Nicht, dass ich die Trachtentruppe im Vatikan jemals ernst genommen hätte. Dazu bin ich viel zu weit vom Klerus entfernt und versuche eher, einen gewissen Humanismus zu leben, bin Darwinist und fast schon Atheist. Das hindert mich aber nicht, sprachlos vor Staunen durch den Vatikan zu stolpern, denn die Augen sind immer irgendwo und nie am Boden um schließlich in der sixtinischen Kapelle nur noch nach oben zu gucken. Eben Michelangelo. Dass Menschen in der Lage sind, so ein Bauwerk, solche Gemälde zu erschaffen. Eigentlich unfassbar. Und für was?
Trotz allem legt Robert Harris eine spannende Geschichte über eine Papstwahl vor und vergnügt lernt man, bei aller Spannung die grade Harris in der Lage ist, zu vermitteln, wie denn so eine Konklave eigentlich abläuft. Also inner circle sozusagen. Und vor allem liest man genüsslich, dass es (als wenn wir es nicht vorher gewusst hätten) bei den Jungs mit den bedenklichen Hüten und Umhängen auch nicht anders zugeht, wie im richtigen Leben Weiterlesen








drei verschiedene Suspense-Ebenen machen das Buch zu einem Pageturner par excellence. Da geriet sogar Stephen King ins Schwärmen…