J. Paul Henderson: Letzter Bus nach Coffeeville

busNaja, das ist mal wieder ein Straßenroman, ein Unterwegsbuch oder auch ein roadmovie. Kann man bestimmt verfilmen. Allerdings würde ich nicht gerne das Drehbuch schreiben. Eine Truppe ist von irgendwo nach nirgendwo unterwegs und die jeweilige Geschichte der Teilnehmer dieses irren Trips wird bis in den letzten Winkel ausgeleuchtet. Hier würde es für eben ein Drehbuch schon schwer.  Soviel unglaubliches nimmt man mit auf diese Fahrt, und da weiß ich gar nicht wo man anfangen – und wo man aufhören soll. Weiterlesen

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Ernest Hemingway: Schnee auf dem Kilimandscharo (1936)

schneeSucht man ein ausgesprochenes Männerbuch, ist Hemingway gewiss eine Option. In dieser Edition wurden zehn von Hemingways Kurzgeschichten vom Rowohlt-Verlag neu aufgelegt. Die Auswahl der Erzählungen wurde von der amerikanischen Ausgabe 1961 übernommen. Die Übersetzung von Werner Schmitz lässt sich gut lesen, er hat die Geschichten  vom absolut nicht mehr zeitgemäßen Stil der frühen Ausgaben befreit.

Hemingway, einst Reporter einer Lokalzeitung, war ein Weitgereister. Er lebte u. a. in Paris, Florida, auf Kuba, nahm am Spanischen Bürgerkrieg teil. Im zweiten Weltkrieg war er Kriegsberichterstatter. Zeitlebens blieb er ein Abenteurer. Weiterlesen

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Ian McEwan: Nussschale

nussschaleWas für eine gute Idee: Der britische Erfolgsautor Ian McEwan erzählt seinen neuen Roman „Nussschale“ aus der Sicht eines frühreifen und äußerst verständigen Embryos im Mutterleib. Der Kleine muss mit ansehen – beziehungsweise hören –, wie seine Mutter und deren fieser Lover planen, den sympathischen Vater des Kindes um die Ecke zu bringen, um das Haus, das diesem Vater gehört, gewinnbringend verkaufen zu können …

McEwans inhaltlich an Shakespeares Hamlet angelehnter Kurzroman ist äußerst witzig und amüsant, weil der Embryo mit Lebensweisheiten aufwartet, die selbst einem Erwachsenen einen hohen Intelligenzgrad bescheinigen würden. Weiterlesen

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Karolina Ramqvist: Die weiße Stadt

ramqvistDer Winter in Schweden ist noch nicht vorbei. Überall Schnee, Eis und Kälte. Nach dem Tod ihres Partners lebt Karin mit ihrer kleinen Tochter Dream in der Villa am Rande der Stadt. Während sie stillt und mit ihrer neuen Situation als Witwe überfordert ist, bricht ihr Leben auseinander. Kein Geld, kein Strom, kein Telefon und zu allem Übel werden ihr Haus und Auto in wenigen Tagen zwangsgeräumt beziehungsweise gepfändet.
Mit einer Familie im Rücken könnte sie einen neuen Anfang finden. Weiterlesen

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Charles Hodges: Alte Schule

alteWas waren das für schöne Zeiten damals, als in den Siebzigern so wunderbare Detektiv – Serien im Fernsehen zu sehen waren wie Simon Templar, Detektiv Rockford oder als deutsches Pendant Percy Stewart. Diese alten Haudegen hatten eines gemeinsam: sie waren gleichzeitig elegant, gentlemenlike und Frauenhelden und damls noch recht ansehnlich. Gespielt von Roger Moore, James Garner oder Claus Wilcke. TV Hits mit teilweise über 50% Einschaltquoten. Jetzt sind 40 Jahre vorbei, und ich weiß nicht mal, ob die Herren überhaupt noch leben. Einer gibt jedenfalls nicht auf: Tom Knight, ganz Detektiv der alten Schule und er ist auch selbst hoch in den Siebzigern. Aber einer der das Leben liebt und den Frauen immer noch nachstellt. Weiterlesen

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Antje Drössel: Das Schmuse-Trost-Buch

schmuseMit dem Schmuse-Trost-Buch von Antje Drössel kommt man entspannt durchs erste Babyjahr. Für alle wichtigen Entwicklungsphasen ( und die damit verbundenen Bedürfnisse des Babys) gibt es kleine Übungen, die trösten und gemeinsame Glücksmomente schenken. So gibt es abwechslungsreiche Babymassage-und Yogatechniken zu den vier Schwerpunkten Zahnen, Einschlafen, Bauchschmerzen und Lauflernfrust. Die Techniken sind einfach und anschaulich in kleinen Schritten erklärt und mit vielen Bildern illustriert. Und dabei wird nicht nur der Körper angesprochen. Viele Übungen sind mit Kinderliedern und lustigen Reimen verknüpft. Das macht dem Baby besonders viel Spaß! Weiterlesen

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Mac P. Lorne: Der Pirat

piratEngland im 16. Jahrhundert: Francis Drake ist Abenteurer und Weltenumsegler und als Pirat von anderen gefürchtet. Nicht nur einmal hat er seine Mannschaft aus schwierigen Situationen gerettet und sicher wieder in den Heimathafen gebracht. Königin Elizabeth I. zeigt großes Interesse an ihrem besten Mann in der Flotte. Dies allerdings stößt seiner Ehegattin bitter auf. Doch Drake ist sowieso niemand, der gerne zu Hause sitzt, und so bricht er zu neuen Schifffahrten auf und versucht, sich Neider vom Hals zu halten. Weiterlesen

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Magnus Mills: Das Paradies, möglicherweise

Das Paradies moeglicherweise von Magnus MillsSimplifikation. Mit diesem Wort lässt sich der Aufbau des erstaunlichen Buches treffend beschreiben. Ein Feld, ein Fluss, ein paar Zelte samt Bewohnern, die kommen und gehen. Mehr braucht es nicht für einen Mikro-Kosmos, in dem die wichtigsten Fragen der Gesellschaft angestoßen werden. Wie im Großen, so im Kleinen. Selten wurde dieser Leitsatz aus den Hermetischen Schriften radikaler und kreativer umgesetzt.

Es gibt einen Ich-Erzähler, den Humanisten. Daneben einen Eremiten, eine schöne Frau, eine Gruppe von Abenteurern und einen seltsamen Mann, gehüllt in weiße, wallende Gewänder. Sie alle ziehen auf eine Wiese, das „Große Feld“, von dem es heißt, dass sich hier bedeutsame Dinge ereignen werden. Weiterlesen

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Jonathan Safran Foer: Hier bin ich

foerNach seinen ersten beiden gefeierten Romanen „Alles ist erleuchtet“ (2002) und „Extrem laut und unglaublich nah“ (2005) hat der US-amerikanische Autor Jonathan Safran Foer elf Jahre geschwiegen. Jetzt ist sein neues Werk, ein 700-Seiten-Wälzer, unter dem Titel „Hier bin ich“ erschienen.

Es geht um gleich zwei große Themen: den langsamen Verfall einer Ehe und das Verhältnis amerikanischer Juden zu Israel.

Beeindruckend ist vor allem der Ehe-Teil. Mit allergrößter Genauigkeit seziert der 1977 geborene Autor – oft über Dialoge – das Auseinanderdriften von Jacob und Julia Bloch, die drei gemeinsame Söhne haben. Weiterlesen

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A. F. Th. van der Heijden: Das Biest

biestDer niederländische Schriftsteller Adrianus (Adri) Franciscus Theodorus van der Heijden, geboren 1951, ist in der Nähe von Eindhoven aufgewachsen und lebt heute in Amsterdam. Zuletzt erschien 2011 bei Suhrkamp „Tonio – Ein Requiemroman“, den der Autor nach dem plötzlichen Unfalltod seines einzigen Sohnes Tonio verfasste. Bekannt geworden ist Adri van der Heijden hierzulande vor allem durch seinen mit Preisen ausgezeichneten Romanzyklus „Die zahnlose Zeit“, in dem er ein Porträt der Nachkriegsgeschichte in den Niederlanden zeichnet. Auf die Figur Albert Egberts aus diesem Zyklus stößt der Lesende nun auch in dem neuen Roman „Das Biest“, der im September aus dem Suhrkamp Verlag in die Buchläden kam. Weiterlesen

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