Christian von Aster: Der Orkfresser

Lieben Sie Fantasy? Zieht es sie auch gerne, an der Seite junger, entwicklungsfähiger Helden in Begleitung eines Zauberers mit spitzem Hut in die Weiten einer archaischen Landschaft? Genießen Sie es, bei einem vertrauten Lagerfeuerabend mit Barden, Elfen und Rittern zu parlieren und am nächsten Morgen gegen die wilden Horden der Zwerge, Vampire oder gar Orks zu Felde zu ziehen? Dann hören Sie sofort auf zu lesen, und fassen Sie das neueste Buch vom in Leipzig lebenden, den deutschen Sprachraum mit seinen darbietenden Lesungen bezaubernden von Aster nicht einmal mit der sprichwörtlichen Zange an. Denn dort stoßen Sie auf einen, der Sie mit ihrem liebsten Lesefutter versorgt – sprich einem Autor. Einem Fantasy-Autor, schlimmer noch einem erfolgreichen Fantasy-Schriftsteller, ganz, ganz schlimm, einem Bestsellerverfasser einer Serie!

Aaron Tristen hat mit seiner Fantasy-Serie „Engel gegen Zombies“ das erreicht, von dem ein jeder Autor träumt. Er ist berühmt, mehr noch wird umschwärmt und verdient sich eine goldene Nase. A pro pos Nase – ja auch das berühmte weiße Pulver kann er sich leisten, ebenso wie zwei großzügige Appartements in Metropolen unseres Landes, Geld hat er weit mehr zur Verfügung, wie Nerven. Die lassen in letzter Zeit gewaltig zu wünschen übrig, wenn er seinem andächtig lauschenden Publikum aus seinem neues literarischen Erguss vorliest und signiert, dass ihm die Griffel wehtun. Weiterlesen

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Cornelius Zimmermann: Rocking the Forest: Ein Müützelwald-Roman

Das 237. Rocking the Forest Festival steht an – und just 10 Tage vor Beginn des prestigeträchtigen Events, verlassen die drei unfähigen, untalentierten und undankbaren Musiker, die der einst gefeierte Iggy, der Wolfmorf um sich und seine Band die Müützel Monotones gesammelt hat, selbige. Nun steht er da, er der gefeierte Star, der durchstarten wollte, der all den jungen Libellenpoppern noch einmal zeigen wollte, wie man richtige Forest Musik macht, wie man den Forest rockt .

Alleine, verlassen und deprimiert – doch Aufgeben ist keine Option. Er macht sich auf, sich Rat zu suchen bei einem, der einst das Festival, ja die Musik beherrscht hat – Blubb, die Pfütze. Schon auf dem Weg zu diesem begegnen ihm die aberwitzigsten Wesen, Musiker und Möchtegern-Stars. Und eine Wolfmorfin, die unseren Bandleader förmlich aus den Socken haut. Dann aber muss er erkennen, dass seine große Hoffnung von den Libellenpoppern entführt wurde – und schon macht er sich auf die Suche nach Blubb, die Pfütze … Weiterlesen

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David Mitchell: Slade House

Wer auf den guten alten englischen Schauerroman steht, den man am besten nachts mit Taschenlampe unter der Bettdecke liest, der sollte unbedingt „Slade House“ von David Mitchell lesen. Die sprichwörtliche Gänsehaut kriecht einem den Rücken hinunter, und man möchte den Protagonisten ständig zuschreien: „Nein, um Himmels Willen, geh nicht durch dieses schmale Törchen!“

Natürlich kümmern sich Romanfiguren in aller Regel nicht um solche Leserwarnungen, und so durchschreiten sie denn doch jedes Mal am „Tag der offenen Tür“ jenes Törchen. Es zeigt sich nur alle neun Jahre am letzten Samstagabend im Oktober und befindet sich in einer ausgesprochen düsteren, nebeligen und kalten Gasse irgendwo in England.

Wer hindurchgeht, dessen Seele ist verloren, denn die Zwillinge Norah und Jonah, am Ende des Romans 116 Jahre alt, brauchen in regelmäßigen Abständen eine frische Seele, um ihren Unsterblichkeitsakku wieder aufzuladen. Weiterlesen

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Charlaine Harris: Midnight, Texas

Texas ist für zwei Dinge berühmt – zum Einen für seinen Reichtum an Öl, zum Anderen für seine Hitze. Midnight ist ein kleines, gottverlassenes Kaff irgendwo in den Weiten der selbst im Herbst gnadenlos vom Himmel brennenden Sonne. Zwei Straßen kreuzen sich hier, das Örtchen besitzt an dieser Stelle sogar eine über der Kreuzung schaukelnden Ampel, ansonsten gibt es eine Tankstelle nebst angeschlossenen Minimarkt, einen Diner, eine Galerie in die sich kaum einmal Jemand verirrt, eine Pfandleihe und ein Nagelstudio. Dazu bietet eine weise Frau spiritistische Unterweisungen an und handelt mit esoterischen Schnickschnack.

In diese Mega-Metropole zieht Manfred Bernardo – Anfang 20 und bereits ein renommierter Hellseher, der seine Dienste im Internet anbietet. Er ist auf der Suche nach Ruhe und Abgeschiedenheit – und, mal ehrlich, ruhiger und abgeschiedener als Midnight geht gar nicht. Die übrigen Einwohner des Kaffs wachen gar eifersüchtig über ihre Muße, haben sie doch allesamt etwas zu verbergen. Weiterlesen

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C. E. Bernard: Palace of Glass 01: Die Wächterin

Wir schreiben das Jahr 2054. Seit mittlerweile 26 Jahren hat das britische Königreich strenge Gesetzte zum Schutz der Menschen erlassen. Romane und Theaterstücke wurden verboten, ein Jeder, gleich ob Mann oder Frau hat verhüllt zu gehen, Handschuhe sind Pflicht, das gegenseitige Berühren ist verpönt. Grund für die restriktive Gesetzgebung sind die Magdalenen, Menschen mit der Gabe bei Hautkontakt in den Geist einzugreifen, Gedanken und Erinnerungen zu lesen und sogar manipulieren zu können. Die überall spürbare Panik vor diesen Menschen, die einst geachtete Mitglieder der Gesellschaft waren, die als Heiler vor allem bei psychischen Leiden eingesetzt wurden, hat das Land und seine Bewohner verändert. Am Deutlichsten wird dies neben der überall grassierenden Furcht und Verfolgung wohl durch die viktorianisch wirkende, streng formelle Kleidung und die getrennten Gehspuren auf den Gehwegen.

Rea Emris und ihre Bruder sind, nach einer noch nicht näher benannten Familientragödie, von den USA nach London geflüchtet. Während der Bruder sich, um die Zeit, bis er in Paris endlich seinen Traum Musik zu studieren wahr machen kann, als Straßenmusiker versucht, verdient Rea ihr Geld als Schneiderin. Dass sie daneben einer anderen, einer gefährlichen, ja tödlichen Sucht frönt, darf niemand wissen. Sie tritt als Mann verkleidet, in illegalen Boxkämpfen an. Dass sie diese nur überstehen, ja siegreich aus den gnadenlos geführten Kämpfen hervorgehen kann, weil sie ihre Magadalenen-Gabe einsetzt, darf niemand wissen, sonst ist sie des Todes. Weiterlesen

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J. R. Ward: Black Dagger 29: Die Auserwählte

Er kam aus dem Alten Land. Die Rede ist von Xcor, einem der wildesten und brutalsten Vampire, der auf Erden wandelt. Sein Vater hat ihn schon als entstellten Säugling verstoßen, seine Maman im Stich gelassen, nie wurde ihm etwas geschenkt. Mit Gewalt nahm er sich, was ihm verweigert wurde und errichtete eine Schreckensherrschaft.

Als die Leser im Alten Land ausgingen, die Konflikte mangels Gegnern einschliefen und die Langeweile drohte, reisten er und seine Krieger in die Neue Welt. Statt sich einzufügen, brach er einen neuen Konflikt vom Zaum. Er kannte es nicht anders – nur der Starke überlebt, der Schwache wird ausradiert. Sein Krieg gegen die Black Dagger führte dazu, dass der König geblendet wurde, und die Glymera in Aufregung geriet. Dann wurde alles anders – lernte Xcor doch die Auserwählte Layla und band sich an sie. Dass Layla Zwillinge von einem Black Dagger austrug, war ihm egal – dass sie ihn, als erste Frau überhaupt, akzeptierte und wertschätzte zerbrach den Panzer um sein Herz. Weiterlesen

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Sylvia Englert: Das dunkle Wort

Einst war er der mächtigste Magier des Reiches. Als einer der Wenigen hatte er nicht nur alle sieben Stränge der Magie gemeistert, er unterstützte den Regenten und war im Volk beliebt und geehrt. Immer hatte er ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte auch des einfachen Volks. Als er seine große Liebe fand, schien die Welt perfekt. Allein, der unbändige Wissensdurst, der ihn umtrieb, schien nicht zu stillen. In längst verloren geglaubten, verbotenen Büchern fand er Hinweise auf eine einst bekannte, dunkle Magie – die Suche nach dem Wort, das diese Magie erschließt, trieb ihn in den Ruin. Zwar gelangte er ans Ziel, doch der Preis, den er dafür berappen musste, war viel zu hoch. Das Leben seiner Liebsten und ihres ungeborenen Kindes, die Verbannung und Ächtung aus dem Zirkel der Magier, sie brachen den Mann, der einst das Reich schützte.

Jetzt macht sich ein magisches Übel auf, das Land heimzusuchen. Eine unbekannte Kristall-Magie, die alles, was mit ihr in Berührung kommt in ein filigranes, zerbrechliches Gebilde verwandelt, vernichtet Flora und Fauna ebenso unerbittlich wie die Menschen. Die Gefahr scheint nicht aufgehalten werden zu können. In der höchsten Not sendet man einen Hilferuf an Terwyn – der, um seine Heimat zu retten, bereit ist, seinen Schwur nie wieder Magie zu wirken, zu brechen …. Weiterlesen

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Ransom Riggs: Die Legenden der besonderen Kinder

Mögen Sie Märchen? Wenn ja, dann mögen Sie auch „Die Legenden der besonderen Kinder“ von Ransom Riggs. Dieses Buch nimmt einen bereits im Vorwort für sich ein. Dort heißt es zum Beispiel: „Sollten Sie nicht nachts aufwachen und über dem Bett schweben, weil Sie vergessen haben, sich an der Matratze festzubinden, dann legen Sie dieses Buch bitte sofort wieder dorthin zurück, wo Sie es gefunden haben.“

In den folgenden Geschichten – man ahnt es fast – geht es um allerlei märchenhafte Geschehnisse, die im schnöden Alltag doch eher selten zu beobachten sind: Da gibt es einen Mann – und sein Sohn tut es ihm nach –, der sich langsam aber stetig in eine Insel verwandelt: Ihm wächst Gras aus den Füßen und ihm rieselt Sand aus den Poren. Da gibt es weiter einen Jungen, der die Fluten der Meere beherrschen kann oder eine Prinzessin, die allein deswegen Schwierigkeiten hat, einen Mann zu finden, weil sie mit einer gespaltenen Schlangenzunge geschlagen ist. Fast so, als gehe es bei der Partnersuche nicht um innere Werte. Weiterlesen

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Michael Hamannt: Die Dämonenkriege 01: Die Dämonenkriege

„Die Dämonenkriege“ ist Michael Hamannts Debut-Roman.

Die Schwebenden Reiche sind Inseln, verbunden durch Feuerflüsse. Geschaffen wurden sie von Überlebenden des ersten Dämonenkriegs. Diese Menschen erlangten in ihrer Versklavung in der Gegenwelt selbst magische Kräfte, retteten die letzten ihres Volks und schufen nach der gemeinsamen Flucht die Schwebenden Reiche auf der Erde. Die Grenzen zur Gegenwelt wurden gesichert – aber Risse, durch die Dämonen auf die Erde kommen konnten, gab es immer wieder. Zum Schutz der Menschen wurden magisch begabte Dämonenjäger eingesetzt.

Ryk ist der mächtigste unter ihnen. Getrieben von Rache jagt er die Val’kai, wie die Dämonen in ihrer eigenen Sprache heißen. Und bald schon wird offensichtlich, dass ein mächtiger Dämon das Menschenreich betreten hat. Steht ein neuer Dämonenkrieg bevor? Ryk geht mit Kela, einer Halbdämonin und dem jungen Prinzen Ishan auf die Jagd.

Ein weiterer Hauptcharakter ist die Keesa Catara, deren Volk einst von einem Dämon verflucht wurde und die nun als Attentäterin dient. Sie ist meines Erachtens die interessanteste Persönlichkeit im Buch. Weiterlesen

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Stephan M. Rother: Die Königschroniken 02: Ein Reif von Bronze

Im Kaiserreich der Esche, einem fiktiven Land, stehen Veränderungen an. Nicht nur der nordische Stammesfürst Morwa schwindet dahin, so dass ein Machtkampf unter seinen Nachfolgern entbrennt. Auch in der Hauptstadt des Landes stehen die Zeichen auf Sturm. Der heilige Baum beginnt zu welken und droht, das Land in Dunkelheit zu hüllen. Die Menschen spüren, dass sie eine mächtige Persönlichkeit brauchen, um aus der Not herausgeführt zu werden. In diesem Fall nur am Rande Andeutungen zur Handlung, denn jegliche Beschreibung der Handlung führt dazu, Geschehnisse aus dem ersten Teil vorwegzunehmen.

Denn am Ende vom ersten Band „Ein Reif aus Eisen“ endet die Handlung in einem großen Tumult und einem Anschlag auf den Stammesführer Morwa. Der neue Band von Stephan M. Rother fungiert als Mittelstück in der Romanreihe und befasst sich im Wesentlichen mit den Ereignissen wenige Stunden nach dem Anschlag auf Morwa. Es ist von hoher Bedeutung, den ersten Band zu kennen, einfach nur den vorliegenden Titel zu lesen, empfiehlt sich auf keinen Fall. Weiterlesen

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