fantasy-Welt, Magie und eine Prophezeiung – so beginnt es, die Rettung der Menschen des Königreiches – nur, dass es dieses Mal aber auch so richtig in die Hose geht. Aufgewachsen ist unser verheissener Held weitab von den Zentren der Macht – den Königshof hat Mathias ebenso wenig gesehen, wie die Zitadelle der Magi -, so lebt er, mit seiner Pflege-Omi, in einem kleinen Dorf im tiefen Wald. Zusammen mit seinem Freund, dem angehenden Forstmann Aaslo muss er lernen und üben – den Kampf ebenso wie komische Gesänge und Tänze. Damit er nicht so allein ist, nötigt er seinen Freund die komischen Sachen auch über sich ergehen zu lassen – auch wenn diesem alles ein wenig, ja gut, deutlich schwerer fällt, als Mathias, dem fast alles einfach von der Hand geht.

Ihre Leben scheinen vorgezeichnet – da Jeder ihn und seine offene Art mag, wird Mathias wohl eines Tages Dorfvorsteher werden, Aaslo seine Jugendliebe, für die er schon ein Haus, natürlich im tiefen Wald baut, ehelichen. Doch erstens kommt es – na, sie kennen den Spruch ja. Als eine schwer verwundete Frau im Dorf auftaucht, ist es der Hochmagierin, die Mathias aufzieht und beschützt klar, dass die friedliche Zeit vorbei ist. Die Prophezeiung spricht von einer Invasion – einem alles verheerenden Krieg, den nur ein Mann, Mathias eben, aufhalten kann. So haben es die Götter und Schicksalsweberinnen entscheiden – das steht fest. Sie machen sich, Hals über Kopf auf den Weg, werden angegriffen – und dann geht aber so alles schief. Mathias wird, trotz dem zur Hilfe herbeigeeilten Aaslo, getötet – der Auserwählte ist tot, die Schlacht noch vor ihrem Beginn verloren. Aaslo übernimmt die Aufgabe, dem König vom Tod des verheissenen Retters zu unterrichten. Damit man ihm auch glaubt, nimmt er den abgeschlagenen und magisch konservierten Kopf seines Freundes im Beutel mit. Weiterlesen

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Erin A. Craig: Haus aus Salz und Tränen

Sie leben auf den rauen Inseln von Salann – die Töchter des 19. Herzogs von Highmoor. Einst waren sie eine glückliche Familie – ein treu sorgender Vater, eine liebevolle Mutter und ein Dutzend Töchter bevölkerten das Anwesen und verbreiteten gute Laune.

Doch dann schlug das zu, was die Anwohner der Inseln inzwischen als Fluch bezeichnen. Erst traf es die Mutter, die das Volk des Salzes der See zurückgeben musste, dann starben nicht wenige als fünf der Schwestern nach und nach teilweise unter tragischen Umständen. Dass der Herzog auf dem Festland eine neue Liebe, eine junge Frau fand, die nun mit seinem ersten Sohn schwanger ist, sorgt dafür, dass die einjährige Trauerzeit abrupt abgekürzt, die Schwestern mit neuen Roben und sündhaft teuren Feenschuhen ausgerüstet werden und ein Ball ausgerichtet wird. Dass die Schwestern von den anwesenden Galanen nicht zum Tanz aufgefordert werden trübt die Stimmung nicht unwesentlich. Alle Bewohner der Inseln munkeln vom Fluch, gehen auf Distanz zur Familie. Da kommt es gut, dass die Töchter anderweitig ihre Nächte durchtanzen – doch wo finden die Bälle statt und wer nur sind ihre Partner? Weiterlesen

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