Philippe Claudel: Der Duft meiner Kindheit

duftWeihnachten riecht nach Zimt und der Sommer nach frisch gemähtem Heu und Blumenwiesen. Der französische Bestseller-Autor Philippe Claudel kennt noch mehr Erinnerungsgerüche. Von 63 erzählt er im Buch „Der Duft meiner Kindheit“.
Der Sportplatz der Kinderzeit riecht nach Akazien, die Erinnerungen an die Großmutter nach Knoblauch, mit dem sie den Hasenbraten füllte. Und der Großvater nach Zigarren. Düfte aus der Natur, die jeder kennt, beschreibt Claudel, erzählt aber auch, wie der Friedhof gegenüber von seinem Elternhaus roch und der Tod. Duft von Nachthyazinthen hat er in der Nase, wenn er an Verwandte, die aufgebahrt im Haus lagen, denkt. Momentaufnahmen sind die kurzen Texte – schön für zwischendurch.

Philippe Claudel: Der Duft meiner Kindheit.
Kindler, August 2014.
192 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,95 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.