Laura Labas: Lady of the Wicked 01: Das Herz der Hexe

Darcia Bonnet wurde aus ihrer Heimat Babylon verbannt, da sie sich gegen die Königsfamilie auflehnte und damit Hochverrat beging. Das alles tat sie für ihre Schwester, die nun tot ist. Ein Umstand, den Darcia nicht akzeptieren will. In einem brutalen wie unheimlichen Ritual arbeitet sie daran, die Herrin der Wicked zu werden, der bösesten Hexenseelen, die jemals existierten und mit deren Hilfe sie ihre Schwester von den Toten zurückholen und sich an denen rächen möchte, die sie auf dem Gewissen haben.

Auch Valens Mariquise kann nicht länger in seiner Heimatstadt Babylon leben. Anders als Darica wurde er jedoch nicht verbannt, sondern flüchtete, um dem sicheren Tod zu entgehen. Denn auf ihm lastet ein grausamer Fluch.

Ausgerechnet Darcia ist die einzige, die in der Lage sein könnte, diesen Fluch aufzuheben. Das Schicksal sorgt also dafür, dass sie sich über den Weg laufen – und von Anfang an nicht ausstehen können. Darcia hält Val für arrogant und hat eigentlich kein Interesse daran, einen komplexen Fluch zu lösen, solange sie das Ritual der Wicked vollzieht. Was keiner von beiden ahnt, ist, dass ihre Schicksale schon seit viel längerer Zeit verknüpft sind und sie beide für dieselbe Sache kämpfen. Weiterlesen

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Bruno Hof: Serera: Erstes Buch: Die zwei Welten

„In der Literatur ist alles schon einmal dagewesen.“ Sagt man. Schon aus dem Klappentext geht hervor, dass der Seelenlose Ängste und Bosheit der Menschen verkörpert und sich aus ihnen nährt. Dies ist ein eher in Horrorromanen gängiges Motiv. Für mich, der ich selbst schreibe, standen daher die Fragen im Vordergrund: Wie überträgt Bruno Hof in seinem Debütroman dieses Bild ins Genre Fantasy? Und wie drückt er es schriftstellerisch aus? Beide Fragen durfte ich nach der Lektüre mit einem einzigen Wort beantworten: überzeugend.

Fantasywelten zeigt uns der Altmeister Tolkien als das fruchtbare, liebliche Auenland oder als das öde, lebensfeindliche Mordor. Hof führt uns in beide Welten: Aus seiner Jahrtausende währenden Verbannung sucht der Seelenlose von Serera aus das Tor zu den Menschen zu öffnen, um mit seinen Horden Grauen erregender Bestien alles Leben zu vernichten. Ausgerechnet dem sechzehnjährigen Robin übergibt die sterbende Torwächterin den Schlüssel. Auf der Flucht vor dem hyänenhaften Späher des Seelenlosen flieht er mit seiner jüngeren Schwester Elina aus dem idyllischen Städtchen Torheim unbeabsichtigt nach Serera, wo sie in einer Welt voller grauenhafter Geschöpfe nur Folter und Tod vor Augen haben. Nach ihrer unverhofften Befreiung stellen sie sich mit ihren neuen Verbündeten einem mehr und mehr aussichtslos scheinenden Kampf gegen den Einen, den Seelenlosen, der ihnen mit allen Mitteln den Schlüssel abzujagen trachtet. Weiterlesen

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E.S. Schmidt: Welt der Schwerter II

Band II der „Welt der Schwerter“ fügt sich übergangslos an Band I an, beide Bücher sollten also nacheinander (und nicht unabhängig voneinander) gelesen werden. Esther S. Schmidt hat vor ein paar Tagen die potentiellen Leserinnen und Leser gewarnt, dass ich bei meiner Besprechung von Band I ein wenig gespoilert hätte. Daher halte ich mich in dieser Hinsicht hier zurück.

Natürlich: Die begonnenen Schlachten werden fortgeführt, beeindruckend erzählt wird die Taktik, die Siluren anwendet. Die Autorin hat hier von Sun Tsu und seinem Buch „Die Kunst des Krieges“ gelernt und sich mit historischen Schlachten und Schilderungen des Soldatenlebens befasst. Normalerweise überlese ich diesen Aspekt in Romanen gern, hier kann ich sagen: Diese Szenen sind absolut fesselnd geschrieben.

Für diese Fortsetzung der Geschichte der Brüder Siluren und Coridan habe ich mir gewünscht, dass zwei Fantasy-Elemente mehr zur Geltung kommen: Zum einen die Welt der Träume, in denen sich Menschen begegnen und einander Schaden zufügen können. Hier wäre es sicher spannend gewesen, die Figuren mehr in diese Traum-Welt zu verstricken. Zum anderen gibt es die mythische Welt der Erdmutter, die der erwählten Akh`Eldash (Lynn) ihre Macht verleiht. Weiterlesen

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Anthony Ryan: Das Schwarze Lied: Rabenklinge 02

Und es gibt ihn doch – den Wolf! Und zwar jetzt, in „Das schwarze Lied“, dem zweiten Buch der Rabenklingen-Serie von Anthony Ryan. In meiner Besprechung des ersten Buchs der Reihe „Das Lied des Wolfs“ hatte ich Ryans Fantasygeschichte bereits begeistert gelobt aber am Titel des Buchs konnte ich leider kein gutes Haar lassen. Schließlich gab es weit und breit keinen Wolf zu erlesen. Aber das löst sich in „Das schwarze Lied“ auf.

Vaelin al Sorna, Turmherr der Nordlande, befindet sich in den Königreichen des Fernen Westens und kämpft gegen die Stahlhast unter ihrem barbarischen Anführer Kehlbrand Reyerik. Dieser hat sich selbst zum Gott erklärt und zieht mithilfe seiner Gabe immer mehr Einwohner in seinen Bann. Mit diesen „Erlösten“ und seiner Horde erobert er ein Königreicht nach dem anderen.

Band 1 „Das Lied des Wolfs“, endete mit dem Tod Ahm Lins, eines Freundes von Vaelin, der ihm im Sterben sein „Lied“ übertrug. Das Lied ist eine magische Gabe, die sich bei jedem der Begabten anders zeigt. Auch Vaelin hatte einst ein Lied, hat es aber verloren. Nun erhält er also wieder diese Begabung, aber ganz anders als gedacht. Vaelins neues Lied ist schwarz und böse und überwältigt ihn oft genug vollständig. Mit Hilfe des ehemaligen Schmugglers Cho Ka begibt sich Vaelin auf die Suche nach Hilfe, damit er schließlich seine Freunde wiederfinden und sich gemeinsam mit ihnen Kehlbrand im Kampf stellen kann. Weiterlesen

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Alexander Paul: Die Todsängerin

Aurora Pine musste schon früh lernen was Schmerz bedeutet. Aus ihrem Dorf vertrieben, lebte sie mit ihrer Mutter im Wald, welche ermordet wurde, noch bevor sie ihrer Tochter die vererbte Liedmagie beibringen konnte. Das junge Mädchen musste tagein, tagaus um ihr Überleben kämpfen, bis sie ihren Platz bei den sanften Schwestern fand, einem Orden, der es sich zur Aufgabe machte, den Kranken zu helfen. Doch auch hier schien sie in keines der vier Häuser zu passen. Schon wieder sah Aurora sich kurz davor, ihr neu gewonnenes zu Hause zu verlieren. Doch dann offenbarte sich ihr das fünfte Haus, das Haus Mortem, und die Dinge nahmen ihren Lauf…

Die Todsängerin von Alexander Paul erzählt die herzzerreißende Geschichte der jungen Aurora und hat mir gut gefallen. Anfangs sind die häufigen Perspektivwechsel zwischen Aurora, Prinz Alden und dem Sölder Bemet ein wenig überfordernd, doch je mehr die Handlungen dieser nur allzu unterschiedlichen Menschen zusammenlaufen, desto verständlicher wird alles.

Mir persönlich hat besonders das Söldnervolk gefallen, da es durch die Totems seinen ganz eigenen Charme bekam und somit nicht dem üblichen Klischee folgt. Die sanften Schwestern standen dem jedoch in nichts nach und haben mich ebenso beeindruckt. Weiterlesen

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Theodora Goss: Die außergewöhnlichen Abenteuer des Athena-Clubs 01: Der seltsame Fall der Alchemistentochter

Willkommen im Elisabethanischen London. Hier, inmitten des Empires, lebt es sich, für Damen vom Rang, normalerweise recht gut. Man residiert in einem der angesehenen Viertel der Stadt, die täglichen Aufgaben werden von Bediensteten übernommen, die Dame von Welt ergeht sich in Tee-Kränzchen, Bällen und vielleicht flaniert man einmal auch durch einen der für die Oberschicht reservierten Parks. Doch wehe, wenn das Geld ausgeht, man die soziale Leiter herunterpurzelt.

Dies ist die Geschichte von Mary Jekyll, der eben dies widerfährt. Nach dem Tod ihres Vaters, eines Gelehrten, leben sie und ihre Mutter von der Alimente ihres Großvaters – das Vermögen des Verblichenen ist verschwunden. Als ihre Mutter dahinsiecht und schließlich stirbt, versiegt auch diese, magere Einnahmequelle. Mary entlässt die Angestellten, findet ein geheimes Sparbuch von dem eine ihr Unbekannte in einem Kloster unterhalten wird. Bei ihren Nachforschungen, wer dies ist, begegnet sie Sherlock Holmes und Dr. Watson, die gerade die Morde an leichten Mädchen untersuchen. Schnell wird deutlich, dass beide Ermittlungen zusammenhängen, kommen die Opfer doch allesamt aus dem Kloster, in dem auch Mr Hydes ungestüme Tochter, Diana vom Geld Jekylls zehrt. Dass diese Mary als ihre Schwester bezeichnet ist abwegig – oder? Weiterlesen

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Sonja Rüther: Feuertaufe 01: Geistkrieger

Stellen Sie sich eine Welt vor, in der ein wesentlicher Teil der Menschheit im Einklang mit der Natur lebt. Das soll aber beileibe nicht heißen, dass man dort auf die Technik verzichten würde. Doch man hat darauf geachtet, die Technik umweltverträglich zu entwickeln, immer wieder erfolgreich technische Innovationen mit der Natur zu verbinden. Eine solche Zivilisation hat naturgemäß einen ganz anderen Zugang zur astralen Ebene des Daseins.

Willkommen also in Nordamerika, einem Kontinent aber, der mit dem, was wir von den USA, Kanada und Mexiko kennen nichts gemein hat. Seitdem die Wikinger vor Jahrhunderten dort siedelten und Friedensläufer die Warnungen vor dem angreifenden weißen Mann unter den Stämmen verbreiteten, haben die Powtankaner es nicht nur verstanden, die Europäer an der Eroberung der Neuen Welt zu hindern, auch der technologische Vorsprung ihrer grünen Erfindungen hat dafür gesorgt, dass die vereinten Länder der Stämme als gelobtes Land für Kasketen und Wasicun herauskristallisiert haben.

Der Schotte Finnley war in seiner Heimat einer der besten Personenschützer des Landes. Dass er sich während eines Einsatzes in seine Schutzbefohlene, Tochter eines der einflussreichsten Klans der Ureinwohner verliebte und ihr in ihre Heimat folgte erweist sich als problematisch. Um vom Klan, vom einflussreichen Vater seiner Geliebten akzeptiert zu werden, braucht er einen Beruf. Weiterlesen

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Genevieve Cogman: Die Bibliothekare 07: Das geheime Gewölbe

Irene Winter, immerhin Agentin der Bibliothek und das fett geschrieben, hat sich in ihrem Leben schon Meriten verdient, Freunde gefunden und leider auch so einige Feinde zurückgelassen. Zu Letzteren zählen das Elfen-Ehepaar Lord und Lady Guantes sowie der ehemalige Bibliothekar Alberich. Nun, zumindest der Lord hat sich, Dank eines scharfen Messers im Leib wohl als Bedrohung erledigt, auch von Alberich hat man, angesichts der Tatsache, dass ihn Irene in seiner brennenden Bibliothek eingeschlossen zurückgelassen hat nichts mehr gehört. Die rachsüchtige Lady ist verschollen.

Inzwischen ist Irene so nebenbei Ausbilderin einer jungen Elfe, die unbedingt Bibliothekarin werden möchte und zuständig dafür, dass der mühsam ausgehandelte, brüchige Frieden zwischen Elfen und Drachen eingehalten wird. Da kommt es nicht wirklich geschickt, dass sie und ihre Freunde in der Welt, für deren Beaufsichtigung sie eingeteilt wurde, zum Ziel diverser Mordanschläge werden. Irgend Jemand, ein neues Verbrecher-Mastermind wie ihr Freund, der Detektiv Vale meint, hat sie, ihren Drachenliebhaber Kai, den Detektiv Val und ihre Azubine ins Visier genommen. Die Einschläge kommen immer näher, die Hinweise verdichten sich, dass lang besiegt geglaubte, ja getötete Feinde wieder von sich Reden machen … Weiterlesen

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E.S. Schmidt: Welt der Schwerter I

Ester S. Schmidt erschafft in ihrem Fantasy-Roman eine Welt, die teilweise angelehnt ist an „Mittelalter-Fantasy“, es gibt Könige, Prinzen, Schlachten, Diener, Burgen und adlige Damen, die auserwählt und verheiratet werden sollen, nachdem sie in einer Art Kloster erzogen wurden. Gleichzeitig führt die Autorin mit gewohnt sicherer Hand in eine Welt, in der sich alles nach den Regeln der „großen Mutter“ richtet.  Lynn, eine Kanonissin im Kloster, vollzieht das Ritual der Reinigung und steigt in eine Höhle hinab in das Allerheiligste, wo sie mit den anderen jungen Frauen betet und sich der Göttin hingibt. Der Grund für dieses Ritual ist, dass der König für seinen Sohn und Thronfolger namens Siluren die richtige Frau sucht. Diese wird wiederum in diesem Ritual auserwählt. Lynn ist zu alt und zu ungehorsam, um auserwählt zu werden, außerdem stört sie unerlaubt das Ritual, als sie Thaja rettet, die in der Grotte einen Anfall bekommt und nicht allein hinausgelangen kann. Trotz dieses Regelbruchs wählt die große Göttin sie aus, kennzeichnet sie mit dem Stirnmal No`Ridahl und macht sie zur Akh`Eldash. Lynn fügt sich dem Willen der Erdmutter und es ist klar, dass sie den Prinzen Siluren, genannt den Zauderer, heiraten und als Akh`Eldash die Befehle des Ordens befolgen wird. Weiterlesen

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K.J. Parker: Sechzehn Wege, eine befestigte Stadt zu verteidigen

Das Glück war mir Zeit meines Lebens hold. Nicht, dass ich nicht so einiges zu überstehen hatte, doch ingesamt kann ich mich wirklich nicht beklagen. Gestatten, dass ich mich vorstelle? Orhan der Name, Sohn des Siyyah Doctus Felix Praelarissimus. Als ich sieben Jahre alt war, wurden meine Eltern bei einem Überfall ermordet, ich geriet in Sklaverei. Glücklicherweise – ich erwähnte meine Fortune bereits, oder? – lernte ich dann das Zimmerhandwerk, konnte ganz gut mit Säge und Hobel umgehen. Als die kaiserliche Armee meine Sklavenhalter überfiel, nahm sie mit diesen auch mich gefangen. Tischler kann man immer gebrauchen, ergo erhielt ich als Milchgesicht die Staatsbürgerschaft, und wurde dem Ingenieurkorps zugeteilt. Dann begann mein kometenhafter Aufstieg. Das hatte man noch nicht gesehen im von den blau-häutigen Robur geführten Reich – ein Milchgesicht als Regimentschef der Ingenieure!

Als eine fremde Macht meine Stadt überfällt, geschickterweise, das muss ich ihnen schon zugestehen, vorher alle Soldaten ausser Gefecht setzt – so wie in töten, massakrieren, abschlachten – komme ich gerade von einem Brückenbau irgendwo im Nirgendwo zurück. Der Kaiser liegt mit einem Schlaganfall darnieder, der Einzige, der von der Armee noch übrig ist, bin – ich? Also frischauf, nichts wie weg – denken sie jetzt. Da ich aber meinen Feinden viel verdanke – siehe oben – entschließe ich mich lieber dafür, die Stadt zu verteidigen. Fünfzehn Wege eine befestigte Stadt zu verteidigen gibt es – ich weiß, dass es so nicht funktioniert. Also muss ein neuer, ein sechzehnter Weg her. Also die beiden Gilden an den Tisch geholt und in den Widerstand eingebunden. Weiterlesen

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