April Dawson: Selling Dreams

Marissa Gallagher ist eine absolute Powerfrau: zielstrebig, willensstark und fest entschlossen, sich in der männerdominierten Immobilienbranche New Yorks durchzusetzen. Ihr größter Dorn im Auge? Calder Bevyn. Er ist nicht nur ihr schärfster Konkurrent und der „Prince Charming“ der Stadt, sondern leitet mit seinen Brüdern auch die prestigeträchtigen Bevyn Estates.

Doch das Blatt wendet sich, als Marissa Calder einen sicher geglaubten Deal vor der Nase wegschnappt. Beeindruckt von ihrem Biss stellt Calders Bruder sie prompt ein. Plötzlich sind die Erzrivalen Kollegen im selben Unternehmen. Während sie sich einen erbitterten Kampf um den Thron der Verkaufszahlen liefern, beginnen die Grenzen zwischen professioneller Rivalität und echtem Herzklopfen gefährlich zu verschwimmen.

Der Schreibstil der Autorin ist herrlich flüssig und bildhaft – ein echter Page-Turner wird das Buch dadurch. Besonders spannend fand ich das Setting. Die Welt der Luxusimmobilien ist ein neues Thema für mich, das mal etwas ganz anderes bietet als der klassische Romance-Einheitsbrei. Durch die wechselnden Erzählperspektiven gewinnen die Charaktere enorm an Tiefe und wirken in ihrem Handeln absolut authentisch.

Die Charaktere: Powerfrau trifft auf unnahbaren Einzelgänger

Marissa: Sie ist eine lebendige Protagonistin, die genau weiß, was sie will. Als kleiner Workaholic neigt sie dazu, sich in ihrer Arbeit zu sehr zu verlieren, doch im Laufe der Handlung lernt sie, was im Leben wirklich zählt. Ihre Entwicklung und die Aufarbeitung ihrer Vergangenheit machen sie sehr nahbar.

Calder: Mit ihm musste ich erst warm werden. Er ist anfangs grimmig, unnahbar und extrem darauf fixiert, die Nummer eins zu sein. Doch hinter der harten Schale verbergen sich tiefe Wunden. Die Hürden, die er in seinem Leben meistern musste, ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und erklären seine Unfähigkeit, sich emotional zu öffnen.

Dies ist keine oberflächliche Liebesgeschichte. Es ist eine Slow-Burn-Romance, die sich Zeit lässt, aber dafür umso tiefer berührt. Die Autorin behandelt wertvolle Themen wie die Aufarbeitung.

Etwas gemein fand ich ja, dass der Cliffhanger so krass war und ich jetzt mit meinen Gedanken immer daran hängen werde, bis Band 2 endlich verfügbar ist – und das dauert leider noch bis Juni.

April Dawson: Selling Dreams
LYX, Februar 2026.
480 Seiten, Paperback, 16,90 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Katja Plattner.

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