Dieses Mal dreht sich in der Reihe „Hörst du“ alles um Camille Saint-Saens „Der Karneval der Tiere“. Das Buch ist für Kinder von ein bis drei Jahren empfohlen und dementsprechend ist es auch gestaltet. Klare Formen und Farben sprechen das Auge und die Fantasie an, ohne die Kleinen zu überfordern. Da schreitet der Löwe schön und stolz daher, bunte Vögel zwitschern im Baum und Quallen gleiten sanft durchs Wasser.
Die musikalischen Auszüge sind lang genug, um einen ersten Eindruck zu kriegen und die Kinder spielerisch an klassische Musik heranzuführen. Mit Glück machen sie auch Lust auf mehr. Weiterlesen



Der zweite Band der Pest-Saga hat mir deutlich besser gefallen, als der erste. Vielleicht liegt es daran, dass der Krimi-Anteil hier höher ist. Im September 1348 klingt die Pestwelle in England langsam ab. Lady Anne of Develish ist es nach dem Tod ihres Mannes erfolgreich gelungen, die Krankheit aus ihrer Burg fernzuhalten, durch rigorose Abschottung und Hygiene. Jetzt gehen langsam die Vorräte aus und sie muss sich Gedanken machen, wie sie an neue kommt. Ihr Verwalter, gleichzeitig Vertrauter und alter Freund Thaddeus macht sich auf die Reise. Da er als Leibeigener nicht weit kommen würde, erfindet Lady Anne für ihn einen Titel und eine Abstammung. Diese Strategie erweist sich als noch gefährlicher als gedacht, denn der eifersüchtige Ex-Verwalter ihres Mannes hat nichts eiligeres zu tun, als Thaddeus zu verraten.
Als Teenager entdecken Victor und Amanda bei ihrem Abschlussball Gefühle füreinander. Doch Victor weiß nicht, dass Amanda noch am folgenden Tag mit ihrer Familie das Land verlassen wird, um auf einen anderen Kontinent zu ziehen. Während sie ihm dies eröffnet, fällt er aus allen Wolken. Erst Stunden später kommt er wieder zu sich und befindet sich an einem ganz anderen Ort. Viele Tage später wird er den Zusammenhang erkennen. Denn Victor erlebt glückliche Momente gleich zwei Mal, traurige hingegen überspringt er, manchmal um Stunden, manchmal um Tage. Amanda glaubt er für immer verloren. Denn nur acht Monate nach ihrem Weggang erreicht ihn die Nachricht ihres Todes bei einem Attentat. Zwanzig Jahre später jedoch merkt er, dass er einem Irrtum aufgesessen ist.
Im Alter von 84 Jahren beschließt Maurice Hannigan, in ein Altersheim umzuziehen. Er hat alle Kisten gepackt und beschriftet, das Land verkauft und sitzt nun in einer Hotelbar und lässt sein Leben Revue passieren. Im Laufe des Abends spricht er fünf Mal einen Toast aus auf Menschen, die in seinem Leben eine wichtige Rolle gespielt haben. Übernachten wird er in dieser Nacht in der besonderen Hochzeitssuite des Hotels – auch diese hat für Maurice eine ganz besondere Bedeutung, wie schnell klar wird. Im Geiste geht er die wichtigsten Stationen seines Lebens durch und muss dabei immer an seinen Sohn Kevin denken, an den er ebendiese Gedanken auch richtet.
