Der 1956 geborene US-amerikanische Schriftsteller David Sedaris ist in Deutschland mit Werken wie „Nackt“ (1999) oder „Ich ein Tag sprechen hübsch“ (2001) bekannt geworden. Sein Markenzeichen sind heitere und amüsante autobiografische Texte. Er schreibt über seine große Familie mit sechs Geschwistern, das Leben als Homosexueller mit seinem Freund Hugh oder seine Erlebnisse als Autor – beispielsweise auf Lesungen. Auch sein neuestes Buch, „Calypso“, mit vielen kleineren Erzählungen bildet da keine Ausnahme. Das alles liest sich leicht und locker, ohne dass allerdings so etwas wie Spannung aufkommen würde.
Die stärksten Stellen hat das Buch, wenn es etwa um den Selbstmord von Sedaris‘ Schwester Tiffany geht und wie die Familie damit umgeht oder auch um die Kommentare des Autors zur Trump-Wahl. Weiterlesen

gedruckter Werke höher schlagen lassen, leben Mercy, Tempest und Philander und betreiben gemeinsam das Liber Mundi Antiquariat. Was wenige auch nur ahnen ist, dass Mercy und Tempest nicht nur wackere Bibliomanthen sind, sondern, dass Mercy sich ihren Lebensunterhalt und das wirtschaftliche Überleben des Antiquariats auch durch ihre perfekt ausgeführten Diebstähle finanziert. Dabei hat sie sich auf das Organisieren von seltenen Büchern spezialisiert.
Der Autor Alex Wheatle hat eine Mission. Er zeigt, wie Jugendliche in sozialen Brennpunkten überleben können. Seine Devise: Nur mit echten Freunden kann man den Gangs und ‚Ghettoratten‘ fernbleiben. Echte Freunde halten auch zusammen, wenn es mal richtig schlimm wird.
Michael Chabon wird als Autor hoch gehandelt. Um etwa von den Kritikern „Der Welt als Wortmagier aller Genres bezeichnet zu werden, braucht es ein schriftstellerisches Können, das über handwerkliche Grundfähigkeiten weit hinaus geht. Nicht umsonst wurde Michael Chabon mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.
rpressung und Gier, während Haus und Hühnerstall dringend einer Renovierung bedürfen. Kurz: Niemand schenkt ihnen Gehör – einfach, weil sie Frauen sind. Diese bittere Erfahrung müssen auch vier Damen aus der Stadt Prospect machen, deren Männer gefallen, verschollen oder als nervliches Wrack aus dem Krieg heimgekehrt sind. Allein auf sich gestellt, beschließen sie einen Mann zu engagieren, der all das tun soll, was ihnen ihre Geschlechterrolle versagt: Er soll Gläubiger einschüchtern, faire Konditionen aushandeln, Bilanzen überprüfen, sich um Pferde kümmern und Farmarbeit erledigen. Daher geben die Damen eine Kontaktannonce auf. Hört sich bereits auf dem Papier schräg an und wird in der Umsetzung noch besser. Ein herrlicher Spaß!
Tom ist ein Mann, der einen guten Job in einer Nachrichtenagentur hat und seine Frau Helen und seine beiden dreijährigen Zwillingstöchter über alles liebt. Doch er hat ein gut gehütetes Geheimnis: Mit seiner ehemaligen Chefin Donna hat er eine weitere Tochter, an der er ebenfalls sehr hängt. Nun droht Donna, von der amerikanischen Ostküste nach London zu ziehen, was für Tom die Beziehung zu seinem unehelichen Kind beenden würde. Schwierige Entscheidungen stehen an.
Der 1970 geborene deutsche Autor Andreas Merkel wagt in seinem neuen Roman „Mein Leben als Tennisroman“ ein literarisches Experiment. Er verquickt zwei Erzählebenen miteinander. Vordergründig geht es um den Ich-Erzähler Arthur Wilkow, der mit seiner Idee hadert, einen Roman über Tennis zu schreiben. Er kommt nicht voran, hat Schreiblockaden, Auseinandersetzungen mit seiner Lektorin und ist meist im Unreinen mit seinem Vorhaben. Weil es bei diesem schreibenden Wilkow einige Parallelen zu Andreas Merkel gibt, darf man wohl davon ausgehen, dass es sich um eine Art Alter Ego handelt.