Maggie O’Hara bekam vor siebzehn Jahren ein Herz geschenkt. Kein Liebesbriefherz, keine Herzohrstecker – sondern das Herz, das in ihrer Brust schlägt. Einst gehörte es der vierzehnjährigen Lucy Harte, nach deren Tod erhielt es Maggie als Organspende. An jedem Jahrestag ihres Herzgeburtstags hält Maggie Zwiesprache mit Lucy, dankt ihr und erzählt, was in ihrem Leben los ist. Im Moment läuft es nicht besonders: Ihr Ehemann hat sie ziemlich bald nach der Hochzeit für eine andere verlassen, mit der er ein Kind erwartet, Maggie versinkt in Selbstmitleid und Alkohol, verliert beinahe den Job. Zu ihrem Bruder hat sie keinen Kontakt mehr, die Eltern machen sich Sorgen um sie.
Unerwartet bekommt sie einen Brief. Simon, Lucy Hartes Bruder, hat Maggie gefunden und möchte sie kennenlernen. Endlich, endlich hat Maggie die Chance, sich bei der Familie der Herzspenderin zu bedanken und ihre Schuldgefühle zu besiegen! Sie fühlt sich schuldig, denn sie kann nur leben, weil Lucy gestorben ist. Weiterlesen



Der Österreicher Clemens J. Setz (Jahrgang 1982) ist freier Schriftsteller und wurde 2011 für seine Erzählungen „Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes“ mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. 2015 erhielt er den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis für „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“. Dieser über 1000seitige „Liebes“-Roman provozierte Lesende und Rezensierende. Und nun „Bot – Gespräch ohne Autor“, das neueste Werk von Clemens J. Setz, das am 12. Februar 2018 im 



