Poznanski & Strobel: Invisible, gelesen von Christiane Marx u.a.

Wie erkennt man eine Mordserie, wenn es kein offensichtliches Motiv, immer andere – bekannte – Täter gibt und dazu Opfer, die scheinbar so gar nichts miteinander zu tun haben? Kriminalkommissarin Nina Salomon erkennt genau darin das Gemeinsame: die scheinbare Wahllosigkeit der Opfer und natürlich die immer gleiche Fassungslosigkeit der Täter. Da ist der Chirurg, der auf seinen Patienten während der Operation mit dem Skalpell einsticht, da ist der junge Mann, der auf offener Straße förmlich erschlagen wird. Und allen Täter ist doch etwas gemeinsam: Sie sind unglaublich wütend auf die Opfer – obwohl sie sie in den meisten Fällen sogar nur flüchtig kannten.

Gemeinsam mit ihrem Partner Daniel Buchholz kommt sie zu der Überzeugung, dass es noch einen weiteren, quasi einen übergeordneten Täter geben muß, der alle anderen steuert. Aber wie? Und warum? Weiterlesen

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Jan Weiler: Kühn hat Ärger, gelesen vom Autor

Drei Jahre nach seinem ersten Auftreten ermittelt Hauptkommissar Kühn wieder auf und um die (imaginäre) Münchner Weberhöhe herum: Die Leiche eines jungen ausländischen Mannes, Amir, wird an einer S-Bahn-Haltestelle erschlagen und äußerst übel zugerichtet aufgefunden. Eine rechtsorientierte Tat?

Die Ermittlungen führen Kühn und seinen Kollegen Steierer in die High Society Münchens, denn das Opfer war mit einem Mädchen aus gutem Haus zusammen. Neben dieser Krimihandlung, die – wie bereits im ersten Fall – oft zur Nebensache verkommt, wirft dieser Roman vor allem einen  ironischen, oft auch bissigen Blick auf die Münchner Schickeria. Besonders gelungen dabei fand ich die Beschreibungen des Hauses der van Hautens. Gut inszeniert auch der Kontrast zwischen dem vielleicht etwas biederen Kleinbürger Martin Kühn und der Welt der Schönen und Reichen  auf dem Sommerfest der Familie. Weiterlesen

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Koethi Zan: Nur das Böse, gelesen von Nina Petri u.a.

Man soll ja immer mit dem Positiven beginnen: Also, das Hörbuch ist toll anzuhören. Das liegt an den drei professionellen Sprechern, die aus der etwas verworrenen Geschichte wirklich das Beste herausholen.

Worum geht es? Julie ist eine Studentin mit einem normalen, erfolgreichen Leben. Bis sie eines Nachts direkt vom Bahnhof in einen Transporter geworfen wird und sich in einem Keller eingesperrt wiederfindet. Ihre Hoffnung, die Frau des Hauses, Cora, könnte ihre eine Hilfe sein, erweist sich recht schnell als Irrtum. Im Gegenteil empfindet Cora Julie eher als Bedrohung ihrer „Ehe“, vor allem als Julie schwanger wird. Zwischendurch taucht ein Ex-Polizist auf, der die Suche nach dem Entführer zu seinem Leben gemacht hat und nahe dran ist, daran zu zerbrechen und der Entführer verschwindet. Weiterlesen

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Marion Meister: Julie Jewels 01: Perlenschein und Wahrheitszauber, gelesen von Nana Spier

Julie bekommt zu ihrem 16. Geburtstag von der ihr unbekannten Großmutter ein Kästchen zum Schmuckbasteln geschenkt. Ihre Mutter will ihr das Geschenk vorenthalten und schon bald findet Julie heraus, warum. Das Kästchen ist magisch, oder sie ist magisch, jedenfalls kann sie mit dem Inhalt Schmuck herstellen, der die Menschen verhext. Wenn Julie ihre Sternenohringe trägt, ist sie für die anderen ein Star, trägt sie ihr Armband, ist jeder gezwungen, ihr die Wahrheit zu sagen. Das klingt erstmal toll, aber birgt so eine Magie nicht auch Gefahren, wie ihre Mutter vehement behauptet? Vor allem dann, wenn man keine Anleitung hat und alles alleine herausfinden muß.

Eingebettet ist die Geschichte um den magischen Schmuck in Julies Geschichte, die sich um ihre beste Freundin Merle dreht, um ihren Sandkastenkumpel Ben und ihre große heimliche Liebe Noah. Kein Wunder, dass Julie da mit Magie etwas nachhelfen will und auch kein Wunder, dass das das eine oder andere Mal gründlich schiefgeht. Vielleicht hat ihre Mutter ja doch recht, die sich bewußt von der Magie abgewandt hat und Julie einfach nicht sagen will, warum. Weiterlesen

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Fredrik Backman: Kleine Stadt der großen Träume, gelesen von Heikko Deutschmann

Ich liebe den melancholischen Stil von Fredrik Backman schon seit seinem ersten Buch. Hier ist er wieder in Höchstform, dazu kommt die nüchterne Stimme von Heikko Deutschmann, der dem Leser die Geschichte der Stadt Björnstad am Ende der Welt intensiv ins Ohr flüstert. Björnstad ist nur in einer Sache einigermaßen erfolgreich: im Eishockey. Die Mannschaft ist auf dem besten Weg, einen großen Sieg heimzubringen und das könnte viel bedeuten für die kleine Stadt im Nirgendwo. Ein neues Leistungszentrum für das ganze Land läge in greifbarer Näche, das würde Arbeitsplätze bedeuten, Ruhm und einfach Leben. Aber der Preis dafür könnte hoch sein.

Fredrik Backman bringt uns die einzelnen Charaktere sehr nahe, sie alle haben ein Schicksal, das mit dem Eishockey verbunden ist. Für die meisten bedeutet Eishockey Leben, Flucht, eine Hoffnung auf ein besseres Leben. Weiterlesen

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Daniel Suarez: Bios, gelesen von Uve Teschner

Noch ein Zukunftsroman, in dem die Menschheit alle Krankheit überwunden hat durch Gentechnik. Daniel Suarez beschäftigt sich mit der Frage, wie weit Gentechnik gehen kann und darf. In seiner Welt sind Designerbabys keine Frage mehr, sondern Realität. Aber was ist mit den vorher Geborenen. Sollten sie nicht auch teilhaben können. Und könnte man mit dieser Frage nicht kriminell viel Geld machen?

Kenneth Durand leitet im Jahre 2045 bei Interpol den Kampf gegen die Genkriminalität. Eines Tages findet er sich im Krankenhaus im Körper seines mächtigsten Gegners wieder. Weiterlesen

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Sebastian Fitzek: Flugangst 7A, gelesen von Simon Jäger

Spannung kann er, der Sebastian Fitzek. Auch dank der eindringlichen Lesung von Simon Jäger ist Flugangst 7A ein spannungsreiches Hörbuch für schlaflose Nächte. Da stört es auch wenig, dass vieles vieles gar zu konstruiert wirkt.

Mats Krüger ist ein erfolgreicher Psychiater. Es erstaunt den geübten Thriller-Hörer wenig, dass er diesen Erfolg nicht auf sein eigenes Leben übertragen kann. Seine Frau hat er im wichtigsten Moment ihres Lebens verlassen, seine Tochter hat jahrelang nicht mit ihm gesprochen. Aber jetzt, bei der Geburt ihres ersten Babys will er unbedingt dabei sein. Deswegen überwindet er sogar seine Flugangst, denn er wohnt in Südamerika und sie in Berlin. Weiterlesen

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Karl Olsberg: Boy in a White Room, gelesen von Björn Beermann

Manuel wacht in einem weißen Raum auf. Er weiß noch nichts, nicht einmal, dass er Manuel heißt. Seine einzige Gefährtin ist die computergenerierte Alice – und er hat das Internet. Stück für Stück versucht er herauszufinden, was geschehen ist. Seine Mutter und er wurden überfallen. Er wurde verletzt. Er liegt im Koma, deswegen gab sein Vater ihm die Möglichkeit, in dieser virtuellen Welt zu überleben. Er hat dort alles, was er braucht, inklusive einer ganz eigenen Welt, die auf dem Herrn der Ringe basiert. Dort könnte er bleiben und werden, was immer er möchte. Nur in die Realität kann er nicht zurück. Will Manuel das? Und wer ist das geheimnisvolle Mädchen, dass er in Lifestreams entdeckt, dass ihn zu kennen scheint und an das er sich zu erinnern glaubt. Weiterlesen

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Jonathan Stroud: Lockwood & Co. 05: Das Grauenvolle Grab, gelesen von Anna Thalbach

Ich muss ja zugeben, ich hatte ein bisschen Angst vor dem letzten Band der Lockwood-Reihe. Dass er manchmal kein Mitleid mit seinen Protagonisten hat, hat Jonathan Stroud ja bereits bewiesen und die ersten vier Bände waren voll von Andeutungen über Anthony Lockwoods Schicksal, aber es waren eben nur Andeutungen, die interpretiert werden konnten oder auch einfach nur gemeine Lügen waren.

Lockwood & Co macht sich – nahtlos an den vierten Band anschließend – auf den Weg zum Grab der berühmtesten aller Geisterjägerinnen, Marissa Fitess.  Denn der nur zu Lucy sprechende Schädel im Glas hat behauptet, sie könne gar nicht in diesem Grab liegen, denn sie wäre ihre eigene Enkelin Penelope. Weiterlesen

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Leїla Slimani: Dann schlaf auch du, gelesen von Constanze Becker

Es ist schon unheimlich. Myriam, zweifache Mutter und studierte Rechtsanwältin aus Paris, und ihr Mann Paul haben sich wirklich Mühe bei der Auswahl des Kindermädchens gegeben. Nach einem sorgfältigen Auswahlverfahren fällt die Wahl auf Louise und in den ersten Wochen glaubt Myriam das große Los gezogen zu haben. Louise liebt nicht nur die Kinder – und die Kinder sie, sondern sie ist auch zeitlich problemlos flexibel und macht viel im Haushalt und sie kocht, sogar für Besuch. Trotzdem fängt das Hörbuch damit an, dass die Kinder tot sind. Umgebracht von der Nanny.

Leila Slimanis Roman geht der Frage nach dem Warum nach. Hat es Anzeichen gegeben, hätte man es ahnen können und immer wieder die Frage nach Louises Zustand. Louise zeigt in Rückblenden, was hinter dem Bild der propreren Nanny steckt. Weiterlesen

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