Der britische Autor Alex George legt einen Roman vor, in dem eine Stadt im Mittelpunkt steht: Paris im Jahre 1927. Ein Pluspunkt dieses Buches ist sicherlich seine atmosphärische Dichte. Wer ein Faible für die französische Hauptstadt hat, dürfte Gefallen an diesem Werk finden.
George folgt dem Weg von vier Protagonisten, die allesamt einigermaßen problembeladen sind. Da ist zum Beispiel ein unglücklich verliebter Künstler, der fest davon überzeugt ist, die Tochter seiner Angebeteten sei von ihm, da ist die Haushälterin von Marcel Proust, die dem großen Schriftsteller ein Geheimnis anvertraut hat, und da ist ein Puppenspieler, der den grausamen Tod seines Bruders in Kindertagen nicht verwinden kann.
Damit geht eine gewisse Melancholie einher, die zu einem Klischee über Paris passt, wie es beispielsweise auch in den Chansons von Charles Aznavour oder Jacques Brel bedient wird. Ob das dem tatsächlichen Leben in dieser Stadt entspricht oder entsprochen hat, sei einmal dahingestellt. Weiterlesen








