Elizabeth Strout: Die Unvollkommenheit der Liebe

liebeElizabeth Strout, in diesem Jahr sechzig gewordene amerikanische Schriftstellerin, hat Jura studiert und mehrere Romane geschrieben. Sie verbrachte ihre Kindheit in Maine und New Hampshire und lebt aktuell in New York. Für „Olive Kitteridge“ (Deutsch: Mit Blick aufs Meer, Luchterhand, 2010) erhielt sie 2009 den begehrten Pulitzer-Preis. Der Roman wurde mit Frances McDormand in der Titelrolle als hochgelobte Miniserie 2014 in Amerika ausgestrahlt und 2015 mit mehreren Emmys ausgezeichnet. Ihr erster Roman „Amy & Isabelle“ erschien 1998 und widmet sich einer Mutter-Tochter-Beziehung.

Und dies tut nun auch ihr neuester Roman „Die Unvollkommenheit der Liebe“ (Originaltitel: My Name is Lucy Barton), der im August im Luchterhand Literaturverlag erschienen ist. Sabine Roth hat ihn aus dem Amerikanischen übersetzt.

Da liegt die Schriftstellerin Lucy Barton nach einer Operation mit einer mysteriösen Infektion für neun Wochen im Krankenhaus in New York mit Blick auf das Chrysler Building und hat sehr viel Zeit, über ihr Leben nachzudenken. Nach einigen Wochen erhält sie völlig überraschend Besuch von ihrer Mutter, die sie seit vielen Jahren nicht gesehen hat. Weiterlesen

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Rebecca West: Die Rückkehr (1918)

westIm Ersten Weltkrieg kursierte ein geflügelter Witz:

»Hilf mir, alter Knabe, ich hab‘ keine Beine mehr!«

… »Ich kann nicht, alter Knabe, ich hab‘ keine Hände mehr!«

Rebecca West schrieb im Alter von 24 Jahren ihren Debütroman »Die Rückkehr«, der 1918 veröffentlicht wurde. Während ihre Kollegen über das Leiden der Soldaten berichteten, erzählt die Autorin aus der Perspektive einer finanziell abhängigen, unverheirateten Frau im Alter von 35 Jahren.

Jenny lebt im Haushalt ihres Cousins Chris. Zusammen mit Kitty, der Ehefrau, wartet sie auf seine Lebenszeichen von der Front. Nach wochenlangem Bangen taucht die Arbeiterin Margaret auf, die Nachrichten bringt. So nach und nach erfahren sie alle Umstände seiner Krankheit. Durch Granateneinschläge wurde Chris traumatisiert, so dass seine Erinnerungen an die letzten fünfzehn Jahre verdrängt sind. Weiterlesen

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Martin Mosebach: Mogador

mogadorEin faszinierender Roman, den der Altmeister Mosebach da vorlegt. Eine Mischung aus einem Krimi aus dem Bankermilieu –und „Geschichten aus tausendundeiner Nacht“! Wie kommt sowas zusammen? Nun, Patrick Elff, ein junger Investment Banker, kommt einem älteren Kollegen auf die Schliche, der ein System  aus der digitalen Geldstromlichtgeschwindigkeit entwickelt hat, und durch minimale Zinsgewinne innerhalb von Sekundenbruchteilen irgendwo in der Welt, Millionen macht. Gar nicht so sehr um sich zu bereichern, sondern so aus Prinzip. Aber Patrick klagt ihn nicht an, sondern schweigt und ist fortan pekuniär beteiligt und  korrumpierter Mitwisser. Weiterlesen

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Jonas Ratz: Trottelini mit Pumasan

puma„Trottelini mit Pumasan“ ist quasi ein Best-of der Elterncouch-Kolumne, die Jonas Ratz regelmäßig für Spiegel Online schreibt. Von A wie „Autofahren“ bis Z wie „Zucker“ begleiten wir den Autor durch das Abenteuer Kindererziehung. Wir erfahren, warum man zum Beispiel lange Flugreisen vermeiden und was man für einen gelungenen Kindergeburtstag beachten sollte.

Den Titel verdankt das Buch den zahlreich an den Autor gesendeten Kinderworten. Weiterlesen

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Sebastian Fitzek: Das Joshua-Profil

joshuaEs gibt Bücher, die will man schneller lesen, als es die eigene Zeit erlaubt. Und so kommt es vor, dass man zugunsten der Geschichte einfach auf ein bisschen Schlaf verzichtet. Mal ehrlich: Wer braucht schon Schlaf? So ergangen ist es mir bei dem aktuellen Buch von Sebastian Fitzek.

„Das Joshua Profil“ erzählt von Max, der verdächtigt wird, seine Pflege-Tochter entführt zu haben, nachdem ihn das Jugendamt darüber informierte, dass es eine Rückführung geben soll. Die 10-Jährige bleibt verschwunden, während sich Max im Krankenhaus mit einer vermeintlichen Kopfverletzung von seinem Drogenrausch kuriert. Doch unter dem Verband hört er eine Stimme. Seine Tochter flüstert: „Bitte sag jetzt kein Wort, Papa. Bitte, Papa, kein Wort. Sonst wird er mich töten.“ Weiterlesen

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Susanne Fröhlich: Feuerprobe

feuerSeit 18 Jahren begleiten die Leserinnen von Susanne Fröhlich nun schon das Leben von Andrea Schnidt. Und von der Geburt der Kinder an ging es turbulent zu in dem Reihenhaus am Frankfurter Stadtrand.

Im neunten Band erwartet die inzwischen geschiedene und mit Arzt Paul neu liierte Frau eine „Feuerprobe“. Andrea ist 50 geworden und schlägt sich mit ihrem Sohn herum, der sich nach dem Abitur in eine Liege-Amöbe verwandelt hat. Und da sind auch noch die demente Mutter, die studierende Tochter Sabine und – einziger Lichtblick – Ex-Schwiegervater Rudi. Paul hat Andrea zum 50. Geburtstag eine Kreuzfahrt geschenkt. Und die wird ganz anders, als Andrea sich das vorgestellt hat. Weiterlesen

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Una LaMarche: Unsere fünf Sommer

sommerFünf Sommer haben die Mädchen miteinander im Ferienlager verbracht. Nun sind Emma, Skylar, Jo und Maddie 17 Jahre alt. Im Ferienlager waren sie seit drei Jahren nicht mehr. An diesem Wochenende steht das große Wiedersehen an und alle fiebern dem Ereignis mit unterschiedlichen Erwartungen entgegen. Emma will endlich Adam gestehen, dass sei seit Jahren in ihn verliebt ist. Ihre beste Freundin Skylar will ihrerseits Emma etwas Wichtiges gestehen. Auf Maddies Seele lastet ein Jahre lang vor den Freundinnen gehütetes Geheimnis. Und Jos Vater gehört das Ferienlager, so dass es ein wichtiger Bestandteil ihres alltäglichen Lebens ist. Ja, eigentlich lebt sie ständig im Ferienlager. Doch möchte sie das noch? Weiterlesen

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Christoph Marzi: London: Ein Uralte Metropole Roman

londonDas Glück ist endlich – das musste auch Emily Laing schmerzhaft feststellen. Nachdem sie die uralten Metropolen kennen und lieben gelernt hatte, nachdem sie ihr Erbe als Trickser angetreten, ihre Schwester gerettet und den Engelskrieg überlebt hatte, wollte sie eigentlich nur ein ganz normales Leben führen. Zusammen mit ihrer großen Liebe eröffnete sie in New York eine Buchhandlung, wurde schwanger – und sie lebten bis an ihr Ende in Glück und Harmonie. Doch in der Wirklichkeit kam dann alles anders. Erst verlor sie das Ungeborene, dann, nach und nach, die Liebe ihres Mannes. Sie kehrte nach London zurück, versuchte mit ihrer Gabe Kindern zu helfen und ihr Leben neu einzurichten. Der Schmerz aber blieb ein Teil ihrer selbst.

Dann eines Tages begann es. Bei einem Auftrag in Cambridge stellt sie bei der Rückfahrt fest, dass niemand je von einer Stadt namens London gehört hat. Oxford ist die Hauptstadt des Empire, alle Versuche einen Ort namens London zu finden, sei es in Büchern, auf Landkarten oder Fahrplänen, scheitert. Zwei alte Damen sorgen dann dafür, dass Emily die Heimkehr nach London doch noch gelingt. Bald aber offenbaren sich, nun nennen wir es, Merkwürdigkeiten.  Weiterlesen

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Kevin Brooks: Travis Delaney 01: Was geschah um 16:08?

travisDer Auftakt einer neuen Jugendbuchreihe. Travis hat gerade seine Eltern, die ein Detektivbüro in zweiter Generation betrieben, bei einem Autounfall verloren. Auf der Beerdigung taucht ein seltsamer Mann auf. Travis lässt das keine Ruhe, er versucht, dem letzten Fall seiner Eltern nachzuspüren und stößt dabei auf ein Geheimnis von nationaler Bedeutung.

Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive erzählt, der Krimi ist durchgängig spannend und ich hatte nach dem Ende des Buches sofort Lust auf den nächsten Band. Aber … Weiterlesen

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Jonathan Galassi: Die Muse

museEine Liebeserklärung an die Welt der Bücher und an die – manchmal skurrilen – Menschen, die sich mit ihnen befassen, ist Jonathan Galassis Debütroman „Die Muse“. Und Galassi weiß, wovon er spricht: Er ist Verleger des New Yorker Verlags Farrar, Straus and Giroux und hat als Lektor Jonathan Franzen und Jeffrey Eugenides entdeckt.

In seinem Roman beschreibt er zwei New Yorker Verlage, die über viele Jahrzehnte hinweg in einer Art Hassliebe miteinander verbunden sind. Das Objekt ihrer beider Begierde ist die strahlende Dichterfürstin Ida Perkins, die ihnen riesige Auflagen und damit Ruhm und Gewinne bescheren würde beziehungsweise beschert. Der eine, ein älterer Gentleman-Verleger, hat sie, der andere, ein ungehobelter Emporkömmling, möchte sie gerne in seinem Verlagsprogramm haben. Weiterlesen

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