Jennifer Wolf: Das Lied der Sonne

Laneas Stamm lebt zurückgezogen am Rande eines Königreichs. Die Menschen leben sorglos, helfen einander und sind sehr mit der Natur verbunden. Mit dem König haben sie eigentlich nichts am Hut. Doch dieser sucht eine Braut und möchte deshalb die Prinzessinnen des Landes kennenlernen. Erst ist Lanea enttäuscht, dass ihre gute Freundin den Stamm verlassen muss, dann wendet sich das Blatt: Lanea selbst soll vor den künftigen König treten und ihm als potenzielle Braut vorgestellt werden. Doch das alles nicht ohne Hintergedanken, denn eine größere Verschwörung ist im Gange. Und dann verguckt sich Lanea auch noch ausgerechnet in Prinz Aaren.

Jennifer Wolfs Roman „Das Lied der Sonne“, welcher bei Carlsen erschienen ist, hat durchaus Potenzial. Sie zeichnet klare Figuren, allen voran Lanea, die sich rasch in einem Zwiespalt wiederfindet. Weiterlesen

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Bernd Cailloux: Der amerikanische Sohn

Der Berliner Schriftsteller Bernd Cailloux schickt in seinem autobiographisch geprägten Roman „Der amerikanische Sohn“ den Ich-Erzähler in die USA. Eine Stiftung hat ihn nach New York eingeladen. Aber zugleich bietet diese Reise für ihn eine Möglichkeit, seinen erwachsenen Sohn zu treffen, der in den Staaten lebt. Zuvor hatte er nie Kontakt zu ihm. Die Mutter, mit der er vor über 30 Jahren eine kurze Affäre hatte, hat sich wenig später mit dem gemeinsamen Sohn nach Jamaica und dann in die USA abgesetzt.

​Der Ich-Erzähler ist das, was man heute als Alt-68er bezeichnen würde – ein ehemaliger Hippie, der in dieser Zeit eine Firma für Stroboskope aufgezogen hat.

„Der amerikanische Sohn“ ist ein lakonisch und humorvoll erzählter Roman, der von den zahlreichen Erinnerungen des Protagonisten lebt. Sie legen die vielen Widersprüchlichkeiten in seinem Leben genauso frei wie die eines Landes wie den USA. Weiterlesen

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