Katharina V. Haderer: Black Alchemy 01: Das Schwert der Totengöttin

Erik Zejn ist Sergent der Garde Tradeas. Er ist ausgebildeter Kampfmagier, oft schlecht gelaunt und hält sich an Regeln. Vor allem ist er aber eins: Überqualifiziert für die Versetzung in den kleinen Vorort Svonnheim.

In Svonnheim gewinnen die Männer ihre militärischen Ränge beim Kartenspiel, so stehen ihm zu allem Überfluss auch noch unfähige Soldaten und ein viel zu gutmütiger Stellvertreter, der nicht kämpfen kann, zur Verfügung. Trotz der ländlichen Umstände, beharrt Zejn auf das Gesetz und beginnt kurz nach seiner Ankunft die Jagd nach der dortigen Heilerin Mirage, die er ohne Lizenz glaubt.

Kurz darauf bricht das Chaos in Svonnheim aus: Die Toten erheben sich aus ihren Gräbern und bedrohen die Bewohner des Dorfes. Zejn ist überzeugt davon, dass Mirage Ursache des Übels ist und lässt sie festnehmen. Erst als sie in die Hauptstadt, fort von Svonnheim, gebracht wird, bemerkt Zejn, dass er sie zu Unrecht beschuldigt und damit die einzige Hilfe im Kampf gegen die Toten verloren hat. Er reist ihr hinterher, seinen Irrtum bereuend, um die Überfälle auf die Dorfbewohner endgültig stoppen zu können. Weiterlesen

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Shirley Jackson: Wir haben schon immer im Schloss gelebt (1962)

Constance Blackwood und ihre Schwester Mary-Katherine, genannt Merricat Blackwood, der senile alte Onkel Julian und Kater Jonas leben gemeinsam im Blackwood Anwesen. Jeden Dienstag und Freitag geht Merricat, obwohl sie es hasst, ins nahe gelegene Dorf, um Lebensmittel einzukaufen und Bücher aus der Bibliothek auszuleihen. Für die jüngere der beiden Blackwood Schwestern ist es ein wahres Spießrutenlaufen, wird sie doch von den Dorfbewohnern angefeindet, ja so mancher begegnet ihr mit offen zur Schau getragenem Hass.

Grund für den schlechten Ruf der wohlhabenden Familie ist ein Massenmord, der das Geschlecht vor ein paar Jahren dezimierte. Arsen im Zucker sorgte dafür, dass nur drei der früheren Bewohner des Anwesens überlebten, Constance wurde damals wegen Mordes angeklagt, letztlich aber frei gesprochen. Constance, die das Haus nicht mehr verlässt, geht ganz im Gärtnern und Kochen auf, während Julian sich dem Niederschreiben der Familienchronik widmet. Als sich ein entfernter Cousin der Familie bei ihnen einnistet, um auf das vermeintliche Vermögen zuzugreifen, fühlt Merricat sich in ihrer Existenz bedroht – das Unheil nimmt seinen Lauf … Weiterlesen

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Grady Hendrix: Der Exorzismus der Gretchen Lang

Huch, was war das denn? Der Roman spielt in einer High-School, mit Teenagern, aber es ist gewiss kein Jugendbuch. Ist der Horror echt, oder findet er nur in den Köpfen der Protagonisten statt?

Gretchen Lang ist eine Musterschülerin, die aus einer eher strengen Familie kommt. Trotzdem oder gerade deswegen ist sie Abbys beste Freundin. Das ändert sich auch nicht, als Abbys Familie verarmt. Die Mädchen leben manchmal in zwei Welten, aber sie halten zusammen, komme was da wolle. Und es kommt was. Nach einem Drogentrip ist Gretchen plötzlich nicht mehr dieselbe. Wir schreiben das Jahr 1988, was den Umgang mit LSD erklärt. Gretchen wird erst krank und dann boshaft. Sie verleumdet Freunde, reitet sie tief in Ungemach rein und manipuliert so sehr, dass sie eine ehemalige Freundin beinahe in den Selbstmord treibt. Was ist nur los mit ihr, fragt sich Abby, ist sie möglicherweise gar von einem Dämon besessen? Oder bildet Abby sich das alles nur ein und Gretchen sagt die Wahrheit? Weiterlesen

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Madeleine Puljic: Noras Welten 01: Durch den Nimbus

Wir alle lesen gerne, manche mehr, andere weniger, aber das Eintauchen in die Phantasie des Autors, in eine fremde Welt fasziniert uns. Nun stellen Sie sich einmal vor, wie es wäre, wenn Sie leibhaftig in den Roman, den Sie gerade lesen eintauchen könnten? Nun, in einen Horror-Roman würde man wohl eher nicht besuchen wollen, aber so ein zünftiges Fantasy-Abenteuer komplett mit Burgbelagerung, Verliesbesuch und Drachen, das hätte doch schon etwas, oder?

Nora, die Protagonistin des vorliegenden Buches kann genau das, was sich so mancher von uns wünscht. Sie fällt bei der Lektüre durch, besser in die Seiten, besucht den Handlungsort des Textes, egal ob Roman, Novelle oder Artikel und ist darüber alles andere als glücklich. Eines Tages las sie ein Werbeplakat von New York und fand sich fluchs auf der anderen Seiten des Atlantiks wieder.

So kann das nicht weitergehen, hat sie doch keinerlei Kontrolle über ihre Gabe. Sie beschließt einen Psychiater aufzusuchen, der ihr mittels Hypnose notfalls die Fähigkeit zu Lesen nehmen soll. Weiterlesen

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Peternelle van Arsdale: Tief im Wald

Die Geschichte beginnt so: Vor langer Zeit lebten zwei Schwestern …

… und mit diesen Worten beginnt von Arsdales märchenhafter Fantasy-Roman wirklich. Das Etikett „Fantasy“ braucht der Roman eigentlich nicht, da er alle Merkmale eines Märchens zeigt.

Die Geschichte beginnt mit zwei Schwestern, die verstoßen werden und sich tief im Wald in zwei ungeheuerliche Wesen verwandeln, die die Zeiten überdauern. In der Einsamkeit haben sie sich in Seelenesserinnen verwandelt und kehren nur in die Siedlungen der Menschen zurück, um die Erwachsenen zu töten.

Eines Tages kommen sie auch in Alys` Dorf. Alys begegnet als einzige den bösen Schwestern und spürt eine Verbindung zu ihnen. Am Morgen nach deren Erscheinen sind auch dieses Mal alle Erwachsenen tot und die Kinder, auch Alys, müssen ins Nachbardorf umsiedeln. Hier bleiben sie fremd unter den tief religiösen Bewohnern, die sich mit der Zeit mit immer fanatischeren Maßnahmen vor den Seelenesserinnen schützen wollen.So wird  ein kleineres Dorf geschaffen und die Familien müssen ihre etwas außerhalb gelegenen Häuser aufgeben. Weiterlesen

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F. I. Thomas: Krieg der Drachen 02: Flammendes Erbe

Einst, vor langer, langer Zeit erschütterten zwei Kriege die Welt. Gemeinsam mit den Elfen kämpften die Menschen gegen die Drachen, Magie war damals allgegenwärtig. Seit dem ersten Drachenkrieg sind die Elfen verschwunden, man munkelt, sie haben sich nur aus den jungen Königreichen zurückgezogen, im zweiten Drachenkrieg konnten die Lindwürmer von den Zauberern, unter großen Opfern insbesondere bei der Zivilbevölkerung, endgültig besiegt werden. Ungeschickt, dass sich eine der Drachen in Gestalt einer menschlichen Magierin unerkannt unter die wenigen überlebenden Zauberfähigen gemischt hat. Sie täuscht nicht nur ihre Kollegen, auch die Lehrlinge der Zauberer werden an der Nase herumgeführt. Dass die Magiekundigen selbst nicht unbedingt integer agieren, dass sie ihre Lehrlinge dazu nutzen, diesen Lebenskraft für die eigene Jugend zu entziehen, weiss niemand.

Alles ändert sich, als die überlebenden Drachen auf die Welt zurückkehren und es diesen in einem nekromantischen Ritual gelingt, Yolsulgur, den besiegten Drachenkönig aus dem Totenreich zurückzuholen. Mit dessen Wissen um die Nekromantie stellen sie ein Heer auf, wie es die Welt größer, mächtiger und furchteinflößender noch nie gesehen hat – ein Heer der Toten. Diesem gegenüber die mehr als brüchige Allianz des letzten Magiers, der ehemaligen Zauberlehrlinge und der Menschen … Weiterlesen

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George R. R. Martin: Feuer und Blut: Aufstieg und Fall des Hauses Targaryen von Westeros

Nach vielen Jahren, in denen sich die Geschichte von Westeros nur noch filmisch abspielte und die Fangemeinde vergeblich auf eine Fortsetzung der Buchreihe wartete, hat George R. R. Martin nun ein Geschichtswerk verfasst, das eindrücklich beweist, wie sehr er – ganz in Tolkiens Nachfolge – ein Autor ist, der beim Verfassen seiner Werke offensichtlich die größte Freude daran hat, komplexe Welten zu erschaffen. Feuer und Blut zeigt, dass sich das nicht nur auf Orte, Menschen und Strukturen der Gegenwart seiner Erzählungen betrifft. Er gibt seiner Schöpfung auch gleich einen historischen Kontext, der in Umfang und Vielfalt sehr an die mittelalterliche europäische Geschichte erinnert.

Martin lässt Erzmaester Gyldayn die Geschichte der sieben Königslande seit der Ankunft der Targaryens auf Drachenstein bis ungefähr 150 Jahre vor Beginn der Romane des Lieds von Eis und Feuer erzählen. Weiterlesen

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Justin Travis Call: Die Keos-Saga 01: Sohn der Sieben

Das versteckt liegende Dorf Chaenbalu hat ein Geheimnis. Nein, ich meine jetzt weder den einäugigen Schmied, noch den findigen Priester Sodar, sondern den Orden, der hier, fernab der Metropolen, eine Akademie betreibt. Hier werden sie ausgebildet, die jungen Novizen die eines Tages die Welt bereisen und dabei auf Suche nach magischen Artefakten gehen sollen um sie im unterirdischen Verlies sicher wegzuschließen. Dass die Stäbe und Kleidungsstücke, Waffen und Hilfsmittel von Keos, dem Verderber höchstelbst geschaffen wurden ist den Ordensmitgliedern Grund genug, alles was mit diesen zusammenhängt zu verdammen und für immer aus dem Verkehr zu ziehen.

Eine der Akolythen, Annev, lebt nicht mit seinen Mitschülern in der Akademie, sondern wird von Sodar im Tempel aufgezogen. Sein Tag beginnt noch weit früher, als die seiner Mitstudierenden, unterrichtet sein Mentor ihn doch in etwas, das, so es bekannt würde, dazu führen würde, dass Beide, Lehrer wie Schüler gesteinigt würden. Annev besitzt die Gabe der Magie. Einst, bei seiner Geburt wurde er als Kind Leos mit nur einem Arm geboren. Der Vorsteher des Dorfes sorgte dafür, dass seine Eltern geopfert wurden, das Kind sollte im Wald ausgesetzt, den wilden Bestien als Nahrung dienen. Weiterlesen

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Naomi Novik: Das kalte Reich des Silbers

Das Leben eines Pfandleihers ist kein einfaches. Nicht nur, dass er mit geschultem Blick erkennen muss, ob und was das angebotene Stück wert ist, er muss auch die Bonität des Gläubigers einschätzen und die Schulden notfalls mit Härte eintreiben.

Mirjems Vater ist von Beruf Pfandleiher. Der Beruf selbst ist verschrien, alle schimpfen auf die gierigen Finanziers, doch wenn Not am Mann ist, geht doch ein Jeder zu ihnen hin. Ganz ungeschickt ist es, wenn der Pfandleiher dann ein zu großes Herz hat und seine Schulden nicht eintreibt. Mirjems Vater ist ein Mann mit einem Herz, was viele, zu Viele seiner Schuldner ausnützen.

Als die Familie Not leidet, als gar der Hunger Einzug hält nimmt Mirjem selbst die Sache in die Hand. Und sie kann dies weit besser, als ihr Vater. Schnell eilt ihr der Ruf einer mitleidlosen, kaltherzigen Frau voraus, doch das Familienvermögen wächst wieder, der Hunger ist kein Gast mehr unter ihrem Dach. Die Schuldner sagen ebenso ängstlich wie respektvoll, dass die junge Frau Silber in Gold verwandeln könne.

Als dies dem König des magischen Landes Staryk zu Ohren kommt, bemächtigt er sich der jungen Frau und fordert sie auf, seinen Reichtum zu mehren. Und wirklich gelingt es Marjem das Silber des Landes in Schmuckstücke zu fassen und diese für gutes Gold zu verschachern. Doch damit gerät sie nur vom Regen in die Traufe. Weiterlesen

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Walter Moers: Der Bücherdrache

Auch Hildegunst von Mythenmetz, gefeierter Autor muss schlafen. Und wie all seine Bewunderer auch träumt er. Von was solch eine Koryphäe des wohl gesetzten Wortes träumt wollen sie jetzt wissen? Nun, Hildegunst träumt natürlich von einem Buch. Er selbst wird in ein solches verschleppt, und trifft dort auf einen Buchling. Hildegunst zwei, wie der Gute sich nennt, hat sich auf das Werk seines Namenspatrons spezialisiert, hat es auswendig gelernt um den Dichter zu ehren.

Hildegunst ist, wenngleich er sich dies nicht anmerken lassen will, geschmeichelt. Er fordert den Buchling auf mehr von sich zu erzählen. Und dieser zieht vom Leder – in der Schulstunde hörte er die Legende von Nathaviel, dem Bücherdrachen, der tief unten im Stollenlabyrinth leben soll. In seine Haut sind ganze Bibliotheken alter, verschollener Klassiker eingefügt, die er durch das Bad ihm Ormsumpf in sich aufgenommen haben soll. Dass ihm eine, nein, die ultimative Frage an den Drachen einfällt veranlasst seine Mitschüler ihm zu offenbaren, dass die Mär wahr ist. So begibt sich unser Buchling auf den gefahrvollen Weg zum Sumpf – um dort tatsächlich auf den legendären Buchdrachen zu stoßen … Weiterlesen

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