Im zweiten Teil dieser Reihe treffen Welten aufeinander: Cheerleading, Kunst und Schwimmen bilden die Kulisse für die Geschichte von Alaric und Piper. Eigentlich haben die beiden nichts miteinander zu tun. Doch ein prestigeträchtiger Wettbewerb um ein begehrtes Praktikum bei einer bekannten Künstlerin macht sie zu direkten Konkurrenten. Aus der anfänglichen Rivalität entwickelt sich jedoch schnell eine spürbare Dynamik. Hier wird die beliebte Rivals-to-Lovers-Trope perfekt bedient, denn trotz des Konkurrenzkampfes sprühen zwischen den beiden schon bald heftig die Funken.
Wichtiger Hinweis vorab: Man muss den ersten Band der Reihe unbedingt kennen, um der Handlung folgen zu können!
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Alaric und Piper erzählt. Das sorgt für einen dynamischen Einblick in beide Gefühlswelten. Der Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig, sodass man förmlich durch die Seiten fliegt und das Buch kaum aus der Hand legen mag.
Inhaltlich hat mich die Story absolut abgeholt. Die Thematik rund um den Kunstwettbewerb ist unglaublich spannend und wird durch geheimnisvolle Momente perfekt ergänzt. Besonders toll fand ich, dass einige offene Fragen aus dem ersten Band hier endlich aufgeklärt wurden. Das absolute Highlight waren für mich jedoch die Enthüllungen und Plottwists gegen Ende. Mit dieser Wendung habe ich absolut nicht gerechnet – das hat der Spannungskurve noch einmal einen riesigen Schub gegeben!
Das Buch ist keineswegs eine oberflächliche Liebesgeschichte. Es setzt sich intensiv mit ernsten Themen auseinander: Angst und Angstbewältigung, familiäre Altlasten, die Vergangenheit, Verlust und große Geheimnisse. Besonders die Frage, wie sehr die Entscheidungen der vorherigen Generationen das eigene Leben beeinflussen können, wird tiefgründig beleuchtet. Das Thema Angst wurde für mich greifbar und sehr gut in die Handlung eingearbeitet. Ein genialer roter Faden ist zudem die Nebenstory rund um die Mütter, die sich konsequent durch die gesamte Reihe zieht und auch hier wieder fesselt.
Während mich die Handlung komplett überzeugen konnte, hatte ich mit den beiden Hauptfiguren leider kleine Startschwierigkeiten. Piper und Alaric blieben für mich manchmal schwer zu greifen. Einige ihrer Entscheidungen konnte ich nicht ganz nachvollziehen, weshalb mir der emotionale Zugang zu ihnen phasenweise schwerfiel.
Dafür konnten die Nebencharaktere auf ganzer Linie punkten! Sie bringen frischen Wind in die Geschichte, unterstützen die Dynamik und sind mir schnell ans Herz gewachsen.
Fazit
Das Ende kam für mich ehrlich gesagt nicht ganz überraschend, ich habe damit gerechnet. Dennoch ist es absolut gelungen und rundet das Buch gut ab. Trotz der kleinen Schwächen bei den Protagonisten ist dieser zweite Band eine tiefgründige, spannende und emotional geladene Fortsetzung, die Lust auf mehr macht. Ich bin unglaublich gespannt, welche Geheimnisse in Band drei noch auf uns warten!
Ronja Madeleine: Love is like a Tsunami
Heyne, 15. Juli 2026
496 Seiten, Paperback, 17,00 Euro.
Diese Rezension wurde verfasst von Katja Plattner.
