Victoria Schwab: Monsters of Verity – Dieses wilde, wilde Lied

Die Welt der Zukunft hat sich maßgeblich verändert. Die Stadt Verity ist zweigeteilt, zwei Männer sind in den beiden Stadtteilen an der Macht und sie können sich nicht leiden. Flynns Sohn August wird in eine Schule eingeschleust und soll dort Kontakt aufnehmen zu Harkers Tochter Kate. Denn in einem möglichen Krieg könnte Kate ein wertvolles Pfand werden. Doch das ist nicht das einzige Problem von Verity. Immer dort, wo Verbrechen geschehen und Gewalt herrscht, werden Monster ins Leben gerufen, die dann allen Menschen gefährlich werden. Deswegen leben die Bewohner der Stadt in ständiger Angst und trauen sich im Dunkeln gar nicht mehr auf die Straße.

Victoria Schwabs Roman aus einer Dilogie ist wirklich überraschend. Angelegt für ein Publikum ab etwa 15 Jahren, nebst interessierten erwachsenen Lesern, ist die Geschichte wirklich nicht schlecht. Das liegt noch gar nicht mal so sehr an der Handlung, sondern an dem Setting. Verity ist ein gefährliches Pflaster. Drei Arten von Monstern treiben in der Stadt ihr Unheil. Die Corsai, Malchai und Sunai. Sie sind unterschiedlich häufig anzutreffen. Corsai ernähren sich von Fleisch und Knochen, Malchai von Blut und Sunai können nur Sündern etwas antun. Jede der Monsterarten wird aus ganz bestimmten Verbrechen geboren. Malchai etwa von Mord, Corsai aus jeglicher Gewalt und Sunai lediglich von großen Verbrechen mit vielen Toten, wie Massakern und Schießereien.

Hinzu kommen die beiden Hauptfiguren, die ebenfalls unterschiedlicher nicht sein könnten. Kate ist in den letzten fünf Jahren von vielen Schulen geflogen und nun endlich wieder da angekommen, wo sie hinmöchte: in Verity. Hier glaubt sie, ihrem Vater endlich beweisen zu können, dass sie eine echte Harker sein kann. Doch ihr Ruf eilt ihr an die neue Schule voraus.

August wiederum hat ein großes Geheimnis, das es um jeden Preis zu wahren gilt. Er ist von seiner Aufgabe, Harkers Tochter für sich zu gewinnen, überhaupt nicht begeistert. Viel lieber würde er den Truppen seines Vaters helfen. Doch er fügt sich der Aufgabe und lernt Kate kennen. Nur sein Geheimnis, das findet sie hoffentlich nicht heraus …

Es entsteht ein toller Mix aus spannender Story, Monstern und dem ein oder anderen typischen Thema des Jugendromans. Aber „Monsters of Verity“ ist definitiv kein Jugendroman nach dem Schema X. Der erste Band macht sehr viel Lust auf den abschließenden Titel der Dilogie, der unter dem Namen „Unser düsteres Duett“ im März 2019 erscheinen wird.

Victoria Schwab: Monsters of Verity – Dieses wilde, wilde Lied.
Loewe Verlag, September 2018.
432 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,95 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Janine Gimbel.

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