Leandra Seyfried: Tricking a Bad Boy & Trusting  the Enemy

Tricking a Bad Boy: Als angehende Geheimagentin soll Nova die skrupellosen Gangs der Großstadt infiltrieren. Doch dann fliegt sie ausgerechnet vor Dan Conway auf – dem gefährlichen Sohn eines Gangbosses. Er stellt sie vor die Wahl: Spiel seine Freundin oder stirb. Nova lässt sich auf den Deal ein, um tiefer in die kriminelle Unterwelt einzutauchen. Ein fataler Fehler, denn bald verschwimmen die Grenzen zwischen Auftrag und tödlicher Obsession …

Spannung, Action und ein hohes Tempo – das ist es, was man hier erwartet.
Als Leser wird man direkt in eine Welt voller Intrigen und kriminellen Machenschaften gezogen. Die Geschichte lässt sich gut lesen und einige der gesetzten Twists sind unerwartet.
Trotz des hohen Unterhaltungswertes gibt es jedoch auch ein paar Kritikpunkte zu diesem Buch. Vor allem fehlten mir hier die emotionalen Aspekte. Das Buch wird als Romance-Suspense vermarktet, und davon erwarte ich mir mehr Gefühlstiefe, mehr Emotion.
Die Geschichte wird nur aus Novas Sicht erzählt, dadurch fehlte mir der Bezug zu Dan. Ich hätte mir auch eine Perspektive von ihm gewünscht, die Dynamik zwischen den beiden wäre sicherlich auch besser rübergekommen.
Auch das Setting konnte mich nicht ganz überzeugen. Wer den Klappentext liest, erwartet knallharte Abgründe der Großstadt-Gangs. Aber das Ganze war mir zu wenig düster, ging mir etwas zu „zahm“ zu. Hätte mir mehr Schärfe gewünscht.
Fazit: Trotz der kleinen Kritik hat sich das Buch im Großen und Ganzen gut lesen lassen und ich habe im Anschluss dennoch den zweiten Band der Reihe gelesen.

Trusting the Enemy: Evey will Rache – und um die kriminelle Unterwelt Chicagos zu Fall zu bringen, ist ihr jedes Risiko recht. Doch ausgerechnet der brillante High-Society-Stratege Carter St. James wird ihr als Aufpasser zur Seite gestellt. Evey verabscheut alles, wofür er steht, und will ihn nur für ihre Pläne benutzen. Doch je tiefer sie gemeinsam in den Abgrund stürzen, desto gefährlicher verschwimmen die Fronten zwischen bitterem Hass und unkontrollierbarer Leidenschaft …

Nachdem mich der erste Band zwar mit seinem hohen Tempo gut unterhalten, aber emotional etwas distanziert zurückgelassen hatte, war ich unglaublich gespannt auf diese Fortsetzung. Und was soll ich sagen? Dieses Buch liefert genau das, was mir beim Vorgänger so schmerzlich gefehlt hat!
Während im ersten Teil die Gefühle der Charaktere für mich manchmal schwer greifbar waren, schafft es dieser Folgeband von der ersten Seite an, eine echte emotionale Verbindung aufzubauen. Die Emotionen sind spürbar, intensiv und kommen ungefiltert beim Lesen an. Die Dynamik zwischen den Hauptfiguren – der angehenden Geheimagentin Evey und dem brillanten Carter St. James – hat mich dieses Mal vollkommen in ihren Bann gezogen.
Fazit: Eine absolut gelungene Fortsetzung, die die kleinen Schwächen des ersten Bandes komplett ausbügelt. Wer nach packender Agenten-Action sucht, die gleichzeitig das Herz höherschlagen lässt und vor emotionaler Tiefe strotzt, wird dieses Buch lieben. Für mich ein echtes Highlight und ein absoluter Pageturner, den ich kaum aus der Hand legen konnte!

Leandra Seyfried: Tricking a Bad Boy & Trusting the Enemy
Cove, März & Juni 2026.
432 & 432 Seiten, Paperback, 17,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Katja Plattner.

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