Ein junger Mann sprayt Münder auf Wände und Häuser, damit die Stadt atmen kann. Ein Neuankömmling vergisst mitten in der U-Bahn seinen Namen und sieht plötzlich geheimnisvolle Tentakel, die Menschen und Gebäuden umschlingen, aber allen anderen verborgen bleiben. Es geht etwas vor sich in New York… die Stadt „erwacht“. Wenn dies der Fall ist, bestimmt die Stadt einen Avatar, der sie verkörpern soll. New York erhält derer gleich fünf, untergliedert in die Stadtteile Manhattan, Brooklyn, Queens, Bronx und Staaten Island. Doch Mächte aus dem Untergrund versuchen, dieses Erwachen zu verhindern. Den Auserwählten bleibt nichts anderes übrig, als sich trotz aller Unterschiede zusammenzuschließen, um Schlimmeres zu verhindern. Dabei müssen sie sich mit Visionen und übernatürlichen Fähigkeiten auseinandersetzen. Schnell folgt die Erkenntnis, niemandem mehr trauen zu können, denn die feindlichen Mächte können von allem Besitz ergreifen.
In Jemisins „Schöpfungsgeschichte“ sind alle Universen aus einem gemeinsamen Keim entstanden. „Diese erste Welt, dieses erste Leben, war eine wundersame Sache. Doch durch jede Entscheidung, die diese Lebewesen getroffen haben, hat sich eine neue Welt abgespalten… (…) Wie übertrifft man ein Wunder? Kann man nicht; man erschafft einfach ein anderes Universum, das dann seine eigenen Wunder hervorbringt. Und so breitete sich das Leben aus – über tausend Millionen Universen, von denen jedes merkwürdiger war als das vorherige.“ (S. 207). Erwachende Städte sind die einzigen, die dieses Schichtsystem von Universen durchstoßen können. Weiterlesen

Lohnt es sich, durchzuhalten?
Ein Brand zerstört nicht nur das Haus der Familie von Alex und Nathalie, er zerstört auch ihr Vertrauen zueinander, verbrennt ihre Träume, Lügen und Gefühle. Das klingt dramatischer und spannender als dieser Roman letztlich ist – ein Thriller ist er ganz sicher nicht.
eren kann, wird später aber zu einer tödlichen Gefahr.

Jedes Kind hat es schon mehr als einmal gespürt und kennt es: Ein komisches Gefühl. Plötzliches ist es da. Manchmal macht es einem Angst, manchmal ist es nur ein wenig unangenehm. Auf jeden Fall fühlt man sich nicht gut damit. Und genau so wird es auch in diesem Buch beschrieben: „Niemand weiß, wie ich aussehe, ich bin unsichtbar“.
Taras Augen haben es ihm angetan. Alún kann sie einfach nicht vergessen. Vierzehn Jahre lebten sie nebeneinander. Anfangs waren sie Nachbarn, dann Freunde. Mit der Pubertät kamen die Liebe, erste Missverständnisse und Verletzungen. Wäre die Explosion nicht gewesen, wäre vielleicht alles anders gelaufen. Aber die Explosion hat alles verändert. Sie hat die nähere Umgebung vergiftet, Menschen getötet und Häuser zerstört.