Jojo Moyes: Im Schatten das Licht

Als Natasha an diesem Morgen aus dem Haus geht, ahnt sie nichts Schlimmes. Denn keiner konnte wissen, dass sie am Abend nicht mehr allein in ihrem Domizil leben würde. Fast-Ex-Ehemann Mac möchte plötzlich wieder einziehen! Denn da die Scheidung noch nicht durch ist, gehört ihm im Grunde die Hälfte des Hauses und er hat keine Bleibe in London. Außerdem trifft Sarah am Abend im Supermarkt ein 14-jähriges Mädchen, Sarah, die beim Klauen erwischt wurde. Als Natasha, eine Anwältin für Kinder und Jugendliche in Sorgerechtsfragen, einen Teil von Sarahs Geschichte aufdeckt, ist klar, dass Sarah nicht nach Hause zurückkann. Sie lebte dort bisher mit ihrem Großvater, der bereits seit einigen Wochen wegen eines Schlaganfalls im Krankenhaus ist. Ohne Geld ist das Mädchen mehr schlecht als recht auf sich allein gestellt. Bald wird klar, dass Sarah auch noch ein anderes Geheimnis hat … Weiterlesen

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Mikko Rimminen: Als ich aufwachte, war es so sehr Montag, dass es wehtat

Die spinnen, die Finnen! Der verheißungsvolle Titel dieses Romanes hält, was er verspricht.  Zugedröhnte Umzugshelfer, senile Kundinnen und überdrehte Gehandicapte läuten eine Woche voller Chaostage für die Brüder Petteri und Lefa ein. So schräg wie die Geschichte, ist auch der Stil des Autors. Für Liebhaber der gewagten Sprachakrobatik.

Die ungleichen Halbbrüder Petteri und Lefa leben mehr schlecht als recht in den Tag hinein. Der eine macht sich ständig nutzlose Gedanken, der andere hat nur Bier und Drogen im Sinn. Beide lassen die Dinge gern gediegen angehen. Als sie an besagtem Montag einen Umzug organisieren sollen, haben sie mit unvorhergesehenen Problemen zu kämpfen. Allen voran mit der senilen Bewohnerin des Hauses. Dummerweise ist sie die Schwester einer berühmt-berüchtigten Persönlichkeit. Weiterlesen

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Andrea Sawatzki: Ihr seid natürlich eingeladen

Im nunmehr dritten Band hat es Gundula Bundschuh immer noch nicht einfacher mit der Familie – und jetzt kommen auch noch die Nachbarn dazu. Ihr Ältester lebt mittlerweile in den USA und von daher kommt eines Tages der Anruf: Wir heiraten, wollen bei Euch feiern. Äh, ja, aber wen denn? Und warum denn? Fest stehe lediglich, dass die ganze Familie eingeladen werden muss und dass Gundula die Gastgeberin sein wird. Wer auch sonst?

Der erste Band ist mit der Autorin als Gundula Bundschuh bereits verfilmt und das führte dazu, dass ich bei diesem Band deutliche Bilder vor Augen hatte. Andrea Sawatzki beschreibt mit Schwung, Weiterlesen

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Elena Ferrante: Die Geschichte eines neuen Namens

Mit dem ersten Teil ihre Neapel-Tetralogie, „Meine geniale Freundin“, hat Elena Ferrante einen Welt-Bestseller geschrieben. Nun ist der zweite der vier Teile der Freundinnen-Saga erschienen. In „Die Geschichte eines neuen Namens“ geht es um die Studien- und Ehejahre von Elena und Lila. Noch 200 Seiten mehr als der erste Roman hat Band zwei der zuweilen episch ausschweifenden Saga. Und er erzählt „nur“ vom Leben der jungen, 1944 geborenen Frauen zwischen ihrem 16. und 23. Lebensjahr.

Die ganze Tetralogie ist ein Rückblick. Dass Lila mit 66 Jahren spurlos verschwinden wird, wissen die Leser schon seit dem Prolog im ersten Band. Nahtlos schreibt Ferrante vom Ende des ersten Bandes im zweiten Buch weiter. Weiterlesen

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Hans Schneiderhans: Ich komme ja wieder!: Vom Leben und Tod eines Sohnes

Als Ostersonntag die Polizei bei Hans Schneiderhans schellt, verändert sich sein Leben radikal. Till, der Sohn des Autors, und dessen Freundin Mara sind bei einem Busunfall in Argentinien gestorben. In „Ich komme ja wieder“! lässt Schneiderhans seinen toten Sohn erzählen, was das Unglück mit den Familien der Kinder gemacht hat. Till und Mara, beide 19, sind nach dem Abitur auf Weltreise gegangen. Argentinien war eine ihrer letzten Stationen.

Es ist ein berührendes Buch, in dem der Vater alle Formen von Trauer durchlebt. Weiterlesen

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Fabian Hischmann: Das Umgehen der Orte

Fabian Hischmann, 1983 geborener Autor, war 2014 für seinen ersten Roman „Am Ende schmeißen wir mit Gold“ für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Der Protagonist  dieses Buches, Max Flieger, taucht auch in Hischmanns neuem Roman „Das Umgehen der Orte“ auf, der am 12. Januar 2017 im Berlin Verlag erschienen ist.

Max Flieger, der seine Eltern durch ein Unglück verlor, ist inzwischen 36 Jahre alt und wird zunächst im Jahr 2018 von Tim in eine psychiatrische Einrichtung gebracht, Weihnachten 2019 liefert er sich dann selbst ein. Neben Max Flieger treten in Fabian Hischmanns Roman viele andere Figuren auf, junge Leute, Männer und Frauen. Da ist die fette Lisa, die unglücklich in die selbstbewusste Anne verliebt ist und nach Island auswandert in der Hoffnung, dort nicht mehr zu schwitzen. Oder Dylan, Magnus, der aussieht wie ein Frettchen, und Samuel, die Schriftsteller werden wollen. Weiterlesen

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Jonas Lüscher: Kraft

Humorvoll, intelligent und durchsetzt mit einem kräftigen Schuss Philosophie – das ist Jonas Lüschers Roman „Kraft“.

Richard Kraft ist ein Tübinger Rhetorik-Professor, der zwar hochgebildet ist und bestens zu komplexen wissenschaftlichen Fragestellungen Stellung beziehen kann, aber mit seinen Mitmenschen weniger gut klarkommt. Anders ausgedrückt: Kraft schwafelt alles und jeden in Grund und Boden. Es gibt nur wenige, die das aushalten.

Als sich die Chance ergibt, für einen besonders ausgefeilten Vortrag im Sillicon Valley ein Preisgeld von einer Millionen Dollar zu erhalten, wittert vor allem Krafts Frau die Chance Weiterlesen

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Sharon Guskin: Noah will nach Hause

Das Leben von Janie ist nicht einfach. Sie ist alleinerziehende Mutter eines vierjähriges Sohns namens Noah. An sich bereitet ihr der kleine Junge viel Freude und sie ist froh, dass er bei ihr ist. Doch die Zeit mit Noah ist nicht immer einfach. Nachts wird er häufig von Albträumen geplagt, schreit nach seiner Mutter, seiner richtigen Mutter, und lässt sich kaum beruhigen. Im Kindergarten erzählt er von Harry Potter und Waffen, dabei hat Janie ihm dieses Wissen ganz sicher nicht vermittelt. Ratlos schleppt sie den Kleinen von einem Arzt zum nächsten und verbraucht dabei ihr Erspartes – doch alles ohne Erfolg. Noah redet weiterhin von seiner anderen Mama, dabei war es doch Janie, die ihn zur Welt gebracht hat und ihn vier Jahre lang behütet hat. Als sie auf die Recherchen eines Doktor Anderson trifft, keimt neue Hoffnung in der jungen Frau auf. Weiterlesen

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Jochen Rausch: Im Taxi: Eine Deutschlandreise

Jochen Rausch (Jahrgang 1956) ist Journalist, Autor und Musiker. Seit 2000 ist er Programmchef von 1LIVE und seit 2015 zusätzlich von WDR 2 und WDR 4. Rausch hat seit 2008 mehrere Bücher geschrieben, darunter Erzählungen und Romane. Der Grimme-Preisträger lebt in Wuppertal und bezeichnet sich selbst als „notorischen Taxinutzer“. Nun hat er seine über Jahre gesammelten Taxi-Gespräche in einem Buch vereint. Das Taschenbuch erschien am 12. Januar 2017 im Berlin Verlag.

Darin 120 Mini-Monologe von Taxifahrerinnen und –fahrern in Deutschland, die eindrücklicher nicht sein könnten. Auf je einer Taschenbuchseite erzählen die Männer und (wenige) Frauen aus Berlin, Hamburg, Bochum, Köln, Chemnitz oder München über sich: wer sie sind, woher sie kommen, was sie denken. Weiterlesen

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Caro Martini: Alma & Jasmin

Die 82-jährige Alma und die 28-jährige Jasmin sitzen sich in der Straßenbahn gegenüber. Es rummst – und zack haben die Seelen der beiden Frauen, die sich bisher nicht kannten, die Körper getauscht.

Im Überschwang der Jugend bringt Jasmin nun Schwung in Almas Rentnerleben und dreht auch in der Disco richtig auf. Und Alma verändert mit ihrer Lebenserfahrung und Besonnenheit auch Jasmins Leben.

Eine schöne Idee hat die amerikanische Autorin Caro Martini da für ihren Roman „Alma & Jasmin“ gehabt. Weiterlesen

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