Deduktion statt DNA-Analyse: Auch dieses erstmals ins Deutsche übersetzte Fundstück von 1935, reiht sich nahtlos in die herrlich nostalgische Krimireihe des Klett-Cotta Verlages ein. Hier werden Spuren anhand von Fußabdrücken und Kieselsteinchen verfolgt, hier fährt der Inspektor den möglichen Fluchtweg selbst mit dem Auto ab, um die Zeit zu stoppen. Der Spannung tut dies keinen Abbruch. Im Gegenteil. Weil hier keine traumatisierten oder hochbegabten Ermittler am Werke sind, sondern sympathisch-schrullige Charaktere, wähnen wir uns als Leser ganz dicht am Geschehen. Als wandelten wir selbst die Küstenpfade Cornwalls entlang – zu einer Zeit, als diese vor Rosamunde-Pilcher-Verklärung und Massentourismus einen ganz eigenen Charme versprühte.
Boscawen, eine idyllische 400-Seelen-Gemeinde in den 30er Jahren: Die Welt ist in Ordnung, die Dinge gehen ihren geregelten Gang. Wer nach dem großen Abenteuer sucht, weicht auf die Literatur aus. Wie Reverend Dodd und Dr. Pendrill, eingefleischte Junggesellen und älteste Freunde. Jeden Montag treffen sie sich bei Dodd vor dem Kaminfeuer, gehen den Inhalt ihrer neu bestückten Bücherkiste durch und tauschen sich über Krimis aus. Bis an einem gewitterigen Montagabend ein Anruf eingeht: Der alte Julius Tregarthan liegt in seinem Wohnzimmer – Tod durch Kopfschuss! Weiterlesen





drei verschiedene Suspense-Ebenen machen das Buch zu einem Pageturner par excellence. Da geriet sogar Stephen King ins Schwärmen…
Da haben sich drei gesucht und gefunden: das Autorenduo Gallert/Reiter und ihr Protagonist, der Polizeiseelsorger Martin Bauer. Offensichtlich haben die Autoren ihre Nische im Krimigenre gefunden, denn Martin Bauers erster Fall „Glaube, Liebe, Tod“, der 2017 bei Ullstein erschienen ist, zog viele Leser in seinen Bann. Schon kurze Zeit später präsentieren sie den zweiten Fall des Pfarrers und seiner Mitstreiterin, der Kommissarin Verena Dohr.